Archiv der Kategorie: Methoden & Verfahren

Das Internet erobert die Drogeriebranche

Beim Thema E-Commerce fallen einem in der Regel eher die großen Player wie Amazon, Otto oder Zalando ein. Der Internethandel hat bereits eine Vielzahl an Branchen erobert und ist beim Kauf von Flügen, Hotels, Medien aller Art, Elektrogeräte und Mode der favorisierte Kanal. Die Drogeriebranche hat sich mit dem Einstieg ins Internet lange Zeit gelassen. Erste Versuche scheiterten bzw. wurden schnell wiedereingestellt. Seit einigen Jahren sind nahezu alle großen Drogerieketten im Internet vertreten und es ist an der Zeit diese Branche im usabilityblog.de etwas näher zu betrachten. Weiterlesen

Nähe und Entfernung – Auswertung von offenem Cardsorting

Bei der Neukonzeption der Informationsarchitektur einer Webseite über ein offenes Cardsorting werden die Inhaltselemente zunächst möglichst vollständig erfasst. Die Benennungen der Elemente werden aufgenommen. Dann werden von Probanden aus den Elementen Gruppen gebildet und diese benannt. Über Beobachtung und Befragung werden zusätzliche qualitative Daten generiert. Aus diesen Daten soll eine Informationsarchitektur entstehen, die dem mentalen Modell des Nutzers möglichst gut entspricht und ihn in seiner Suche nach Inhalten unterstützt. Das Ergebnis ist nichts anderes, als eine nutzerzentriert geschaffene Klassifikation der Inhalte. Die reine Erhebung der Daten über ein Cardsorting ist denkbar einfach. Die Kunst der Methode liegt aber im Übergang von den Daten zum Entwurf der Informationsarchitektur. Hierauf soll in diesem Beitrag genauer eingegangen werden. Welche Besonderheiten haben die Daten aus einem offenen Cardsorting? Wie können Tools wie die Similarity Matrix und Dendogramme eingesetzt werden? Inwieweit können Erkenntnisse aus dem Bereich der Klassifikation den Vorgang der Entwicklung einer neuen Informationsarchitektur unterstützen? Weiterlesen

Es ist Zeit, dass wir uns trennen: Wann sollten Personas erneuert werden?

Von Anna trennen? Das kann manchmal die richtige Entscheidung sein.

Von Anna trennen? Das kann manchmal die richtige Entscheidung sein.

Es gibt in der Arbeit als UXler häufig Situationen in denen es sehr emotional werden kann. Zum Beispiel, wenn im UX-Test der neue Prototyp von den Probanden überhaupt nicht verstanden wird und die Entwickler bibbernd zusehen. Oder man der Designabteilung erklären muss, dass die neue Farbwahl sehr schön ist, aber keinerlei Standards im Sinne der Barrierefreiheit erfüllt. Besonders emotional kann es werden, wenn man andeutet, dass es Zeit für neue Personas ist… Weiterlesen

Musik und User Experience: Synthesizer mit Gesten steuern

Musik und Human-Computer Interfaces

Musik und Human-Computer-Interaction ist ein wirklich großartiges Schnittfeld (wenn man meiner persönlichen Meinung glauben mag). Zur Präsentation eines frühen Prototypen meines aktuellsten Musik-HCI Projekts, wurde ich dieses Jahr an die University of Sussex im Süden Englands eingeladen. Dort fand das Designing Interfaces for Creativity Symposium statt. Weiterlesen

Erst Ergründen dann Quantifizieren – Einsatzgebiete und Grenzen von quantitativen Umfragen

„In welchen Situationen nutzen Sie eine Navigationsapp?“ Umfragen sind eine wichtige Methode für viele Untersuchungsgegenstände. Personas können definiert, Motivatoren erkannt und wichtige Inhalte und Funktionen einer Webseite identifiziert werden. Nicht jede Fragestellung lässt sich jedoch direkt über Umfragen beantworten. Häufig ist es sinnvoll, über einen Methodenmix eine qualitative Studie vorzuschalten und so die Qualität der Umfrage über eine genauere Kenntnis des Themas zu erhöhen. Im obigen Beispiel können erschöpfende Antwortvorgaben nur angeboten werden, wenn bereits Erkenntnisse zum Nutzungskontext vorliegen. Wird ein offenes Textfeld als Antwortoption angeboten, ist die Auswertung sehr mühsam und ein Nachfragen und Vertiefen ist nicht möglich. Erkenntnisse aus einem qualitativen Interview geben dagegen differenzierte Antworten zur Frage des Nutzungskontextes und der damit verbundenen Bedürfnisse und Anforderungen. Diese können dann in einer quantitativen Befragung mit größerer Stichprobe verifiziert und in ihrer Wichtigkeit und Häufigkeit bewertet und priorisiert werden. Im Folgenden werden die wichtigsten Einsatzbereiche von quantitativen Umfragen zusammengetragen. Es wird die Frage beleuchtet, wann ein quantitativer Ansatz sinnvoll ist und wann eine Methodenkombination zu empfehlen ist. Weiterlesen

Usability-Forschung im agilen Kontext: Wie können wir sie besser integrieren?

