Kategorie-Archiv: Methoden & Verfahren

3 typische Aussagen zur Relativierung von Usability-Problemen

Social media concept

Als UX Consultant gehört zu meinem Job, verschiedenen Kunden Empfehlungen dazu zu geben, wie sie die User Experience ihrer jeweiligen Anwendung verbessern können. Mit anderen Worten: Ich verbringe viel Zeit damit, die Arbeit anderer Leute zu kritisieren. Natürlich schlägt mir da nicht immer die blanke Begeisterung entgegen, wenn Kunden einen Usability-Test ihrer Anwendung beobachten und es sich zeigt, dass viele Nutzer große Probleme haben, diese zu bedienen. Oder wenn sich in einem Expertengutachten herausstellt, dass bestimmten Seitentypen oder Konzepte noch einmal grundlegend überarbeitet werden müssen. Denn schließlich haben die Kunden auch Zeit und Mühe in Konzepte investiert und sind ihrerseits bestimmten Restriktionen unterworfen, die Änderungen oft schwierig machen. Völlig verständlich also, dass oft versucht wird, Usability-Probleme doch noch mal zu relativieren und Konzepte zu verteidigen.
Welche „klassischen“ Aussagen es hier gibt und was beide Seiten tun können, damit diese möglichst gar nicht erst aufkommen, darum soll es in diesem Beitrag gehen.

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Sehen, Fühlen, Klicken – vielfältige Erkenntnisse durch Methodenkombination im Usability-Test

Im Usabity-Test einer Website wird diese von den Nutzern auf Herz und Nieren geprüft. Intelligent gewählte Usecases und gezielte Nachfragen des Interviewers offenbaren nach und nach zahlreiche Probleme, Anforderungen und Wünsche der Probanden. Sind noch mehr Erkenntnisse möglich? Ja! Mit zusätzlichen Methoden kann z. B. visualisiert werden

  • was die Nutzer sehen (und nicht sehen),
  • was sie besonders interessiert und
  • was ihnen selbst nicht bewusst ist

Abgesehen von dem einzigartigen Beitrag der Methoden entstehen auch Synergieeffekte aus der Kombination.

Besonders geeignet ist die Methodenkombination, wenn die ganzheitliche Wirkung der Website überprüft werden soll. Aber auch wenn keine ausführliche Betrachtung möglich ist (z. B. wegen Zeitmangel beim schnellen Wettbewerbervergleich) kann dies durch eine Methodenkombination kompensiert werden. In diesem Fall wird der Mehrwert der Methodenkombination sogar besonders deutlich. Welche Methoden wie kombiniert werden können und welchen Mehrwert das bietet, möchte ich Ihnen an einer Beispielstudie aufzeigen.

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Meine Highlights der IA Konferenz 2013: Cross-Platform, Responsive Design und Design Studio Methode

7. Deutsche Konferenz für Informationsarchitektur

Genauso wie meine Kollegin Andrea Struckmeier konnte auch ich Anfang Mai bei der IA Konferenz in Berlin dabei sein. Das Motto der Konzepter-Konferenz war „Prozess.Dialog.Qualität.“, und so ging es dieses Jahr auch verstärkt um die Kombination von agilem Projektmanagement mit UCD-Prozessen, zu der meine Kollegin bereits einen Beitrag verfasst hat. Von mir gibt es deshalb jetzt einen Rückblick mit Fokus auf Themen der Konzeptions-Methodik an sich und weniger auf den Prozessen. Drei spannende Vorträge möchte ich zusammenfassen, in denen es um Cross-Platform-Projekte und Responsive Design sowie die Design Studio Methode ging.
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Usability-Tests als einziger, abschließender Meilenstein – oder: Die beste Möglichkeit Geld zu verbrennen

Ich befinde mich auf dem Rückweg von einer Kundenpräsentation und bin, sagen wir mal, nicht bei bester Laune.

Warum?

Weil ich einmal wieder schlechte Nachrichten überbringen musste. Dem neuen Kunden mitteilen musste, dass er das geplante Release in ein paar Wochen tunlichst nicht durchführen sollte aufgrund erheblicher, im abschließenden Usability-Test identifizierter Nutzungsprobleme.

Ok, wir UXler werden nun einmal für Forschung und konstruktive Kritik bezahlt. Aber manchmal schlägt es mir dann doch aufs Gemüt. Besonders dann, wenn ich schon beim ersten Telefonat merke, dass es so kommen muss.

Die jetzige Einsicht des Kunden, dass er es von Anfang an besser hätte machen können und zukünftig eine frühzeitigere, nutzerzentriertere Vorgehensweise wählen wird, ist toll (Einsicht ist der beste Weg …) Dennoch muss er sich nun gegenüber dem Lenkungsausschuss rechtfertigen. Und dies wird auch auf uns als Berater abfärben, unabhängig davon, zu welchem Zeitpunkt wir hinzugezogen wurden. Prekär, da es doch der Erfolg unserer Kunden und deren Zufriedenheit sind an denen wir uns stetig messen.

