Archiv der Kategorie: Mobile Usability

User Experience: Ticken die Franzosen wirklich anders?

Wie unterscheiden sich deutsche und französische Webseiten?

Quelle: AdobeStock/Nelos

Eine in Deutschland erfolgreiche Webseite für internationale Märkte wie Frankreich anzupassen ist kein allzu großer Aufwand. Denken Sie das wirklich? Auch wenn die Franzosen von den Deutschen kulturell vielleicht gar nicht so weit entfernt scheinen, gibt es gerade in der Internet-Nutzung und im Online-Konsumverhalten einige gravierende Unterschiede. In diesem Artikel greife ich für Sie die 5 wichtigsten Bereiche aus dem User Experience Wheel von Magnus Revang auf und erkläre, worauf Sie in der Praxis mit französischen Usern achten müssen, damit Ihr Business im Nachbarland erfolgreich durchstartet. Weiterlesen

UX für alle Kanäle. 2017 kann kommen.

UX für alle Kanäle

Quelle: Richard Bretschneider / eresult


Alles wird anders. Schon wieder. Wie jedes Jahr. Deshalb ist es ja so großartig UXler zu sein.

Aber was wird jetzt das große neue Ding in 2017? Chatbots wie Slack? Voice interfaces wie Alexa? Virtual Reality? Amazons Dash Button? Kann sein, kann nicht sein. Das kann auch ich nicht prognostizieren. Welche der vielen neuen Technologien auch immer abheben mag, eins ist mal ganz allgemein gesagt gewiss: Die Anzahl der verschiedenen Kanäle, Technologien und Touchpoints die Nutzer mit einem Service, Produkt oder Unternehmen in Kontakt bringen, nimmt stetig zu. Die Customer Journey wird fragmentierter und beschränkt sich digital gesehen längst nicht mehr auf Websites und Apps. Nehmen wir die Reiseplanung über mehrere Kanäle als Beispiel: Weiterlesen

Ein gutes Doppel: User Experience Design und Scrum

Scrum ist in der Softwareentwicklung inzwischen weit verbreitet – aber häufig werden andere Disziplinen noch nicht in den Prozess integriert.
Quelle: diva-e Digital Value Enterprise GmbH

In der Softwareentwicklung setzt sich Scrum als agile Projektmanagement-Methode zunehmend durch. Inzwischen gibt es zahlreiche Workshops, umfassende Literatur und eine große Anzahl erfahrener Scrum-Experten. Im Scrum-Kontext wurde es bisher jedoch vernachlässigt, andere Elemente und fachliche Disziplinen, die essenziell für ein starkes Produkt sind, zu integrieren – wie beispielsweise das User Experience Design. Eine gute User Experience (UX) führt dazu, dass Anwender ein Produkt bzw. eine Software gerne nutzen und ist damit ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Weiterlesen

Das Internet erobert die Drogeriebranche

Beim Thema E-Commerce fallen einem in der Regel eher die großen Player wie Amazon, Otto oder Zalando ein. Der Internethandel hat bereits eine Vielzahl an Branchen erobert und ist beim Kauf von Flügen, Hotels, Medien aller Art, Elektrogeräte und Mode der favorisierte Kanal. Die Drogeriebranche hat sich mit dem Einstieg ins Internet lange Zeit gelassen. Erste Versuche scheiterten bzw. wurden schnell wiedereingestellt. Seit einigen Jahren sind nahezu alle großen Drogerieketten im Internet vertreten und es ist an der Zeit diese Branche im usabilityblog.de etwas näher zu betrachten. Weiterlesen

Freigabe von Überweisungen über pushTAN: Erfahrungen und Empfehlungen zur Nutzerführung bei der Ersteinrichtung

