Kategorie-Archiv: Methoden & Verfahren

Gehen Sie dahin, wo die Dinge tatsächlich passieren!

Mal ehrlich, können Sie in einem Teststudio Daten zur Nützlichkeit und Gebrauchstauglichkeit eines Navigationsgerätes ermitteln?

Wohl eher nicht bzw. nicht in ausreichendem Maße. Ihnen fehlen zu viele Einflussfaktoren, wie z.B. das tatsächliche räumliche und soziale Umfeld, blendendes Sonnenlicht, Mitfahrer/-innen, Verkehrslärm und vieles mehr.

Um Navigationsgeräte zu analysieren und Daten zur gezielten weiterzuentwickeln zu gewinnen, müssen Sie zuerst ins Feld gehen, dahin „wo die Dinge tatsächlich passieren“. Und dort vor allem „einfach nur beobachten!“.

Einfach nur beobachten? – Beobachten,
das ist alles andere, aber ganz sicher nicht einfach!

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Blickpfade auf der Website – die richtige Grundlage für die Berechnung finden

Spezifische vs. unspezifische Einteilung

Die Untersuchung des Blickpfads, also der Reihenfolge in der die einzelnen Regionen betrachtet werden, kann eine tiefere Einsicht in das Blickverhalten liefern – kann, muss aber nicht. Alles steht und fällt mit der Definition der Regionen (Areas of Interest, AOIs), die die Grundlage für die Berechnung des Blickpfads bilden. In meinen letzten Beiträgen zu diesem Thema habe ich die Methoden der Untersuchung des Blickverlaufs in Theorie und Praxis vorgestellt (Der Weg ist das Ziel – auch für die Untersuchung des Blickverhaltens auf Websites und Untersuchung des Blickverhaltens mit Hilfe der Übergangswahrscheinlichkeiten). In diesem Beitrag möchte ich näher auf die Einteilung der Website in Regionen eingehen, verschiedene Möglichkeiten dafür vorstellen und erläutern, welche Vor- und Nachteile die einzelnen Aufteilungen mit sich bringen.

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Klassisch versus modern: Usability-Test im Labor und asynchroner Videotest auf dem Prüfstand – Teil 1: Problemanzahl und Involvement

Der klassische Usability-Test im Labor ist für die Meisten von Ihnen schon ein alter Bekannter. Sehr wahrscheinlich können Sie aus dem Stegreif einige Stärken und Grenzen dieser Methode aufzählen. Auch wir bei eResult können in dieser Hinsicht auf einen breiten Erfahrungsschatz mit etwa 80 jährlichen Tests im Lauf der letzten zwölf Jahre zurückgreifen. Jedoch sind wir stets daran interessiert, mehr über innovative Tools und Forschungsansätze herauszufinden, um das Potenzial unserer Methoden weiter auszuschöpfen. In meiner Masterarbeit verglich ich dafür drei Verfahren: den klassischen Labortest mit Lautem Denken, den asynchrone Remote-Usability-Test und das noch relativ neue Verfahren des Videotests, wie es u. a. unser Kooperationspartner RapidUsertests anbietet. Diese Ergebnisse möchte ich mit Ihnen teilen, und zwar in zwei Artikeln: In diesem Artikel geht es zunächst um die Anzahl an identifizierten Problemen und das Involvement der Probanden. Im zeitnah folgenden Artikel werden dann die Kosten und Aufwände gegenübergestellt.

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Welche ist die beste? – 3 Möglichkeiten, neue Startseitenentwürfe bewerten zu lassen

Das Re-Design einer Startseite ist immer eine Herausforderung. Und das nicht nur, weil die Startseite in den meisten Fällen den ersten Eindruck prägt, den die Nutzer von einer Seite gewinnen. Idealerweise soll die neue Startseite nämlich sowohl von den Bestandsnutzern akzeptiert werden als potenzielle neue Nutzer ansprechen. Und in den meisten Fällen steht am Anfang nicht nur ein neuer Entwurf, sondern gleich mehrere. Wie also herausfinden, welche Variante die o.g. Kriterien am besten erfüllt?

Natürlich auf jeden Fall unter Einbeziehung der Nutzer. Hier gibt es aber wiederum eine Vielzahl von Methoden, die zum Einsatz kommen können. In diesem Beitrag möchte ich auf einige dieser Methoden eingehen und aufzeigen, wie diese sinnvoll miteinander kombiniert werden können.

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Untersuchung des Blickverhaltens mit Hilfe der Übergangswahrscheinlichkeiten

Grafik Blog

Die Untersuchung des Blickverhaltens auf Websites wird überwiegend mit der Methode der Heatmap (Verteilung der Aufmerksamkeit) untersucht. Die Wahrnehmung ist jedoch ein Prozess. Will man das Blickverhalten also ganzheitlich untersuchen, sollten Methoden herangezogen werden, die die Reihenfolge der Betrachtung nicht außer Acht lassen. Eine Methode mit der die Reihenfolge der Betrachtung untersucht werden kann, ist die Übergangswahrscheinlichkeit – die Wahrscheinlichkeiten mit der der Blick von einer Region zur anderen wandert. Diese Methode hatte ich bereits im letzten Beitrag dieser Reihe „Der Weg ist das Ziel – auch für die Untersuchung des Blickverhaltens auf Websites“ theoretisch vorgestellt. Wie diese Methode in der Praxis eingesetzt werden kann, habe ich in einer Studie getestet und möchte in diesem Beitrag einige beispielhafte Ergebnisse vorstellen.

