Archiv der Kategorie: Methoden & Verfahren

Schnelles Nutzerfeedback in frühen Entwicklungsphasen

Jahresanfang – das ist ja üblicherweise die Zeit für Visionen und Trendartikel. Davon gibt es auch 2016 einige, darunter auch richtig gute (UX Predictions for 2016).

Ich möchte Sie daher nicht mit einem weiteren Trendbeitrag langweilen, stattdessen einen Wunsch an Sie richten: Holen Sie bitte in frühen Entwicklungsphasen Nutzerfeedback ein! Weiterlesen

Eye Tracking und virtuelle Realität, wie sehen die Daten in drei Dimensionen aus

Virtuelle Realität ist nicht mehr ein Wunder oder ein Märchen aus der Zukunft. Die virtuellen Helme wie Oculus, Gear VR und PlayStation VR kommen im ersten Quartal des Jahres 2016 auf den Markt. Manche haben sogar die eingebaute Eye Tracking Technologie, wie Fove und StarVR. Ich weiß, dass es im Endeffekt immer günstiger und einfacher wird, digitale Produkte herzustellen und irgendwann werden wir alle in der virtuellen Realität diese Produkte kaufen und konsumieren, uns unterhalten und entspannen. Der virtuelle Markt sollte auch geforscht werden, denn da wo ein Markt besteht, gibt’s auch die Marktforschung. Ich war so mutig mir die Zukunft der virtuellen Marktforschung vorzustellen.

Scan_Path

Abb. 1 Scan Path in drei Dimensionen

Was bringen drei Dimensionen in der Marktforschung?

Die Eye Tracking Technik mit Heat Maps und Scan Path Visualisierungen werden schon lange Zeit eingesetzt. Die Frage ist nur: wie sollen diese anerkannte Visualisierungstechniken in drei Dimensionen aussehen? Und werden in der virtuellen Zukunft die Daten ganz anders dargestellt? Sind die Eye Tracking Daten in drei Dimensionen anders als bei einem Bildschirm? Weiterlesen

Customer Journey Map – Herzstück vieler UX-Methoden?

Die Customer Journey Map (in der Software-Entwicklung oft auch User Story Mapping genannt) ist eine viel zitierte Methode, gerade im Zusammenhang mit der Konzeption bestehender oder auch neuer Produkte. Im Netz finden sich hierzu auch zahlreiche Beschreibungen und Templates für die Erstellung einer solchen Map.

Leider wird diese Methode oft auch als sehr aufwändige und kostspielige Methode angesehen, sind bei ihrer Erstellung nicht unwesentlich viele Teammitglieder gefragt und zahlreiche Schritte notwendig. Dieser Aufwand lohnt sich mehrfach, wenn die erstellte Customer Journey Map im Unternehmen auch “gelebt” und im Zuge der Produktentwicklung kontinuierlich und zielgerichtet eingesetzt wird. Weiterlesen

Mental Models: Teil 2 – Adaption durch Indi Young

Die Vorstellungen und Annahmen des Nutzers darüber, wie ein Gerät erwartungsgemäß funktionieren sollte und wie es wohl funktioniert, formen sein mentales Modell. Dies ist die Perspektive der Mensch-Computer Interaktion auf mentale Modelle, mit der ich mich in meinem letzten Blogbeitrag zum Thema genauer auseinandergesetzt habe.

Es gibt jedoch gegenwärtig eine mehr methodisch orientierte Perspektive auf mentale Modelle, die für den Projektalltag von UX Designern und Produktmanagern viele Möglichkeiten eröffnet. Mental Model Diagramme veranschaulichen die tieferliegenden Verhaltensmotive von Nutzern und kommunizieren darauf bezogene Lücken und Schwachstellen eines Produktes visuell und damit sehr direkt. Wo liegen die Einsatzbereiche dieser Methode und wo im User Centered Design Prozess zeigt sie ihre Stärken? Wie genau wird ein Mental Model Diagramm erstellt? Weiterlesen

Bitte bleiben Sie dran – auch wenn Ergebnisse (zuerst) in eine andere Richtung zeigen

Als Projektleiter vieler Tracking-Studien beobachte ich regelmäßig ein Phänomen, welches Auftraggeber und Stakeholder im ersten Moment frustriert und (leider) häufig zu falschen Schlussfolgerungen führt.

Es tritt nämlich recht häufig der Fall auf, dass Relaunches oder Updates im ersten Moment zu einer Verschlechterung der Nutzerbewertung führt. Warum dies der Fall ist und wie Sie sich dagegen schützen können, verrät mein kurzer Blogbeitrag. Weiterlesen

Expert Reviews mit Axure dokumentieren

Expertenbasierte Evaluationen, häufig auch als Expert Reviews bezeichnet, sind eine übliche und kostengünstige Methode, die Usability eines Produktes zu verbessern. Meist steht am Ende eines Expert Reviews ein ausführlicher Report, etwa in Word oder Powerpoint, der die gefundenen Probleme und Empfehlungen anhand von Screenshots beschreibt.

