Archiv der Kategorie: Methoden & Verfahren

Quant + Qual – Ein effektives Methodenteam

Der idealtypische nutzerorientierte Gestaltungsprozess (UCD-Prozess) unterscheidet (zum Glück) nicht zwischen quantitativen und qualitativen Methoden. Je nach Prozessschritt und Fragestellung können UX-Professionals aus einer Vielzahl an Methoden auswählen. Jedoch zeigt ein Blick auf typische Messen aus Marktforschung oder UX, dass der gleichwertige und gemeinsame Einsatz von Quant und Qual noch weiter reifen kann. Auf der R&R in München sind traditionsgemäß MaFo-Institute zu finden mit starkem quantitativen Fokus; auf der MUC oder dem WUD stehen wiederum UX- und Design-Themen im Fokus mit häufig qualitativem Background – und beim aktuellen Trendthema „Big Data“ werden qualitative Methoden gar nicht mehr eingesetzt.

Dies ist Schade, weil der kombinierte Einsatz beider Methoden (Mixed Method) zu insgesamt besseren Ergebnissen führt, nicht komplizierter/zeitintensiver in der Umsetzung ist und dadurch letztendlich sicherere Entscheidung bietet. Im folgenden Blog-Beitrag werde ich mögliche Einsatzgebiete aufzeigen wie hilfreich der Mixed Method-Ansatz sein kann. Weiterlesen

Lost in Information? Schwachstellen von Informationsarchitekturen expertenbasiert identifizieren

In meinem Themendossier „Basiswissen Card Sorting – Alles was Sie wissen müssen“ habe ich beschrieben wie Sie eine Informationsarchitektur nutzerzentriert evaluieren können. Die darin vorgestellten Varianten des Card Sortings helfen Ihnen besser zu verstehen, inwiefern Ihre Nutzer mit der Informationsarchitektur Ihrer Anwendung zurechtkommen.

Cognitive Walkthroughs und heuristische Evaluationen

Es ist jedoch nicht immer Zeit für ein Card Sorting. Außerdem ist es häufig nötig die Qualität einer Informationsarchitektur erst einmal einzuschätzen, um festzulegen welche Merkmale der Informationsarchitektur mit den Nutzern besonders unter die Lupe genommen werden sollten. Bei dieser ersten Einschätzung hilft eine heuristische Evaluation. Weiterlesen

Mit dem Notizblock im Labor: Interviewer = Protokollant – funktioniert das?

Interviewerin und Protokollant in Doppelrolle

Quelle: Fotolia.com/master1305

Die Idee entstand wie so viele gute Ideen: bei einem Feierabendbier mit Kollegen. Wir sprachen über vergangene Projekte und interessante Tests, die wir erlebt hatten. Irgendwann kam auch das Thema Protokollieren zur Sprache. Ich trat dabei auf als Verfechterin einer klaren Trennung der einzelnen Rollen: der Interviewer soll sich rein auf die Testaufgaben und Antworten des Probanden konzentrieren können und daher keine weiteren Aufgaben wie das Protokollieren übernehmen. Meine Kollegen hielten dagegen. In vergangene Projekten hatten sie zwangsläufig beide Rollen gleichzeitig innegehabt, beispielsweise weil das Budget stark limitiert war oder im Testgegenstand im Automobilbereich einfach kein Platz für eine zweite Person und keine Übertragungsmöglichkeit bestand. Sie berichteten davon die Tests in dieser Doppelrolle durchaus geschätzt zu haben und fokussiertere Interviews geführt zu haben. Ich hatte aber auch schon Stimmen von anderen Kollegen gehört, die von chaotischen Tests und Problemen im Anschluss an den Test bei der Auswertung sprachen. Anlass für die Forscherin in mir, das mal zu untersuchen. Weiterlesen

Wie intuitiv bedienbar ist Ihre Website?

