Kategorie-Archiv: Methoden & Verfahren

Neues aus dem UX Lab: 101 Dinge, an die man bei der Durchführung von Usability-Tests denken sollte – Teil 2/2

Nach den bereits im ersten Teil der Artikelserie thematisierten Projektphasen: Kickoff und initiale Projektorganisation, Studienkonzeption inkl. Pretest sowie Erhebung folgen nun die Phasen Auswertung und Präsentation der Ergebnisse eines Usability-Tests.
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Website-Performance – der vergessene UX-Faktor

Cover Designing for Performance

Wie stelle ich sicher, dass Konzepter- und UX-Kollegen aus dem Raum laufen? Ich spreche über Caching, DNS Lookups, HTTP-Requests und Minifying.

Leider beherrschen solche technischen Begriffe die Debatte um die Geschwindigkeit von Websites. Und so denken die meisten, dass die Ladegeschwindigkeit etwas ist, worum sich die Techniker kümmern müssen.

Der Haken ist: Die haben sich längst darum gekümmert. Alles ist immer schneller geworden – Server, Modems, Internet-Anbindungen, Computer, Grafikkarten, Browser. Aber jeden Geschwindigkeitszuwachs haben wir Konzepter und Designer gleich wieder zunichte gemacht. Wir setzen so viele Bilder auf die Seiten und das so groß, bis die Seiten wieder so langsam sind wie vorher. Oder noch langsamer.

Und dann sitzen wir in unseren Büros auf den ergonomischen Bürostühlen und testen mobile Websites, indem wir die Browserfenster handbreit zusammenschieben und über die ultraschnelle Glasfaser-Internetanbindung testen.

Mit der Realität der Nutzer hat das wenig zu tun. Die haben ein älteres Android-Modell in der Hand, stehen im überfüllten, wackelnden Bus und versuchen damit, unsere Sites anzusehen.

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Wunschkonzert: Welche Studie soll 2015 noch kommen?

Mann mit Fernglas aus der Nähe

eResult wird in diesem Jahr stolze 15 – wir können auf zahlreiche erfolgreiche Kundenprojekte zurückblicken und freuen uns insbesondere, dass wir mit vielen unserer Kunden eine intensive Zusammenarbeit über die Zeit hinweg pflegen. Das macht natürlich einen Großteil unserer Zeit aus und fordert uns immer wieder im Projektgeschäft heraus.

Parallel haben wir schon immer die Durchführung von eigenen Studien vorangetrieben, die wir dann auch zum Verkauf anbieten. Meist Themen, die im Arbeitsalltag kurz ans Licht kamen und die wir vertiefen wollten, um Wissen aufzubauen. Aber auch neue Entwicklungen, die noch nicht den Massenmarkt erreicht hatten, oder die uns einfach begeistert haben.

Daraus entstand u.a. die seit 2003 mehrfach aufgelegte Imagery-Studie, die letztes Jahr sehr erfolgreich unter dem Namen „Mental Maps“ aufblühte. Dr. Susanne Niklas nutzte Daten von Online-Befragungen in Deutschland und UK, um den erwartungskonformen Aufbau einer Startseite eines typischen Online-Shops zu konstruieren.

Ebenso erwähnenswert ist die „Evaluation Europäischer Bestellprozesse“ von Elske Ludewig, die sich insbesondere auf Standards in Deutschland, Frankreich und Großbritannien konzentrierte und dabei eine Vielzahl von erfolgreichen Shops aus diesen Ländern abdeckte.

Spannend auch der Einsatz der KANO-Methode, um Funktionen zu identifizieren, die ausschlaggebend für die Zufriedenheit der Nutzer und Kunden sind. Ediz Kiratli beschäftigte sich mit „Begeisterungsfaktoren in den Sortimenten Elektronik und Mode“, auch unter Berücksichtigung stationärer und mobiler Endgeräte.

Nun zu 2015: Was liegt in Ihrem Interesse?

