Der BITV-Test für Barrierefreiheit wird überarbeitet – die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2 werden in den deutschen Test des BIK (barrierefrei informieren und kommunizieren) integriert. Dies geschieht im Rahmen einer Initiative des BIK, gefördert vom Bundesministerium für Arbeit & Soziales, bei der Agenturen und behinderte Menschen in enger Zusammenarbeit mitwirken können.
Endlich?
Jan, wie siehst Du als Experte für die Thematik „Barrierefreiheit & Usability“ diese Entwicklung: Kommt das zu spät?
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Gabriel Beck ist Senior Consultant für Conversion Optimierung bei explido WebMarketing und seit 2005 im Unternehmen. Er studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg mit den Schwerpunkten Marketing, Wirtschaftsinformatik und Informationsmanagement und Marktforschung. Seine Leidenschaft gilt seither dem analytischen Vorgehen bei der Schwachstellen-Analyse von Websites und Shops, sowie der Entwicklung von Optimierungskonzepten.
Wir wollten in unserem Interview mit Herrn Beck einige grundlegende Aspekte rund um die Optimierung von Landing Pages und Conversion Rates ansprechen und von ihm erfahren, in welche Richtung sich die Branche bewegt.
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Warum ist eine erwartungskonforme Seitengestaltung so wichtig? Ist es nicht besser, sich von den anderen Websites abzuheben? Eine erwartungskonforme Seitengestaltung bedeutet nicht, dass alle Websites gleich aussehen sollen oder werden, sondern bezieht sich auf wesentliche Seitenelemente wie z.B. Navigation, Suchfunktion, Warenkorb etc., die von den Nutzern eben an bestimmten Positionen erwartet werden.
Gelingt es eine Webseite erwartungskonform zu gestalten, dann können sich Nutzer auf dieser schnell orientieren und leicht zurechtfinden. Voraussetzung dafür ist die Kenntnis der Erwartungen bzw. mentalen Modelle in Bezug auf die Anordnung von Webseitenelementen.
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Daniel Greitens ist seit 2006 geschäftsführender Gesellschafter der Agentur maximago – und “nebenbei” leidenschaftlicher Buchautor.
Vor seiner Tätigkeit für die maximago GmbH war er in beratender Funktion und auch als Führungskraft in mehreren Unternehmen der IT, Design und Internet-Branche tätig.
Wir wollten im Interview mit Herrn Greitens wissen, ob und welche Herausforderungen er bei der Etablierung eines User Centered Design- und Entwicklungsprozesses bewältigen muss und in welcher Form Unternehmen das Thema „Usability“ innerhalb von Projekten organisatorisch verankern können.
Doch zuerst interessierte uns…
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Prototyping-Tools sind hilfreiche Werkzeuge, die aus meiner Sicht bei der Konzeption bzw. beim Re-Design einer Website oder einzelner Funktionen oder auch Software unbedingt zum Einsatz kommen sollten.
Verglichen mit einer richtigen Programmierung können mit Hilfe solcher Tools vergleichsweise schnell und kostengünstig erste Entwürfe bzw. Ideen in Form von Wireframes oder Klickdummies umzusetzen und mit späteren Nutzern, z.B. im Rahmen eines Usability-Tests im Lab oder einer/mehrere Fokusgruppe/n, getestet werden.
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Eine Online-Werbekampagne steht und fällt mit dem Erfolg der verlinkten Landing Page. Sehr viele Unternehmen machen da noch immer leicht zu vermeidende Fehler, wie beispielsweise den Traffic einfach auf die Homepage zu leiten, getreu dem Motto: „Die werden Ihren Weg zu den passenden Angeboten/Informationen schon selber finden!“
Das Ergebnis solcher oder ähnlicher Fehler sind die in Deutschland üblichen, aber deswegen nicht minder enttäuschenden 1-2% Conversion Rate. Erfolg sieht irgendwie anders aus. Doch was sollte man beachten, wenn man sich damit nicht zufrieden geben will? Ein grundsätzliches Wissen über wesentliche Erfolgsfaktoren von Landing Pages ist an dieser Stelle mehr als angebracht.
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Claus Wagner ist Freiberufler (CommWeCon consultancy), seine Beratungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Communication, Web Usability & Content Creation.
In der Rolle eines „Missionars“ für verständliche und gebrauchstaugliche Texte konnte Herr Wagner in den letzten Jahren darauf hinwirken, dass diese Themen und auch die Bezeichnung “Content-Usability” an Bedeutung gewonnen haben.
Wir wollten in unserem Interview mit Herrn Wagner wissen, was genau unter der Bezeichnung “Content-Usability” zu verstehen ist, worin Unterschiede zu verwandten Gebieten der Usability bestehen und welche Bedeutung die Gebrauchstauglichkeit von Texten in der Zukunft haben wird.
Doch zuerst interessierte uns die folgende Frage …
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Neben den klassischen Methoden, die z. B. in Usability-Tests im Labor Anwendung finden wie Eyetracking, Interviews, Protokolle lauten Denkens und Beobachtung, bieten User Experience (UX) Metriken weitere Möglichkeiten, dem Nutzer beim Bearbeiten einer Aufgabe “über die Schulter” zu schauen und die Aufgabenbearbeitung zu analysieren.
UX Metriken bieten eine Art “Quantisierung” der qualitativen Ergebnisse in Form von Zahlen und Statistiken. So können Daten erhoben und analysiert werden, die bspw. die Zufriedenheit der Nutzer erheben, als Problembasierte Metriken identifizierte Probleme clustern oder als Leistungsmetriken die Effektivität messen.
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Fabian Stelzer ist Gründer und Marketingleiter der WhiteMatter Labs GmbH, einem Spin Off des Labors für Neurobiopsychologie der Universität Osnabrück.
Das Unternehmen White Matter Labs erforscht und entwickelt Technologien aus der Hirnforschung für Anwendungen in Marketing und Werbung. Einige dieser Technologien wurden bereits erfolgreich im Markt eingeführt.
Mit dem Tool EyeQuant bietet White Matter Labs einen Webservice zur Aufmerksamkeitsanalyse und Optimierung von Webseiten an.
Wir wollten von Herrn Stelzer wissen welchen Stellenwert die Usability-Analyse bei der Konzeption von Websites aktuell hat und seiner Meinung nach haben sollten, und welche Bedeutung er dem Thema “Conversion Rate Optimierung” zuschreibt: (kurzes) Hype-Thema oder dauerhafte Etablierung einer neuen Dienstleistungsbranche?
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Wer kennt das nicht – neue Produkte oder Dienstleistungen sollen entwickelt oder Geschäftsfelder erschlossen werden. Und jetzt fehlt es an Ideen und Konzepten, die sich vom bisher dagewesenen unterscheiden. In solchen Situationen ist Kreativität gefragt, um die ausgetretenen Pfade verlassen zu können.
Manch einer mag davor zurückschrecken, kreativ sein zu müssen. Ich denke aber, dass das jeder kann. Es kommt nur darauf an, die passenden Rahmenbedingungen zu schaffen. Eine angenehme Atmosphäre, in der Ablenkungen durch Mails oder Anrufe weitgehend ausgeschaltet sind ist beispielsweise ein wichtiger Erfolgsfaktor.
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