Archiv der Kategorie: Methoden & Verfahren

User Stories: Link- und Literaturtipps

Als Leser dieses Artikels (Rolle) möchte ich eine gute Auflistung zum Thema „User Stories“ bekommen (Wunsch), um schnell an weiterführende Informationen zu kommen (Nutzen).

Wenn Ihnen diese Struktur bekannt vorkommt, können Sie gleich zu den Literaturtipps weiterscrollen. Für alle anderen eine kleine Einführung.

Buchtipp: User Story Mapping von Jeff Patton

Buchtipp: User Story Mapping von Jeff Patton

User Stories sind kurze Beschreibungen, die die Bedürfnisse des Nutzers in Bezug auf ein Produkt festhalten und somit implizite Anforderungen für das Produkt enthalten. Ein häufiger Aufbau ist dabei entsprechend dem Anfangsbeispiel folgender:

  1. Rolle: die Beschreibung des Nutzers, aus dessen Perspektive die User Story formuliert wird
  2. Wunsch: die Beschreibung des Wunsches des Nutzers an das Produkt
  3. Nutzen: die Beschreibung des Nutzens, den das Erfüllen des Wunsches dem Nutzer bringt

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Schritt für Schritt zur nutzerzentrierten Informationsarchitektur (Teil 2/2) – Evaluation und Iteration

Evaluation und Iteration der Informationsarchitektur im GesamtprozessIm ersten Beitrag dieser zweiteiligen Reihe habe ich bereits beschrieben, wie ein nutzerzentriertes Vorgehen zur Entwicklung der Informationsarchitektur aussieht: Basierend auf einer Analysephase und dem Research durch ein Card Sorting wird die erste Version der Informationsarchitektur entwickelt.

Diese erste Version sollte aber nicht einfach auf gut Glück umgesetzt werden. Viel mehr ist es nach den Prinzipien des User Centered Design wichtig, die entwickelte Struktur mit echten Nutzern zu evaluieren, Probleme zu finden und sie iterativ weiterzuentwickeln. Für die Evaluation einer Informationsarchitektur gibt es die spezielle Methodik des Tree Testings, aber auch Usability-Tests können eingesetzt werden. Wie das genau funktioniert erkläre ich in diesem zweiten Teil der Beitragsreihe. Weiterlesen

Expertenevaluation: Wie setze ich sie richtig ein?

Zu den beliebtesten Methoden der Usability-Evaluation gehört die Expertenevaluation. Sie ist eine der am häufigsten eingesetzten Methoden. Die Gründe dafür sind vielfältig, die Methode benötigt keine Forschungsinfrastruktur, Ergebnisse sind schnell verfügbar, sie ist unabhängig von Probanden und sie ist zudem im Budget in der Regel unterhalb eines Use-Labs anzusiedeln. Die Methode im eigenen Unternehmen durchzuführen hat allerdings auch ihre Tücken, so können Tester befangen sein und unterliegen schwerwiegenden Denkfehlern, die sich negativ auf die Qualität der Testergebnisse auswirken.

Die Durchführung der Methode kommt ohne Tools aus, braucht wenig Vorbereitung und ist in der Durchführung einfach. Eine unabhängige Person versetzt sich so gut es geht in die Lage des Nutzers und bewertet den Untersuchungsgegenstand. Dabei werden zwei unterschiedliche Herangehensweisen unterschieden. Weiterlesen

5 häufige Fehler bei agilem UX-Testing und wie sie vermieden werden können

Ineinandergreifende Zahnräder Agil ist „in“ – und das ist gar nicht abgedroschen gemeint. Wir beobachten, dass immer mehr Entwicklungsprozesse mit kürzeren Zyklen bzw. Sprints und unter Einbeziehung verschiedener Abteilungen und Zuständigkeiten durchgeführt werden. Zumindest gibt es den Wunsch, dies zu tun. Es funktioniert nicht immer nach dem gleichen Schema und manchmal ist es auch mehr Wunsch als Wirklichkeit. Aber immerhin wird im Zuge der Umstellung von Entwicklungsprozessen auch versucht, Usability und User Experience stärker in diese Prozesse zu integrieren. Nicht der eine große Test am Ende, sondern mehrere kleine, am besten in jeder Entwicklungsphase, sollen es sein. Doch auch hier gibt es neben zahlreichen Chancen auch einige Stolperfallen und Probleme. Weiterlesen

Websites entwickeln mit Top-Task- & Core & Path-Analyse

Illustration Core & Path-AnalyseWas machen Sie als erstes, wenn Sie eine Website planen? Natürlich nachdem Sie sich ausführlich mit den Nutzern und deren Bedürfnissen beschäftigt haben?

Vielleicht entwerfen Sie die Startseite. Als Wireframe, wenn Sie UX-Designer/Konzepter sind, als Photoshop-Mockup, wenn Sie Grafiker sind.

Oder Sie entwickeln die Informations-Architektur, zeichnen die Sitemap.

Das sind die zwei Ansätze, die nach meiner Erfahrung am gebräuchlichsten sind. Und doch zäumen wir damit das Pferd von hinten auf.

Beginnen sollten wir statt dessen mit den Zielen. Einerseits mit dem, was die Site für ihre Betreiber erreichen soll. Und anderseits mit dem, was die Nutzer mit der Site erreichen wollen. Das sollten wir nicht einfach nur in einem Grobkonzept oder einem Wiki festhalten. Und hoffen, dass es die anderen Projektbeteiligten lesen.
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Validately – Die Alternative für synchrone Remote UX-Tests mobiler Systeme?