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Top-Themen der UX-Welt in den letzten 30 Tagen

UX organisatorisch verankern und leben – Das wollen wir alle doch erreichen. Entweder als Geschäftsführer auf dieser Basis den Unternehmenserfolg dauerhaft ausbauen oder als UX-Professional in einem Unternehmen arbeiten, bei dem das bereits umgesetzt ist.

Der Weg dahin lohnt sich!

Jakob BiesterfeldtJakob Biesterfeldt beschreibt auf absatzwirtschaft.de warum dem so ist und was man tun kann bzw. tun muss, um mit durchdachten Prozessen und geeigneten Methoden & Verfahren erfolgreiche Anwendungen zu entwickeln. In seinem Beitrag: Lohnender Trend: User Experience als Business-Strategie verdeutlicht er, dass dieses Thema – UX organisatorisch verankern – inzwischen ein Thema ist, dem „man“ nicht aus dem Weg gehen sollte.

Der Weg dahin ist nicht leicht!

Inhouse UX’ler haben es nicht leicht: Sie müssen die Nutzer und ihre Anforderungen in den Mittelpunkt stellen, gleichzeitig das geschäftliche nicht vergessen und die Ansprüche von verschiedenen Abteilungen kennen und befriedigen. Puh, nicht leicht. Da heißt es auch „Stakeholder Research“ betreiben. Wie das geht? Hier gibt’s einige Tipps: Understanding Stakeholders Through Research

Was gab’s sonst noch Spannendes für UX’ler?

Ich habe für Sie weitere 9 Link- bzw. Lesetipps zusammengestellt, u.a. zu den Themen:

  • Eye-Tracking richtig einsetzen
  • Marktentwicklung bei Smartwatches – und erste Anzeichen für Killer-Anwendungen
  • UX Tools: 14 bekannte und sich etablierende Tools im Vergleich
  • UX als Erfolgsfaktor bei Airbnb und YouTube

Viel Freude und viele Anregungen mit meinen heutigen 9 Linktipps.

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Pakete – Die neuen Visitenkarten der Online-Shops

Als UX-Researcher bekommen wir bei unserer täglichen Arbeit einen sehr guten Eindruck, mit wie viel neuen Funktionen und Ideen, Online-Shops den Einkaufsprozess für Kunden stetig verbessern wollen. Durch diese Innovationskraft bleibt die Qualität der Shops auf einem hohen Niveau und führt zu nach wie vor steigenden B2C E-Commerce-Umsätzen in Deutschland.

Neben der guten Usability von Online-Shops betonen wir UX-Researcher immer wieder wie wichtig es ist, bei der Optimierung den gesamten Einkaufsprozess im Auge zu behalten. In diesem kurzen Blog-Artikel möchte ich dabei näher auf das Thema Paketdesign eingehen und auf Basis persönlich durchgeführter Online-Einkäufe schildern, inwiefern Pakete die User Experience beim Einkauf steigern können. Weiterlesen

Personas im Einsatz – Vermittler von Empathie im gesamten Unternehmen

Dieser Beitrag wurde von Eva-Maria Schön und Maria Rauschenberger zusammen erstellt.

Seit mehreren Jahren beschäftigen wir (Eva und Maria) uns mit dem Artefakt Persona. Dabei fokussieren wir uns oftmals auf den erfolgreichen Umgang mit Personas in der Entwicklungsabteilung. Wir wissen was Personas sind und Ihr wahrscheinlich auch – falls nicht, können wir unsere Linksammlung am Ende des Blogbeitrags sehr empfehlen.

Welche Herausforderung sehen wir in Unternehmen?

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Autonomes Fahren – Allerheilmittel gegen schlechte Usability im Fahrzeug?

Sollten Blinde auch Auto fahren können? Laut Google ist das eines der Visionen, die sie mit ihrem selbstfahrenden Fahrzeug verfolgen. Vor etwa zwei Wochen verkündete Google auf ihrem Blog, dass sie ab diesem Sommer ihre selbstfahrenden PKWs in Kalifornien in realen Bedingungen testen dürfen. Ziel dieses Projekts sei es zudem, nicht nur dem Fahrer zu wertvoller Zeit zu verhelfen, sondern auch bis zu 94 Prozent der Unfälle, deren Ursache beim Menschen selbst liegt, zu verhindern.

