Kategorie-Archiv: Methoden & Verfahren

User Stories – weniger Schreiben, mehr Gestalten

Jeder, der schon einmal ein Projekt mit mehr als drei, vier Leuten umgesetzt hat, kennt das Dilemma: Entweder, man verbringt viel Zeit damit, Dinge aufzuschreiben, oder es entstehen immer wieder Missverständnisse, die Zeit und Nerven kosten.

Und dass Planung das ist, was erfolgreiche von gescheiterten Projekten unterscheidet, das hat sich mittlerweile herumgesprochen.

Bei jedem Web- und Software-Projekt entstehen ungezählte Dokumente: Angebote, Kalkulationen, Spezifikationen, Aufgabenbeschreibungen, Grobkonzepte, Feinkonzepte, Designkonzepte, Scribbles, Wireframes, Prototypen, Präsentationen, Testkonzepte, Testberichte, Reviews – und natürlich etliche Präsentationen und jede Menge E-Mails.

Der UX-Experte Jeff Gothelf geht sogar so weit zu sagen, wir seien im Dokumenten-Geschäft ("deliverables business"). Und in der Tat werden wir immer noch von vielen Kunden, Chefs und Kollegen nach dem beurteilt, was wir abliefern: Überzeugende Dokumente, gelungene Präsentationen, ordentliche Dokumentation.

Das heißt, wir alle sind viel zu stark auf die Mittel zum Zweck fixiert. Denn nichts anderes sind all diese Dokumente. Steht am Ende ein erfolgreiches Produkt, interessieren niemanden mehr die ganzen Dokumente, für die wir so viel Zeit aufgewandt haben.

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Top-Themen der UX-Welt in den letzten 30 Tagen

Google vs. Apple – Brille vs. Uhr – Arbeitsleben vs. Privatleben.
Wird es so kommen: Smartwatches für den Privatmann/-frau und Datenbrillen für den Einsatz im Arbeitsleben?

Vieles spricht derzeit dafür – und scheint auch plausibel. Es ist schwer vorstellbar, dass sich eine Datenbrille als „Accessoire“ durchsetzen wird/kann. Google hat das sicher auch schon erkannt und wird über kurz oder lang mit seinen Lösungen in die Arbeitswelt vordringen bzw. sich dort etablieren.

Datenbrille

Spannend zu sehen, dass wieder einmal die Logistik-Branche hier Vorreiter ist. Und wieder einmal DHL/Deutsche Post. DHL hat in einem Distributionszentrum in den Niederlanden den Einsatz von Datenbrillen und Augmented-Reality-Anwendungen getestet. Das Ergebnis: Eine 25-prozentige Effizienzsteigerung beim Auffinden von Artikeln und deren Verwaltung im Bearbeitungsprozess. Wow!

Viele weitere Anwendungen sind gerade im Arbeitsleben denkbar, z. B. in der Fertigung, so dass Google hier ganz sicher einen dankbaren und großen Markt vorfinden wird. Wir können gespannt sein wie sich dieser entwickelt.

Was gab’s sonst noch Spannendes für UX’ler im ersten Monat des Jahres 2015?

Nicht ganz so viel, wie zum Jahresende, dennoch konnte ich einige interessante Artikel im Web für Sie finden, z. B. zu den Themen Wearables/mHealth, Card-Sorting, Konversionsoptimierung durch Warenkorb-Layer, Alternativen zu Captchas und Trend-Videos im Web-Design als Hintergründe einzubinden.

Viel Freude und viele Anregungen durch meine 9 Linktipps aus dem Januar 2015.

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10 Tipps fürs Usability Testing mit Kleinkindern: Herausforderung – aber ein Riesenspaß!

Kind am Smartphone

Stell dir vor, es ist Montagmorgen 8:30 Uhr, du bist im Büro, es regnet, die Kollegen sitzen wortlos arbeitend an ihren Computern … und auf einmal läuft ein kleiner 3-jähriger Junge rein. „Ooooohhhh, wie süüüüß! Den möchte ich behalten. Die Stimme… einfach knuffig!!!“ So oder so ähnlich hat es sich vor ein paar Wochen bei uns abgespielt. Ein Usability-Test einer Lern-App mit Kleinkindern zwischen zwei und fünf Jahren bei eResult. Natürlich sind wir nicht alle auf ihn losgestürmt. Aber es waren auf jeden Fall zwei besondere Tage mit insgesamt 12 Kindern zwischen 2 und 5 Jahren und dem ein oder anderen Aufkommen von Muttergefühlen.

Außer der schönen Erinnerung an die vielen süßen Kinder (und natürlich auch sehr netten Eltern), haben wir aus vorhergegangenen und diesem Test wieder viel gelernt und möchten dies heute mit euch teilen. Weiterlesen

Onlineforschung: Ratingskalen – kommt zufrieden vor unzufrieden?

Wird über die Verwendung von Ratingskalen diskutiert, so dreht sich die Debatte meist über die absolute Anzahl der Bewertungsstufen: gerade oder ungerade, und dann, 5 vs. 7 oder 6 vs. 8 Stufen? Was eher selten Gegenstand der Diskussion ist: Was steht eigentlich über Stufe 1? Ich stimme zu/bin zufrieden? Oder eher das Negativum: stimme nicht zu/bin unzufrieden? Weiterlesen

Top-Themen der UX-Welt in den letzten 30 Tagen

2014 geht, 2015 ist da!

Auf diesem Wege wünsche ich Ihnen alles Gute für 2015, vor allem Gesundheit und viel Zeit für Zufriedenheit.

Bleiben Sie uns treu und empfehlen Sie uns gern weiter.

