Kategorie-Archiv: Methoden & Verfahren

Neues aus dem UX Lab: mit den Interviewer-Skills steht und fällt die Usability-Studie

Interview_UX_Usability_eResultNach meinem Rundumschlag zum Thema „Neues aus dem UX-Lab: 101+ Dinge, an die man bei der Durchführung von Usability-Tests denken sollte“ (Teil 1 und Teil 2) nun zum wiederholten Male das Thema Interviewführung bzw. Moderation von Usability-Tests. Warum? Ich kann als Projektleiter noch ein so tolles Studiendesign erarbeiten, die Zielgruppe perfekt abbilden, die richtigen Dinge aus den Beobachtungen/Aussagen der Probanden interpretieren und über Metriken messen … WENN DER INTERVIEWER KEIN AUSGEWIESENER PROFI IST sowohl im Durchführen von Interviews noch im Bereich UX, DANN SIND DIE ERGEBNISSE ZWANGSLÄUFIG FÜR DIE KATZ ODER NUR HALB SO WERTVOLL!

Aus diesem Grund ein paar Tipps & Tricks, wie Sie ein besserer Interviewer werden können. Weiterlesen

Design Studio – Wie man aus zahlreichen Ideen 2 richtig gute Ansätze entwickeln kann

Vergangene Woche am 12. November 2015 fanden in achtzehn Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz Veranstaltungen anlässlich des World Usability Days statt – dieses Jahr unter dem weltweiten Motto “Innovation”.

In München, unserem neuesten Standort in Deutschland, wurden neben Vorträgen auch einige Workshops angeboten. Das nahm ich zum Anlass, eine spannende Methode vorzustellen, die sich dazu eignet, verschiedene Ideen in Teamarbeit zu entwickeln, zu evaluieren und zu konkreten, auch innovativen Ansätzen zu verdichten: das sog. Design Studio.

Sketchen, präsentieren und kritisieren – in mehreren Iterationen

Im “Design Studio” wird in Kleingruppen in mehreren Iterationen gesketcht, präsentiert und kritisiert und über diesen Weg vielseitige Ideen und Lösungsansätze generiert und ausgetauscht. Gemeinsam werden diese Ideen weiterentwickelt – teils durch Remixen der Ideen, teils durch Einarbeiten der konstruktiven Anmerkungen der anderen Team-Mitglieder. Am Ende werden die entstandenen Ansätze diskutiert und im Rahmen eines abschließenden Reviews ein weiteres Vorgehen abgestimmt. Weiterlesen

Mental Models: Teil 1 – Die Welt im Kopf des Nutzers

Mann_geht_durch_die_tür
Nutzer denken oft anders, als es von Programmierern und Designern erwartet wird. Es kann zwischen der tatsächlichen Funktionsweise eines Gerätes und den Annahmen des Nutzers darüber ein tiefer Graben entstehen. Bei diesen Annahmen wirken vorherige Erfahrungen mit ähnlichen Produkten, Erwartungen gegenüber wahrgenommenen Interaktionsangeboten des Produktes und Interpretationen von dessen Reaktionen zusammen und formen das mentale Modell. Weiterlesen

Die User Experience der Chef-Überzeugung

Zwei Unterhaltungen haben mich auf dem ux congress 2015 sehr beeindruckt. Aber erst jetzt, drei Wochen später, wurde mir klar, dass sie sich eigentlich ums selbe Thema drehen.

Bei der einen Unterhaltung fragte mich ein Kunde/Kollege, ob es Gesetze gibt, die Firmen verpflichten, benutzerfreundliche Software einzusetzen. Er meinte, wenn man das ordentlich belegen könnte, dann könnte man Chefs, Auftraggeber und andere im Unternehmen besser überzeugen, dass UX ein entscheidender Bereich ist. Ich fand das sehr einleuchtend, und beschloss, einen Beitrag darüber hier im Usbabilityblog zu schreiben.

Bei der zweiten Unterhaltung verriet mir Michel Wollenschläger noch ein paar Details zu seinem Guerilla-Relaunch bei auxmoney.com. Den hatte er in seinem Vortrag auf dem Kongress vorgestellt. Kurz zusammengefasst: Nachdem seine Chefs den geplanten Relaunch gestoppt hatten, als sie die Kalkulation gesehen hatten, machte Michel mit seinen Kollegen heimlich weiter. Als die neue Site live ging, gab es erstmal ordentlich Ärger – bis sein Chef die neuen Zugriffs- und Konversionszahlen sah. Seitdem sind alle zufrieden.

Was haben die beiden Unterhaltungen nun miteinander zu tun? Und wie ist das nun mit den Gesetzen?

Weiterlesen

Made in Munich with love: Das war die push.conference 2015

push conference2015 Ende Oktober fand die Münchner push.conference statt. Auch in diesem Jahr wurde von den Veranstaltern wieder viel Herzblut in die Vorbereitung und Durchführung der Konferenz gesteckt und ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt, als Location diente die ehrwürdige Alte Kongresshalle in München.

