Prototyping Talk #1 – Gute UX beginnt beim Marketing (Gast: Louis Grenier)

Wenn UXler über Prototyping sprechen, geht es meistens um Tools und Technik. Ich möchte über Vorgehensweisen und Mindsets sprechen. Was wird geprototyped? Wie wir geprototyped? Wann im Projekt wird geprototyped? (Ich behandle aber nicht die Frage, ob „geprototyped“ überhaupt richtig geschriebeben ist). Für die heutige Folge habe ich mit Louis Grenier, dem Gründer des Podcasts Everyone Hates Marketers gesprochen. Französischer Akzent auf der einen Seite, Deutscher Akzent auf der anderen. Das muss gut werden. Viel Spaß!

Was ich persönlich aus dem Gespräch mitgenommen habe:

  • Bei der Neukonzeptionen von Webseiten oder Apps lohnt es sich bereits in der frühen Prototypingphase das Thema Marketing im Hinterkopf zu haben. Denn spätestens beim Thema „Value Propositions“ (z. B. Vorteilskommunikation im Appstore, auf Onboardingscreens,…) überschneiden sich UX und Marketing sehr stark.
  • Oder anders gesagt: Es ist keine gute Idee erst kurz vor dem Launch eines Produkts einfach alles ans Marketing herüberzugeben: „Denk dir mal was kreatives aus.“ Alle profitieren davon, wenn das Marketing bereits in der Konzeptionsphase mit einbezogen wird und ein Gefühl für die Sprache der Nutzer bekommt.
  • Wie finde ich die Sprache der Nutzer heraus? Louis Greniers Vorschlag hat mir gefallen: In Tests oder Interviews Probanden darum bitten das Produkt und die damit möglichen Aktionen in eigenen Worten zu beschreiben, als würden sie es Freunden oder Familie erklären.
  • Ein Ansatz, den ich mal ausprobieren möchte: Mit den Texten einer Landingpage zu beginnen, bevor man sich Gedanken über das Layout gemacht hat. Das Layout muss sich dann dem Inhalt anpassen, nicht umgekehrt.

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