In einem Artikel auf UXMatters beschreibt Ritch Macefield diese Methode genauer und erwähnt dabei auch, dass er selber das Prototyping-Tool Axure für seine Expert Reviews einsetzt. Letzten Monat erklärte er seine Technik genauer bei der virtuellen Konferenz Axureworld.

Kollegen und ich haben selber schon damit experimentiert, deshalb fand ich seine Präsentation besonders spannend. Ich möchte heute einen kurzen Überblick darüber geben, wie man mit entsprechenden Axure-Vorlagen sehr schnell ein Expert Review dokumentieren kann – zum einen per Word-Export, aber auch einfach direkt als Prototyp. Weiterlesen

Qualitativ & quantitativ: Fragebögen können den Usability-Test bereichern!

Vector checklist icon Unsere Usability-Tests sind eine rein qualitative Methode. Hier wird normalerweise nichts quantifiziert und mit Kennwerten dargestellt. Dennoch hören wir von Kunden ab und zu den Wunsch, eine Kennzahl zu sehen. Im Vergleich zu einem langen Ergebnisband mit einzelnen Problemdarstellungen ermöglichen es Zahlen und Diagramme, auf einen Blick den Status Quo zu erfassen und zu vergleichen. Dies ist ein eindeutiger Vorteil zu einem langen Ergebnisbericht!

Bei wissenschaftlich entwickelten Fragebögen stehen zudem sehr häufig gute Benchmarkwerte zur Verfügung. Dies bedeutet, dass auch bei einer erstmaligen Erfassung via Fragebogen ein direkter Vergleich möglich ist. Weiterlesen

Gesetzliche Vorgaben für Usability?

Illustration ParagrafenManchmal kommen einem Anwendungen unter, die sind so schlecht benutzbar, dass man meint, das müsste verboten sein. Die Menschen, die mit diesen Anwendungen arbeiten müssen, tun einem regelrecht leid.

Die Frage, ob es wirklich gesetzliche Regelungen zur Usability gibt, ist gar nicht so leicht zu beantworten, wie man zunächst meint. Ausgangspunkt war mein Gespräch mit einem Kollegen, von dem ich im letzten Beitrag hier im Blog berichtet habe (Die User Experience der Chef-Überzeugung).

Also machte ich mich auf die Suche nach gesetzlichen Vorgaben. Weiterlesen

Requirements Elicitation – der unterschätzte erste Schritt

Als UX Agentur werden wir oft ins Boot geholt, wenn die Entwicklung eines neuen Produktes oder der Relaunch einer Seite schon fast abgeschlossen ist. Unser Auftrag ist es dann zu testen, ob die neue Seite, die neue Funktion auch gut beim Kunden ankommt und alles gut bedienbar ist. Stimmen von Probanden wie „Das würde ich nie benutzen!“ oder „Das brauch ich nicht“, will an dieser Stelle der Entwicklung dann natürlich niemand mehr hören. Im schlimmsten Fall hat man am Kunden vorbeientwickelt und stellt dies nun kurz vor dem Relaunch oder der Veröffentlichung des neuen Produktes fest. In den Beispielen wurde der erste Schritt jeder guten Entwicklung vernachlässigt: die Anforderungen (Requirements) der Nutzer zu ermitteln. Weiterlesen

Neues aus dem UX Lab: mit den Interviewer-Skills steht und fällt die Usability-Studie

Interview_UX_Usability_eResultNach meinem Rundumschlag zum Thema „Neues aus dem UX-Lab: 101+ Dinge, an die man bei der Durchführung von Usability-Tests denken sollte“ (Teil 1 und Teil 2) nun zum wiederholten Male das Thema Interviewführung bzw. Moderation von Usability-Tests. Warum? Ich kann als Projektleiter noch ein so tolles Studiendesign erarbeiten, die Zielgruppe perfekt abbilden, die richtigen Dinge aus den Beobachtungen/Aussagen der Probanden interpretieren und über Metriken messen … WENN DER INTERVIEWER KEIN AUSGEWIESENER PROFI IST sowohl im Durchführen von Interviews noch im Bereich UX, DANN SIND DIE ERGEBNISSE ZWANGSLÄUFIG FÜR DIE KATZ ODER NUR HALB SO WERTVOLL!

Aus diesem Grund ein paar Tipps & Tricks, wie Sie ein besserer Interviewer werden können. Weiterlesen