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Was macht eigentlich ein Kundenblogbetreuer?

„Und was machst du da so den ganzen Tag?“ Diese Frage kennt fast jeder UX-Consultant, der im privaten Umfeld nach seinem Beruf gefragt wird. Die meisten haben sich für diese Situationen eine kurze Erklärung zurechtgelegt, die je nach Vorwissen des Gegenübers geringfügig modifiziert wird.

Dabei ist das Berufsfeld der UX-Consultants viel Vielschichtiger, als es in so einer Erklärung wiedergegeben wird – so vielschichtig, dass auch sich auch die Tätigkeiten von Berufskollegen teilweise stark von den eigenen Aufgaben unterscheiden.

Um auch weniger verbreitete Aufgabenbereiche innerhalb des Berufsfeldes bekannter zu machen, soll an dieser Stelle einmal vorgestellt werden, was Kundenblogbetreuer zu ihren Aufgaben zählen.

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Erfolgsfaktoren im E-Commerce, erfolgreich A/B Tests durchführen und entspannt Fahrstuhl fahren – Fundstücke von Anja Weitemeyer

Themen, die uns jeden Tag beschäftigen, auf den Punkt gebracht: Studie zu Erfolgsfaktoren im E-Commerce mit Praxistipps, A/B-Tests durchführen und richtig interpretieren und ein Fundstück aus dem Alltag.
Viel Spaß beim Lesen!

Erfolgsfaktoren im E-Commerce

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Die „Wie geht‘s?“ Frage …

Wie geht es Ihnen heute?

Eine übliche, vertraute Frage. Sie schafft eine Basis für den Start in eine Kommunikation. Sie ist akzeptiert und der Fragende wird in der Regel nicht abgewiesen.

Warum aber interessieren sich nur so wenig Online-Shops dafür, wie es ihren Kunden und Besuchern geht?

Online-Shops wissen doch sonst sehr viel von ihren Kunden
(und wollen immer mehr von ihnen erfahren):

  • Sie messen woher sie kommen (zuvor besuchte Seiten),
  • kennen Adresse, Geschlecht, oft auch das Alter,
  • wissen was die bevorzugten Zahlungsformen sind,
  • kennen die Bestellungen der Vergangenheit

Nur wenig Online-Shops wissen, wie es ihren Kunden im Moment der Shop-Nutzung geht:
Sind die Kunden gut gelaunt, „mies drauf“, leicht reizbar?

Dabei wäre das doch eine hilfreiche Information, die zumal recht einfach zu erheben ist. Sie bietet die Chance mit dem Besucher schnell eine Beziehung aufzubauen, die Kommunikation zu starten und je nach Antwort zur reagieren.

Was anfangen mit der Antwort auf die
„Wie geht’s Frage“?

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Der Weg ist das Ziel – auch für die Untersuchung des Blickverhaltens auf Websites

Heatmap vs. Sequenzanalyse beispielhaft

Die Website ist ein Kommunikationsmittel – mit ihrer Hilfe soll dem Nutzer eine bestimmte Information vermittelt werden. Eine der Methoden die Website auf ihre Funktion als Informationsträger zu überprüfen, ist Eyetracking – Blickerfassung. Denn nur gesehene Information kann auch verarbeitet werden. Das Ergebnis der Auswertung ist in den meisten Fällen eine so genannte Heatmap, die die Verteilung der Blicke auf der Website abbildet. Aber ist für eine gelungene Kommunikation nur die richtige Verteilung der Aufmerksamkeit relevant? Die Wahrnehmung ist schließlich ein Prozess – die Reihenfolge, in der die Website betrachtet wird, ist daher eine wichtige Komponente. In der Heatmap wird die Reihenfolge nicht berücksichtigt. Sie kann jedoch mit Hilfe der Sequenzanalyse und der Übergangswahrscheinlichkeiten untersucht werden. Diese beiden vertiefenden Methoden möchte ich in diesem Beitrag vorstellen und mich auch noch mal mit der Heatmap als Auswertungsmethode auseinandersetzen.

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Facebook, Kundenblog oder Feedbackformular? So bleiben Sie am besten im Gespräch mit Ihren Kunden

Mit seinen Nutzern und Kunden im Gespräch zu bleiben ist immer gut – sei es, um positives wie negatives Feedback aufzunehmen, Hinweise auf Verbesserungsmöglichkeiten zu bekommen oder zu hören, wie neue Ideen und Konzepte bei den Kunden ankommen.
Die Frage ist nur: Welchen Kanal sollte man für diesen Austausch wählen? Inzwischen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sind online auszutauschen, beispielsweise Facebook, Feedbackformular oder Kundenblogs. Jeder der Kanäle hat seine Vor- und Nachteile, so dass die Wahl nicht immer leicht fällt. Was ist zu beachten?

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