Aus unserem Forschungsbeitrag Usability-Testing nativer Apps – drei Erhebungsformen im empirischen Vergleich ging bereits hervor, dass für mobile Systeme besonders synchrone Remote UX-Tests eine vielversprechende Alternative zum klassischen UX-Testing im Labor darstellten. Einzig der hohe technische Aufwand für die Probanden und den Testleiter standen den durchaus positiven Ergebnissen dieser Evaluationsmethode kritisch gegenüber. Weiterhin gingen wir bereits im Artikel Mobile Remote-Usability-Tests – Eine kritische Beleuchtung der aktuellen UX-Tool-Landschaft näher auf die Herausforderungen der UX-Evaluation nativer Applikationen ein und bemängelten, dass bis dato keine Evaluationsmethode an die Standards des Desktop-Bereichs heranreicht. Ein neuartiges Tool namens Validately verspricht diesem Problem Abhilfe zu verschaffen und Remote-Testing besonders effektiv und effizient zu gestalten. Laut Aussage des Unternehmens ermöglicht Validately, neben dem Remote-Testing von Desktop-Websites, zusätzlich die Durchführung von synchronen uns asynchronen UX-Tests mobiler Systeme. Für uns war diese Argumentation ein Grund uns das Tool einmal näher anzusehen. Der folgende Beitrag spiegelt unsere Erfahrungen während der Implementierung und Durchführung eines synchronen Remote-Usability-Tests mit Validately wider. Weiterlesen

Schritt für Schritt zur nutzerzentrierten Informationsarchitektur (Teil 1/2) – Analyse und Research

Struktureller Aufbau der InformationsarchitekturUser Centered Design, also die nutzerzentrierte Gestaltung, umfasst alle Aspekte einer Anwendung. Häufig liegt der Fokus dabei stark auf dem Interaktionsdesign – wie sich die Anwendung verhält und wie sie aussieht. Leider gerät darüber ein anderer Aspekt manchmal in Vergessenheit: Die Informationsarchitektur.

Die Informationsarchitektur, der strukturelle Aufbau, spielt jedoch gerade bei informationslastigen Websites eine zentrale Rolle. Ob und wie leicht die Nutzer die gewünschten Informationen finden können, entscheidet, ob sie überhaupt in den Genuss eines guten Interaktionsdesigns kommen.

Während die meisten Aspekte eines Website-Designs mit solidem User Research untermauert und getestet werden, bleibt von diesem nutzerzentrierten Vorgehen bezüglich der Informationsarchitektur aber häufig nur wenig über. Zu oft wird sie rein expertenbasiert entwickelt und zudem noch komplett von internen Stakeholdern getrieben. Und in späteren Usability-Tests spielt sie auch nur eine untergeordnete Rolle.

Dabei gibt es genug Ansätze, auch die Informationsarchitektur nach den Prinzipien des User Centered Design zu entwickeln. In diesem zweiteiligen Beitrag möchte ich diesen kompletten Prozess erläutern. Heute geht es dabei um die ersten Schritte: Die initiale Analyse und den User Research durch ein Card Sorting. Weiterlesen

Nicht geplante Wartezeit bei Use-Labs überbrücken – 6 nützliche und unterhaltsame Tipps

Es ist immer wieder ärgerlich, wenn eingeladene Testpersonen bei einem Usability-Test im Lab nicht erscheinen oder Probleme mit der Labtechnik dazu führen, dass eine erschienene Testperson unverrichteter Dinge wieder nach Hause gehen muss.

Für den Moderator im Beobachtungsraum werden solche Situationen dann besonders stressig, wenn der Kunde ebenfalls anwesend ist. Da Zeit bekanntlich Geld ist, stellt sich ihm die Frage:

Was tun, um den Kunden bei Laune zu halten?

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Future-Lab 2022: So sieht das Usability-Labor in ein paar Jahren aus!

Screenshot: Mittagssonne durch die Jalousie lassen Nahezu überall liest man, wie die Trends der Zukunft aussehen, wohin sich die Technik und die Interaktionskonzepte entwickeln werden (oder sollen) und wie generell unsere Zukunft aussieht. Was jedoch immer etwas untergeht, ist das Thema, wie Usability-Tests in Zukunft aussehen werden und vor allem: Wie sieht das Teststudio der Zukunft aus? Ich versuche heute zu beantworten, worauf wir achten sollten, wenn wir heute ein neues Teststudio einrichten und dies in mindestens 5 Jahren noch immer den Testobjekten gewachsen sein soll. Weiterlesen

UX Ethik und Zukunft – Eindrücke von der IA Konferenz 2016

25 Vorträgen an 2 Tagen, rund 300 UXler und UX- Interessierte und das Gefühl auf einem großen Klassentreffen gelandet zu sein: Willkommen auf der IA Konferenz 2016! Nach einem Jahr Pause fand am 03. und 04. Juni dieses Jahr wieder die IA Konferenz statt – diesmal in neuer Location im Urania-Center in Berlin.

Morgens im Hörsaal der IA Konferenz 2016

Morgens bei der IA Konferenz 2016


Neben sehr interessanten Gesprächen mit Berufskollegen, gab es Vorträge zu verschiedenen Themen aus der UX-Welt. Drei Vorträge der Konferenz, die für mich aus unterschiedlichen Gründen sehr inspirierend waren, möchte ich Ihnen im Folgenden vorstellen. Weiterlesen