Auch für den Dezember gibt es von mir wieder 9 Linktipps aus zahlreichen Fundstücken meiner Wissenserkundungen im Web. Die Highlights dieses Mal: Studienbericht zur Psychologie des Bewertens (Wer gibt warum Kundenbewertungen auf Websites ab?), eine Toolvorstellung zur einfachen Durchführung von heuristischen Evaluationen und 32 UX Mythen in Wort & Bild.

Natürlich gibt es auch einen Linktipp zu einem Trendartikel 2015. Das darf bei einem Dezember Top-Themen Artikel nicht fehlen. Ebenso wie ein Rückblick auf 2014.

Was waren Ihre Top-Themen 2014?

Für mich waren das vor allem diese:

  • Hamburger Menü,
  • Inhouse UXler (Wie arbeiten Sie, was brauchen Sie von Externen?),
  • Internet der Dinge,
  • Responsive Designs,
  • Personalisierung,
  • Wearables.

Aus meiner Sicht ein sehr spannendes und abwechslungsreiches Jahr. Hoffe 2015 wird ähnlich!

Nun aber zu meinen Fundstücken:
Viel Freude mit meinen 9 Linktipps aus dem Dezember 2014.

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Neues aus dem UX Lab: Anregung zum Thinking Aloud, Realistische Aufgabenstellung und Eyetracking

Zum Jahresende möchte ich Ihnen 3 Tipps mit auf den Weg geben, die Sie gerne zwischen den Jahren vertiefen können: Es geht um den Einsatz eines Videos zur Qualitätsverbesserung des Lauten Denkens bei Einzelexplorationen, 6 Möglichkeiten realistische Aufgaben in Usability-Tests zu stellen und um das neue Eyetracking-Buch von Jennifer Romano Bergstrom und Andrew Schall. Weiterlesen

Mobile First: Rubrik – Neu Eingetroffen

Der heutige Blogbeitrag beschäftigt sich mit der Frage, welche Funktionen auf mobilen Endgeräten eher von Interesse sind im Mode-Segment. Dazu stelle ich Ihnen einen Auszug aus unserer aktuellen Kano-Studie für Online-Shops vor.

Neu Eingetroffen – Das ist gemeint

Auf den größeren Online-Shops lässt sich immer häufiger beobachten, dass neu eingetroffene Waren auf einer separaten Präsentationsfläche im Shop prominent beworben werden. Während H&M dies noch recht klassisch in einem Untermenü („Neuheiten“) präsentiert, gehen Zalando und Esprit neuere Wege. Weiterlesen

Zielgruppenorientierte Forschung im mobilen Kontext

Bei der Durchführung von Usability oder User Experience-Tests mit Teilnehmern aus den Zielgruppen einer Website, Software oder App ist ein wichtiger Faktor das hohe Involvement der Testpersonen. Denn zum einen ist das persönliche Involvement wichtig, das sich durch die Rekrutierung sicher stellen lässt. Situativ. Nur wenn das stimmt, lassen sich realistische Kontakt-Situationen bei der Bearbeitung von Use Cases während des Interviews herbeiführen, so dass dann auch das situative Involvement hoch ist. Die Testperson sollte sich gut in die Rolle hineinversetzen können, z. B. eine Hausratversicherung abzuschließen, eine Reise zu buchen oder ein Auto zu kaufen. Der Untersuchungsgegenstand muss in jedem Fall von Interesse sein und ein effizienter Umgang bzw. fehlerfreie und schnelle Interagieren mit diesem. Weiterlesen

Top-Themen der UX-Welt in den letzten 30 Tagen

Weihnachtszeit = Uhrenzeit. Ich persönlich finde klassische Uhren sehr schön (und hab schon oft über eine Taschenuhr nachgedacht) – und kann mich daher überhaupt nicht mit einer Smartwatch anfreunden.

Wearables

Konnte das aber auch nicht mit den so genannten „Pocket-PCs“ (PDA) – und heute nehme ich „mein“ Smartphone nahezu überall (!) mit hin. Also in 5 Jahren dann nichts mit einer Glashütte-Uhr, stattdessen eine Smartwatch am Handgelenk? Wahrscheinlich.

Als UXler hat das ja auch Vorteile: Ein neues spannendes Forschungs- und Gestaltungsfeld. Und Anlass sich damit frühzeitig zu beschäftigen. Wie stellen wir Inhalte auf einer Smartwatch dar, wie gestalten wir einen Bestellprozess? Jede Menge Fragen. Antworten darauf gibt’s sicherlich 2015. Und darauf freue ich mich schon jetzt.

Für alle die schon einmal „in die Tiefe“ der Konzeption und Umsetzung von Smartwatch-Anwendungen einsteigen wollen empfehle ich den Linktipp von Jens Jacobsen: A Day with iWatch.

Neben der iWatch gab’s weitere spannende UX Themen in den letzten Tagen. Meine heutigen Lesetipps bieten Fundstücke zu: Persona-spezifischen Analysen von Tracking-Daten, zeigen Daten zum E-Commerce und zur Webnutzung in 56 Ländern auf (Online-Consumer Barometer) und bieten euch viele Argumente gegen Parallax Scrolling. Und natürlich auch einen Trendartikel für 2015.

Viel Spaß beim „Dazulernen“.

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Angebot von Zubehör: Wie relevant auf dem Desktop oder im mobilen Shop?

Im heutigen Blogbeitrag möchte ich Ihnen gerne ein Ergebnis der Kano-Studie für Online-Shops aus dem Elektroniksegment näher bringen. Konkret geht es um die unterschiedliche Beurteilung von Funktionen bzw. Inhalten bei der Nutzung auf stationären (z. B. Desktop-PC) oder mobilen Endgeräten (z. B. Smartphone). Weiterlesen