Designer, Entwickler und UXler konnten sich über sorgfältig ausgewählte internationale Speaker, eine große thematische Bandbreite und jede Menge Inspiration freuen. Auch ich habe einiges an Input und Inspiration mitgenommen. Weiterlesen

Paper Prototyping – Diese Hilfsmittel bringen auch skeptische Kollegen ans Zeichnen

Paper Prototyping HilfsmittelSo toll all unsere Software-Tools wie Axure&Co auch sind, gerade zu Beginn der Konzeption geht doch nichts über Stift und Papier. Paper Prototyping geht schnell, fördert die Kreativität und die Diskussion im Team und braucht keine große Einarbeitungszeit.

Was für jeden UX-Designer ganz locker von der Hand geht, wirkt für viele andere Teammitglieder erst einmal sehr einschüchternd. „Ich kann doch gar nicht zeichnen“ ist eine klassische Aussage. Zum Abbau dieser Skepsis gibt es glücklicherweise einige Hilfsmittel. Mit vorgefertigten Zeichenvorlagen und Schablonen fällt es häufig leichter, die Angst vor dem leeren Blatt zu überwinden. Ich möchte eine Reihe von guten Hilfsmitteln vorstellen, die Sie vielleicht gleich im nächsten Projekt ausprobieren können. Weiterlesen

Am 30. gehen wir ins Lab – jeden Monat!

Na, wie kommt das bei Ihnen an:

  • Terminierte, regelmäßige Tage für Tests mit Nutzern – z. B. immer am 30. eines Monats.
  • Tests in einem Usability-Lab.
  • Tests von Prototypen.

Komisch? Ungewöhnlich?

Okay. Wie klingt das …

Kurz vorm Live-Gang einer optimierten Anwendung wird ein Usability-Test im Labor ausgeschrieben.

  • Untersuchungsgegenstand ist eine zu 90 % funktionale Anwendung.
  • Eckdaten sind: Usability-Tests im Labor, 12 Testpersonen, 75 Minuten Testdauer, Datenanalyse und Berichtslegung, inkl. Management-Präsentation und Highlight-Videos.
  • Budgetrahmen: 10-12.000 EUR.

Klingt irgendwie vertraut. Gewöhnlich, oder? Weiterlesen

UX-Testing von innovativen Devices – live erleben auf der eResult User Experience Area

1_ux-congressNeue Devices erfordern veränderte Testmethoden. Ein mobiles Device, welches Anwendungen für situationsabhängige Informationen und Interaktionen bereitstellt, ist nur sehr eingeschränkt für einen Test im Usability-Labor geeignet. Andere Devices funktionieren losgelöst von klassischen Screens. Auch hier sind die üblichen Bilschirmaufnahmen und Interviewsituationen kaum mehr möglich. Daher beschäftigen wir uns schon heute mit der Entwicklung von Testmethoden für neuartige Geräte wie Wearables, VR-Brillen oder Gestensteuerungs-Tools.
Im Moment beobachten wir jedoch, dass oft noch ein zaghaftes Annähern an solche Devices vorhanden ist. Fragen wie „Was kann man eigentlich damit machen?“ oder „Was bringt mir das?“ stehen im Vordergrund. Daher geben wir interessierten Besuchern auf dem diesjährigen ux-congress und der Research & Results die Möglichkeit, solche Devices einmal auszuprobieren.
Weiterlesen

Eindrücke vom World Usability Congress 2015

Vortrag: Projection of Usability Test Results&Statistics, Mustafa Dalc? | Sketchnote: Fabienne Stein

Am 7. und 8. Oktober fand in Graz der diesjährige World Usability Congress statt. Internationale Speaker aus den Branchen Automotive, E-Commerce & Multichannel, E-Health und IT & Smartfactor waren eingeladen, um ihr Wissen im Bereich Usabilty, User Experience und Customer Experience weiterzugeben. Gesprochen wurde über Trends und Erfahrungen und der eine oder andere Vortrag war eine gute Gelegenheit um einen Blick „Hinter die Kulissen“ zu werfen. Zudem boten sich auch am Rande der Vorträge ausreichend Möglichkeiten zum Austausch mit Teilnehmern und Speakern.

Ich habe viel Input und Inspiration mitgenommen, hier eine kurze Auswahl einiger Vorträge, die mir gefallen haben: Weiterlesen

Agile UX: Die Zusammenarbeit von UX-Agentur und Kunde muss sich ändern

Das letzte halbe Jahr hat mich zum Nachdenken gebracht – zum einen durch bestimmte Projekte, zum anderen durch Talks auf der UXLX-Konferenz und vor kurzem der MobX in Berlin. Ich würde von meinen Kollegen und mir behaupten, dass wir einen guten Job machen, in Projekten immer unser Bestes geben und dass auch die Ergebnisse stimmen. Aber leider hat unsere Arbeit als UX-Agentur am Ende häufig nicht den erhofften Einfluss auf das Endprodukt, sondern die Erkenntnisse und Empfehlungen bleiben irgendwo auf der Strecke.

Die Gründe dafür liegen hauptsächlich in den organisatorischen Silos, die leider viele Unternehmen prägen. Die Art, wie UX-Agenturen meistens mit Kunden arbeiten, kreiert ein noch viel abgeschotteteres Silo und ist deshalb ineffektiv und ineffizient. Punktuelle, exakt definierte Projekte mit genauen Deliverables sind ein überholtes Modell. Ich glaube es ist Zeit für eine neue Form der Zusammenarbeit von UX-Agentur und Kunden – eine partnerschaftliche und agile UX.

Der Status Quo: Ein Wasserfall von Silo zu Silo

Weiterlesen