Dabei könnte vieles doch so einfach sein…

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Top Online-Shops aus Österreich/Schweiz, Handynutzung an ungewöhnlichen Orten und ein UX-Methodenüberblick

Ganz unterschiedliche Linktipps möchte ich heute teilen: Ein Blick in die deutschsprachigen Nachbarländer mit den bestbewerteten Online-Shops, eine Studie, wann und wo das Handy genutzt wird und eine übersichtliche Methodendarstellung für die User Experience Forschung samt Zuordnung zu Fragestellungen.

Online-Shopping in Österreich und der Schweiz am besten bei Esprit, bonprix und Heine

Der ECC-Handel hat eine Befragung unter Online-Käufern durchgeführt und den Online-Shop-Index ermittelt. Dabei spielen Kriterien wie Sortiment, Service, und Zahlungsmethoden eine Rolle, aber auch die Benutzerfreundlichkeit und Website-Gestaltung.

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Neudenken, Querdenken, Umdenken: Das Ideen-Storming als kreative Methode für Fokusgruppen

Hand drawing light bulb

Fokusgruppen als Methode im User Centered Design-Prozess liefern wertvolle Erkenntnisse zu den Anforderungen und Bedürfnissen, Einstellungen und Motiven sowie unbewussten Meinungen von verschiedenen Zielgruppen. Daher kommen derartige moderierte Gruppendiskussionen meist in frühen Entwicklungsphasen einer Anwendung, etwa bei der Anforderungsanalyse oder in der Konzeption, zum Einsatz.

Doch nicht nur das „Kennenlernen“ der Zielgruppen kann durch eine Fokusgruppe erleichtert werden. Auch ist es möglich, neue Ideen zu entwickeln, bestehende zu bewerten oder zu konkretisieren. Dafür ist die interaktive und ungezwungene Atmosphäre in Fokusgruppen sehr förderlich, wenngleich nur die richtige Herangehensweise auch wirklich hochwertige Ergebnisse liefert. Welche Rolle dabei das „Ideen-Storming“ spielen kann und wie wir diese Methode in der Praxis einsetzen, soll der folgende Beitrag veranschaulichen.

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Lesenswertes zu internationalen Usability-Studien und interkultureller Usability

Internationale Usability-Studien sind immer eine spannende Herausforderung – egal ob Befragungen, Fokusgruppen oder Usability-Tests. Doch worauf kommt es bei der Konzeption solcher Studien eigentlich an? Und wie erstellt man eine Website, die in verschiedenen Ländern gleichermaßen „funktioniert“? Bücher zu dieser Thematik sind (noch) relativ rar – einige interessante Quellen gibt es aber dennoch – diese möchte ich in diesem Beitrag vorstellen.

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Die 5 größten User Centered Design Irrtümer

Start

Wer interaktive Anwendungen gestaltet – egal ob Software, Website, mobile Anwendung oder Geräte – der sollte seine Zielgruppe kontinuierlich in den Gestaltungsprozess einbeziehen. Dieser User Centered Design Gedanke ist mittlerweile schon bei vielen Unternehmen angekommen – dennoch gibt es aber nach wie vor einige „Mythen“ rund um diese Vorgehensweise, die sich hartnäckig halten. Höchste Zeit also, mit diesen einmal aufzuräumen.

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Internationale Usability-Tests: warum die Anwesenheit des Projektleiters vor Ort so wichtig ist

Besonders bei internationalen Usability-Studien in mehr als 2 Ländern, stellt sich immer wieder die kostentechnisch motivierte Frage: „Muss der Projektleiter bei jeder Erhebung im Ausland dabei sein oder aber reicht es aus, per Remote dabei zu sein bzw. gar alles aus der Hand an den lokalen Partner abzugeben?“
Die Antwort: Ja, er sollte bei jeder Erhebung im Ausland dabei sein! Basis hierfür sind die Erfahrungen, die wir bei der Durchführung von internationalen Usability-Studien in den vergangenen Jahren gesammelt haben.

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Frauen shoppen emotionaler …

.. wirklich? Oder handelt es sich eher um ein Vorurteil?
Besser wir fragen da mal nach und beteiligen uns nicht auch daran ein vielleicht vorhandenes Vorurteil ungeprüft weiter zu verbreiten.
Das taten wir, befragten 600 Nutzer/-innen, annähernd repräsentativ für deutsche Webnutzer/-innen, und bestätigten die Vermutung … nicht! – lediglich „in der Tendenz“:

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