Inhalte für Smart Watches optimieren

Immer kleiner, immer Smarter? Informationen wandern immer öfter zum Handgelenk. Nur ein Modetrend? Ich denke sie werden sich durchsetzen. Smart Watches sind sicherlich dieses Jahr der Renner unterm Weihnachtsbaum. Müssen wir uns als Content-Lieferanten nun darauf einstellen?

Schreiben für die Zielgruppe

Nun ist es keine neue Weisheit, dass man die Medien/Endgeräte bedient, die von der Zielgruppe genutzt werden. Was bedeutet das aber nun für Smart Watches? Selbst eine Apple Watch kann maximal 168 schmale Zeichen darstellen. Im Schnitt kann man also eher von 50 – 120 Zeichen ausgehen.

Sind Kurztexte wie bei Twitter nun das Maß der Dinge? Zumindest könnte man bei der Bildschirmgröße davon ausgehen. Der Kurznachrichtendienst zeigt ja eindrucksvoll, dass man damit hervorragend kommunizieren kann. Die Frage ist nur, ob das auch immer sinnvoll ist?

Richtig texten fürs Armband

Man muss Texte nicht immer weiter reduzieren, nur weil die Displays immer kleiner werden. Nun bin ich schon der Meinung, dass Texte vielfach zu lang sind. Und das bezieht sich nicht auf das Texten für kleine Bildschirme. Meist ist es einfach zu viel „bla bla“. Die Texte deshalb weiter reduzieren macht für mich aber keinen Sinn. Man sollte einfach nichts publizieren, wenn man nichts zu sagen hat.

Weiterhin scheint es aber so zu sein, dass Suchmaschinen allzu kurze Texte nicht mögen. Für Suchmaschinen sollten es wohl mindestens 200 – 300 Wörter sein. Das ist auch für mich eine vernünftige Länge. Es kann aber auch ruhig länger sein, wenn man mehr zu sagen hat. Es gibt also mehr Dinge zu beachten.

Machen Sie also nicht den Fehler extra kurze Texte für Smart Watches zu schreiben. Konzentrieren Sie sich lieber auf die Inhalte. Es ist wichtiger sich darüber Gedanken zu machen, welche Inhalte für die Zielgruppe von Interesse sind, als sich mit der Länge von Texten zu beschäftigen. Nun sollte man das schreiben was man zu sagen hat, ohne leere Phrasen zu ergänzen. Gute Inhalte werden an jedem Gerät gelesen.

Was gibt es sonst zu beachten?

Es gibt ein paar Sachen, die auch bei Smart Watches nicht aus der Mode kommen. Diese sind generell wichtig beim Schreiben von Texten. Für die Zielgruppe der Smart Watch Benutzer aber noch mehr.

Titel

Der Titel zieht die Leser in den Text. Hierbei sollte man ausreichend Zeit darauf verwenden eine knackige Version zu erstellen. Allzu viel Fantasie ist hier fehl am Platz. Der Nutzer muss verstehen, was ihn erwartet, sonst liest er nicht weiter.

Der Titel sollte nicht länger als 70 Zeichen (inkl. Leerzeichen) sein. Das hat nur beding etwas mit der Smart Watch zu tun, auch wenn in der Regel auch hier nicht mehr Zeichen auf einmal gelesen werden können. 70 Zeichen sind die maximale Länge, die Google in der Ergebnisliste anzeigt. Der Rest wird abgeschnitten.

Teaser

Ich könnte mir vorstellen, dass Nutzer von Smart Watches wieder mehr RSS-Feeds nutzen. Diese sind auf einem kleinen Display leicht zu scannen. Ein guter Teaser-Text hilft auch hier Nutzer in den Text zu ziehen. Weiterhin findet man den Teaser auch bei der Ergebnisliste. Google erstellt die Beschreibung selber aus Text „Snippets“, wenn kein Teaser-Text vorliegt. Hier wird der Text bei mehr als 150 Zeichen gekürzt.

Der eigentliche Text

Hier kann man eigentlich nur wiederholen, was generell für Texte gilt:

  • Aktiv schreiben
  • Leicht verständliche schreiben
  • Kurze Sätze (max. 15 Wörter)
  • Kurze Wörter (max. 2-3 Silben)
  • Gut strukturieren
    • Absätze
    • Zwischenüberschriften
    • Aufzählungszeichen

Der Anfang sollte die wesentlichen Informationen aufzeigen und im weiteren Verlauf kann der Artikel dann detaillierter werden.

E-Mails richtig erstellen

Zu Zeiten, als ich begonnen habe Newsletter für Kunden zu erstellen, haben wir auf HTML verzichtet. So konnten wir sicher sein, dass die E-Mails auch von allen Empfängern gelesen werden konnten. Viele E-Mail-Clients waren nicht in der Lage HTML zu interpretieren. Das scheint bei Smart Watches wieder so zu sein. Vielfach werden E-Mails wohl auch nicht vollständig dargestellt.

Also „back to the roots“? Es sieht fast so aus. Ich würde mir vielleicht wieder überlegen Newsletter als reine Textversion zu versenden. Es ist dabei sicherlich von Vorteil mit der Menge an Inhalten nicht zu übertreiben.

Fazit

Man kann relativ wenig speziell für Smart Watches empfehlen. Sicherlich kann man je nach Anwendung und Zielgruppe auf ganz kurze Texte im Stil von Twitter zurückgreifen. Generell aber ist die Qualität wesentlich wichtiger als die Länge. Für einige Zeit wird es auch so sein, dass die meisten Inhalte zu einem überwiegenden Teil auf größeren Endgeräten gelesen werden. Man müsste also eine separate Version für Smart Watches erstellen, was sicherlich zur Zeit meist nicht sinnvoll ist.

Ein Gedanke zu „Inhalte für Smart Watches optimieren

  1. Pingback: Bücher auf der Smartwatch lesen – wer macht das denn?! | Edyssee

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