Bevor ich angefangen habe hier bei eresult zu arbeiten, habe ich einige Jahre als Product Owner verbracht. Bei verschiedenen Unternehmen konnte ich diverse agile Ansätze einsetzen und stehe jetzt wieder mit beiden Beinen im Forscherleben. Was ich in der Zeit beobachten konnte und auch jetzt noch aus Gesprächen mit Kunden und Kollegen mitnehme ist, dass viele Unternehmen, die agil arbeiten die Usability-Forschung nicht oder nur sehr wenig in ihre Entwicklungs-Iterationen einbringen. Natürlich gilt das nicht für alle Unternehmen, allerdings gibt es einige, die wenig oder kaum Forschungsaufwand betreiben. Schaut man sich den Schwerpunkt auf dem Stellenmarkt der UX-Welt an, dann liegt dieser im UX-Design und die Forschung muss noch etwas aufholen. Weiterlesen

Unterschied UX und Usability am Beispiel der Nutzung einer Kaffeemaschine

Das Beispiel einer neuen Kaffeemaschine zeigt uns, weshalb UX und Usability nicht dasselbe sind – vor allem die UX als allumfassendes Konstrukt benötigt andere Methoden, um sie zu erfassen. Usability und User Experience werden häufig inflationär vertauscht – meist wird UX (User Experience) geschrieben, gemeint wird jedoch die Usability. Anhand der Neuanschaffung einer Kaffee-Kapsel-Maschine bei eresult zeigen wir Ihnen in Form eines Inhouse-Tests die Methoden und Fragestellungen, die wir zum einen zur Erfassung der Usability, aber auch zur Erfassung der User Experience verwenden würden. Weiterlesen

VR – Einsatzmöglichkeiten & UI-Konzepte

Screenshot Wayward Sky

Auch die Werkzeuge, die dem Nutzer in VR zur Verfügung stehen, müssen wir ihm teilweise zeigen. Hände sind hier eine Metapher, die gut funktioniert, weil sie in der Tat von der Natur vorgegeben ist. Es kommt nur auf eine Umsetzung an, die sich auch natürlich anfühlt.

Vor ein paar Tagen habe ich hier im Blog beschrieben, warum Virtual Reality (VR) so ein spannendes Feld für Konzeption und UX ist. Darin ging es vor allem um die heute verfügbare Hardware und die Steuerungsmöglichkeiten (siehe Virtual Reality – worauf dürfen wir uns freuen?)

Wer denkt, VR ist nur etwas für Spiele, für den habe ich ein paar Beispiele, wo überall noch VR in den nächsten Jahren Einzug halten wird. Und schließlich ein paar hoch interessante Beobachtungen dazu, wie man Benutzeroberflächen in der virtuellen Realität umsetzt – ganz anders als man zunächst denkt.

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Basiswissen Remote-Testing – Alles was Sie wissen müssen

Ein Usability-Test zur Überprüfung der User Experience eines Produkts gehört zum Kern des User Centered Designs. Dabei ist das Nutzerfeedback im Entwicklungsprozess ein entscheidender Faktor für den späteren Erfolg eines Produkts. Um UX-Testing schnell und mit einer möglichst großen Stichprobe in die komplexen Prozesse der Produktentwicklung zu integrieren, suchten viele Unternehmen nach einer effizienten Möglichkeit ihre Produkte zu testen. Folglich wurde der Online durchführbare Remote-Usability-Test geboren. Die Besonderheit dieser Methode ist, dass die Probanden von ihrem eigenen Rechner zu Hause oder am Arbeitsplatz am Test teilnehmen und sich demzufolge in ihrem natürlichen Umfeld befinden. Dadurch ist der Ablauf eines Remote-Tests deutlich schneller als der Ablauf eines klassischen Usability-Tests im Labor und passt daher besonders gut in die meist eng terminierten Prozessschritte der agilen Produktentwicklung.

Ist der Remote Usability-Test demnach das perfekte Werkzeug für die Usability-Analyse? Im Themendossier „Basiswissen Remote-Testing“ helfe ich Ihnen diese Frage zu beantworten und erkläre Schritt für Schritt wie ein Remote Usability-Test durchgeführt wird. Weiterlesen

Virtual Reality – worauf dürfen wir uns freuen?

VR-Brille Playstation VR

Wir blicken in eine Zukunft, die viele neue Bedienkonzepte mit sich bringt. VR z.B. erfordert Umdenken bei klassischen Menüs und Buttons.

Wir leben in aufregenden Zeiten. Mehr und mehr Technik zieht in unsere Büros und Fabriken ein, in Autos und in unsere Wohnzimmer. Die Vielfalt an Bedienoberflächen nimmt stetig zu und jedes neue Gerät bringt neue Herausforderungen aus Sicht der User Experience mit sich. Wie können wir als UX-Designer und Konzepter hier Schritt halten? Indem wir uns einlassen auf die neuen Geräte, ausprobieren, was geht und sehen, wie Kollegen die Herausforderungen angehen.

Ich habe mir nun genau angesehen, wie Nutzer die virtuelle Realität (VR) steuern können – und dabei viele herkömmliche Konzepte gefunden, die unterschiedlich gut funktionieren und einige neue Ansätze, die hoch spannend sind.

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