Archiv der Kategorie: Methoden & Verfahren

Mit dem Notizblock im Labor: Interviewer = Protokollant – funktioniert das?

Interviewerin und Protokollant in Doppelrolle

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Die Idee entstand wie so viele gute Ideen: bei einem Feierabendbier mit Kollegen. Wir sprachen über vergangene Projekte und interessante Tests, die wir erlebt hatten. Irgendwann kam auch das Thema Protokollieren zur Sprache. Ich trat dabei auf als Verfechterin einer klaren Trennung der einzelnen Rollen: der Interviewer soll sich rein auf die Testaufgaben und Antworten des Probanden konzentrieren können und daher keine weiteren Aufgaben wie das Protokollieren übernehmen. Meine Kollegen hielten dagegen. In vergangene Projekten hatten sie zwangsläufig beide Rollen gleichzeitig innegehabt, beispielsweise weil das Budget stark limitiert war oder im Testgegenstand im Automobilbereich einfach kein Platz für eine zweite Person und keine Übertragungsmöglichkeit bestand. Sie berichteten davon die Tests in dieser Doppelrolle durchaus geschätzt zu haben und fokussiertere Interviews geführt zu haben. Ich hatte aber auch schon Stimmen von anderen Kollegen gehört, die von chaotischen Tests und Problemen im Anschluss an den Test bei der Auswertung sprachen. Anlass für die Forscherin in mir, das mal zu untersuchen. Weiterlesen

Wie intuitiv bedienbar ist Ihre Website?

Was hat denn „Intuition“ mit Usability zu tun? Ist es für die User Experience relevant, ob eine Website intuitiv bedienbar ist? Rein intuitiv beantworten Sie die zweite Frage bestimmt mit Ja. Denn User Experience umfasst nicht nur die Gebrauchstauglichkeit eines Produktes, sondern auch das gesamte Erleben des Nutzers. Und dazu zählt eben auch, inwiefern eine Website intuitiv bedienbar ist. Es lohnt sich, dass Sie sich die Fragen stellen: Ist meine Website intuitiv bedienbar? Und wie kann ich das messen? Weiterlesen

Der Nutzer gibt Ihnen fünf Sekunden: wie Sie den ersten Eindruck Ihrer Webseite optimieren

5 Sekunden Test

Wie ziehen Sie Seitenbesucher vom ersten Augenblick an in den Bann Ihrer Webseite? Sie haben nicht viel Zeit dazu. Innerhalb der ersten fünf Sekunden muss Ihre Webseite die beabsichtigte Botschaft übermittelt haben. Eine Methode, die an dieser empfindlichen Stelle des Interaktionsablaufs ansetzt, ist der 5 Sekunden Test. Erfahren Sie im Folgenden mehr darüber, was im ersten Eindruck wirkt, wo die Methode ansetzt und wie sie funktioniert.
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Live dabei und doch an einem anderen Ort: Mit diesen Tipps wird das Live-Streaming des Usability-Tests ein voller Erfolg!

Thorsten Wilhelm hat vor ein paar Monaten die Alternativen zu dem klassischen Beobachten vor Ort vorgestellt: Highlight-Videos oder Gesamtmitschnitte eines vorher durchgeführten Usability-Tests im Nachhinein mit den Kollegen im Büro anzusehen, kann zwar auch kurzweilig sein, das Erstellen solcher gut gemachten Videosequenzen benötigt jedoch Zeit und Budget.
Als Alternative bietet sich hier ein Live-Streaming an! Man spart sich die Reise zum Erhebungsort und kann dennoch in Echtzeit die Erhebung mitverfolgen. Weiterlesen

Basiswissen Card Sorting – Alles was Sie wissen müssen

Orientierung bieten und Auffindbarkeit sichern – darum geht es bei der Gestaltung von Anwendungen im Kern. Ein zentraler Erfolgsfaktor dafür: Eine nutzerfreundliche Informationsarchitektur. Doch wie können bei der Entwicklung einer Informationsarchitektur die Nutzer einbezogen werden? Die Antwort ist Card Sorting.

In dem Themendossier – „Basiswissen Card Sorting – nutzerzentriert Informationsarchitekturen entwickeln“ – beantworte ich Ihnen als eResult’s Experte für Informationsarchitektur und Card Sorting die häufigsten Fragen, die zu diesem Thema aufkommen. Weiterlesen

User Stories: Link- und Literaturtipps

Als Leser dieses Artikels (Rolle) möchte ich eine gute Auflistung zum Thema „User Stories“ bekommen (Wunsch), um schnell an weiterführende Informationen zu kommen (Nutzen).