Was hat denn „Intuition“ mit Usability zu tun? Ist es für die User Experience relevant, ob eine Website intuitiv bedienbar ist? Rein intuitiv beantworten Sie die zweite Frage bestimmt mit Ja. Denn User Experience umfasst nicht nur die Gebrauchstauglichkeit eines Produktes, sondern auch das gesamte Erleben des Nutzers. Und dazu zählt eben auch, inwiefern eine Website intuitiv bedienbar ist. Es lohnt sich, dass Sie sich die Fragen stellen: Ist meine Website intuitiv bedienbar? Und wie kann ich das messen? Weiterlesen

Der Nutzer gibt Ihnen fünf Sekunden: wie Sie den ersten Eindruck Ihrer Webseite optimieren

5 Sekunden Test

Wie ziehen Sie Seitenbesucher vom ersten Augenblick an in den Bann Ihrer Webseite? Sie haben nicht viel Zeit dazu. Innerhalb der ersten fünf Sekunden muss Ihre Webseite die beabsichtigte Botschaft übermittelt haben. Eine Methode, die an dieser empfindlichen Stelle des Interaktionsablaufs ansetzt, ist der 5 Sekunden Test. Erfahren Sie im Folgenden mehr darüber, was im ersten Eindruck wirkt, wo die Methode ansetzt und wie sie funktioniert.
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Live dabei und doch an einem anderen Ort: Mit diesen Tipps wird das Live-Streaming des Usability-Tests ein voller Erfolg!

Thorsten Wilhelm hat vor ein paar Monaten die Alternativen zu dem klassischen Beobachten vor Ort vorgestellt: Highlight-Videos oder Gesamtmitschnitte eines vorher durchgeführten Usability-Tests im Nachhinein mit den Kollegen im Büro anzusehen, kann zwar auch kurzweilig sein, das Erstellen solcher gut gemachten Videosequenzen benötigt jedoch Zeit und Budget.
Als Alternative bietet sich hier ein Live-Streaming an! Man spart sich die Reise zum Erhebungsort und kann dennoch in Echtzeit die Erhebung mitverfolgen. Weiterlesen

Basiswissen Card Sorting – Alles was Sie wissen müssen

Orientierung bieten und Auffindbarkeit sichern – darum geht es bei der Gestaltung von Anwendungen im Kern. Ein zentraler Erfolgsfaktor dafür: Eine nutzerfreundliche Informationsarchitektur. Doch wie können bei der Entwicklung einer Informationsarchitektur die Nutzer einbezogen werden? Die Antwort ist Card Sorting.

In dem Themendossier – „Basiswissen Card Sorting – nutzerzentriert Informationsarchitekturen entwickeln“ – beantworte ich Ihnen als eResult’s Experte für Informationsarchitektur und Card Sorting die häufigsten Fragen, die zu diesem Thema aufkommen. Weiterlesen

User Stories: Link- und Literaturtipps

Als Leser dieses Artikels (Rolle) möchte ich eine gute Auflistung zum Thema „User Stories“ bekommen (Wunsch), um schnell an weiterführende Informationen zu kommen (Nutzen).

Wenn Ihnen diese Struktur bekannt vorkommt, können Sie gleich zu den Literaturtipps weiterscrollen. Für alle anderen eine kleine Einführung.

Buchtipp: User Story Mapping von Jeff Patton

Buchtipp: User Story Mapping von Jeff Patton

User Stories sind kurze Beschreibungen, die die Bedürfnisse des Nutzers in Bezug auf ein Produkt festhalten und somit implizite Anforderungen für das Produkt enthalten. Ein häufiger Aufbau ist dabei entsprechend dem Anfangsbeispiel folgender:

  1. Rolle: die Beschreibung des Nutzers, aus dessen Perspektive die User Story formuliert wird
  2. Wunsch: die Beschreibung des Wunsches des Nutzers an das Produkt
  3. Nutzen: die Beschreibung des Nutzens, den das Erfüllen des Wunsches dem Nutzer bringt

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