Letzteres klingt sehr ambitioniert, aber nicht unrealistisch. Schaut man sich Studien für Unfallursachen an, wird schnell klar, dass Ablenkung vom Fahren einen hohen Anteil hat. Weiterlesen

Forschen bedeutet fragen, fragen und nochmals fragen – und dafür liefern wir die richtigen Personen

Fragezeichen

Feedback einholen, Kern einer jeden Marktforschung, essentiell bei der Berücksichtigung eines User Centered Design–Ansatzes. Doch woher bekommt man eigentlich geeignete Testpersonen?

Klar, am Anfang fragt man zuerst einmal Kollegen oder Freunde – aber mal ehrlich: Haben die Kollegen einen neutralen Blick auf den Prototypen oder die neu erdachte Schokoladenmarke? Gehören die Freunde wirklich zur Zielgruppe der Website oder des Luxus-Autos?

An dieser Stelle kommt oft ein (Online-)Panel ins Spiel, über das schnell und bequem Interview-Partner, Teilnehmer für Fokusgruppen oder auch größere Stichproben gewonnen werden können. Auch eResult betreibt ein eigenes Panel, das bereits seit der Firmengründung im Jahr 2000 aufgebaut wird und stets weiter wächst. Weiterlesen

Deutschand(s)-Personas: 4 repräsentative Online-Shopper-Typen

Chef
„Wir brauchen unbedingt einen Live-Chat. Unsere Nutzer werden ihn lieben, in Facebook darüber berichten und auch die Fachpresse wird uns feiern“.

Mitarbeiter
„Das braucht kein Kunde. Lassen wir ihn weg, er stört nur.“

Chef
„Aber es ist doch super cool. Keiner unserer Wettbewerber bietet vergleichbares. Und ich hab so was schon oft selbst genutzt.“

Mitarbeiter
„Okay. Sie sind der Chef. Machen wir’s halt.“

Ein typischer Schluss von sich selbst auf andere, in diesem Fall auf Kunden und Nutzer eines Online-Shops.

n=1 ist in der Regel jedoch nicht ausreichend. Es ist wichtig sich in alle seine Nutzer und Kunden hineinversetzen zu können und eine konkrete Vorstellung von deren Eigenheiten, Wünschen, Erfahrungen und Verhalten zu haben.

Nur so entstehen nutzerfreundliche Anwendungen und erfolgreiche Online-Shops.

Black Box
Doch, mal ehrlich: Kennen Sie Ihre Online-Shop-Besucher wirklich? Richtig gut? Oder ist Ihr Bild von Ihren Shop-Besuchern eher verschwommen, unklar und vor allem ohne Aussagegehalt für Entscheidungen?

Für all jene, die hier mit Ja antworten, haben wir Deutschlands Shop-Personas entwickelt. Weiterlesen

Neues aus dem UX Lab: 101+ Dinge, an die man bei der Durchführung von Usability-Tests denken sollte – Teil 1/2

Fragen

Nach Beauftragung durch den Kunden und die interne Übergabe durch den Key Accounter / Vertriebler gibt es für den Projektleiter (Senior UX Consultant) eine Menge zu tun. Das Kundenprojekt soll schließlich – vom Kickoff, über die Studienkonzeption und Erhebung bis hin zur Auswertung, Berichtslegung und Präsentation der Ergebnisse – erfolgreich durchgeführt werden.

Mein letzter Artikel zum Thema DIY von Usability-Tests ist 2009 entstanden. Grund genug, eine aktualisierte Checkliste aufzustellen, die dabei hilft, an alle wichtigen Arbeitsschritte zu denken und die alltäglichen Fallstricke in unserem Business zu meiden. Die entsprechenden Fähigkeiten (Methodenkompetenz und Social Skills) sowie das nötige Equipment einmal vorausgesetzt, gehe ich auf die ersten drei Projektphasen eines Usability-Test im Labor (N=20, 60min.) ein. Weiterlesen