Wenn Ihnen diese Struktur bekannt vorkommt, können Sie gleich zu den Literaturtipps weiterscrollen. Für alle anderen eine kleine Einführung.

Buchtipp: User Story Mapping von Jeff Patton

Buchtipp: User Story Mapping von Jeff Patton

User Stories sind kurze Beschreibungen, die die Bedürfnisse des Nutzers in Bezug auf ein Produkt festhalten und somit implizite Anforderungen für das Produkt enthalten. Ein häufiger Aufbau ist dabei entsprechend dem Anfangsbeispiel folgender:

  1. Rolle: die Beschreibung des Nutzers, aus dessen Perspektive die User Story formuliert wird
  2. Wunsch: die Beschreibung des Wunsches des Nutzers an das Produkt
  3. Nutzen: die Beschreibung des Nutzens, den das Erfüllen des Wunsches dem Nutzer bringt

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Schritt für Schritt zur nutzerzentrierten Informationsarchitektur (Teil 2/2) – Evaluation und Iteration

Evaluation und Iteration der Informationsarchitektur im GesamtprozessIm ersten Beitrag dieser zweiteiligen Reihe habe ich bereits beschrieben, wie ein nutzerzentriertes Vorgehen zur Entwicklung der Informationsarchitektur aussieht: Basierend auf einer Analysephase und dem Research durch ein Card Sorting wird die erste Version der Informationsarchitektur entwickelt.

Diese erste Version sollte aber nicht einfach auf gut Glück umgesetzt werden. Viel mehr ist es nach den Prinzipien des User Centered Design wichtig, die entwickelte Struktur mit echten Nutzern zu evaluieren, Probleme zu finden und sie iterativ weiterzuentwickeln. Für die Evaluation einer Informationsarchitektur gibt es die spezielle Methodik des Tree Testings, aber auch Usability-Tests können eingesetzt werden. Wie das genau funktioniert erkläre ich in diesem zweiten Teil der Beitragsreihe. Weiterlesen

Expertenevaluation: Wie setze ich sie richtig ein?

Zu den beliebtesten Methoden der Usability-Evaluation gehört die Expertenevaluation. Sie ist eine der am häufigsten eingesetzten Methoden. Die Gründe dafür sind vielfältig, die Methode benötigt keine Forschungsinfrastruktur, Ergebnisse sind schnell verfügbar, sie ist unabhängig von Probanden und sie ist zudem im Budget in der Regel unterhalb eines Use-Labs anzusiedeln. Die Methode im eigenen Unternehmen durchzuführen hat allerdings auch ihre Tücken, so können Tester befangen sein und unterliegen schwerwiegenden Denkfehlern, die sich negativ auf die Qualität der Testergebnisse auswirken.

Die Durchführung der Methode kommt ohne Tools aus, braucht wenig Vorbereitung und ist in der Durchführung einfach. Eine unabhängige Person versetzt sich so gut es geht in die Lage des Nutzers und bewertet den Untersuchungsgegenstand. Dabei werden zwei unterschiedliche Herangehensweisen unterschieden. Weiterlesen

5 häufige Fehler bei agilem UX-Testing und wie sie vermieden werden können

Ineinandergreifende Zahnräder Agil ist „in“ – und das ist gar nicht abgedroschen gemeint. Wir beobachten, dass immer mehr Entwicklungsprozesse mit kürzeren Zyklen bzw. Sprints und unter Einbeziehung verschiedener Abteilungen und Zuständigkeiten durchgeführt werden. Zumindest gibt es den Wunsch, dies zu tun. Es funktioniert nicht immer nach dem gleichen Schema und manchmal ist es auch mehr Wunsch als Wirklichkeit. Aber immerhin wird im Zuge der Umstellung von Entwicklungsprozessen auch versucht, Usability und User Experience stärker in diese Prozesse zu integrieren. Nicht der eine große Test am Ende, sondern mehrere kleine, am besten in jeder Entwicklungsphase, sollen es sein. Doch auch hier gibt es neben zahlreichen Chancen auch einige Stolperfallen und Probleme. Weiterlesen