Seit einiger Zeit wird die altbekannte TAN-Liste, die wohl die meisten von uns noch kennen, von einer Vielfalt an anderen Verfahren zur Freigabe von Aufträgen abgelöst. Wir von eresult arbeiten mit vielen Banken zusammen und haben daher auch schon die ein oder andere Anwendung zur Freigabe von Aufträgen getestet. Die Einrichtung eines solchen Services ist eines der Knackpunkte – das Onboarding sollte dem Kunden so einfach wie möglich gemacht werden, gleichzeitig muss er aber auch alle Funktionalitäten kennenlernen und verstehen. Anhand meiner eigenen Erfahrung mit der App der VR-Banken (VR-SecureGo) lasse ich Sie mit ein paar Einblicken teilhaben. Weiterlesen

User Onboarding in mobilen Apps – Vortrag beim UX Congress 2016 in Frankfurt am Main

Technik des Muskelaufbaus

Viele Apps werden von Nutzern installiert, werden einmal kurz angeschaut und landen entweder auf dem App-Friedhof oder werden gar direkt wieder gelöscht. „User Onboarding“ ist ein Oberbegriff für eine Reihe an Techniken, mit denen man diesem Problem begegnen kann. User Onboarding gibt den Nutzern Hinweise, wie sie die App nutzen können und schafft Orientierung.

Beim UX Congress am 6. und 7. Oktober in Frankfurt am Main habe ich zu dem Thema einen Vortrag gehalten und dabei folgende Vorschläge zum optimalen Onboarding-Konzept vorgestellt: Weiterlesen

shopkick – Retter des Einzelhandels oder Eintagsfliege?

Auch der stationäre Einzelhandel möchte ein Stück abhaben vom Kuchen des boomenden Online-Handels und steigenden Umsatzes über mobile App-Einkäufe. Eine Geschäftsidee, die ursprünglich aus den USA kommt, setzt dabei auf das Punktesammeln mit dem Handy, um Kunden wieder in die Läden zu locken. Auch hier geht es um die Verknüpfung von Offline- und Online-Shoppingerlebnis mit einem gewissen Mehrwert für den Nutzer – und nicht zu vergessen die jeweiligen Händler und (App-)Anbieter. Ihr Versprechen lautet dabei: „Wir verbinden Kunden während des gesamten Kaufprozesses mit Marken und Einzelhändlern.“. Aber wie praktikabel und erfolgversprechend ist die shopkick-App bei ihrem Einsatz im Shopping-Dschungel deutscher Fußgängerzonen und welche Perspektive hat das Konzept? Um dieser Frage nachzugehen, habe ich die App einmal genauer unter die Lupe genommen und den Alltagstest gemacht. Weiterlesen

Wie usable ist die bundesliga.de?

Am morgigen Freitag beginnt (hoffentlich) eine spannende neue Bundesliga-Saison. Ein guter Zeitpunkt neben den sportlichen Aspekten einen Blick darauf zu werfen, wie gut die Bundesligavereine im Internet aufgestellt sind und aktuelle Themen und Trends wie mobile Nutzung und Social Media umsetzen.

Laut dem letzten DFL-Geschäftsbericht zur finanziellen Situation im deutschen Profifußball machten alle 36 Proficlubs der 1. und 2. Bundesliga einen Umsatz von über 3 Mrd. Euro. Demnach bewegen sich die deutschen Sportvereine in einer Größenordnung von Großkonzernen und diese Professionalität spiegelt sich auch in den Webauftritten der Vereine wieder. Vom responsiven Design bis hin zum Angebot von Apps, der Integration eines Online-Shops sowie dem Online-Ticketverkauf decken die Vereine eine ziemlich große Bandbreite an Funktionen und auch Geschäftsmodellen ab.

Der FC Bayern München zeigt sich dabei auch im Internet in Meisterlaune, aber die eine oder andere Überraschung ist auch dabei. Weiterlesen

eResult Usability-Contest 2016 – Abgabefrist verlängert

Die eResult GmbH gibt allen unentschlossenen Talenten der Usability-Forschung noch eine weitere Chance und verlängert die Einreichungsfrist für die Teilnahme am Usability-Contest 2016 um einen Monat, also bis zum 15.09.2016.

Mitmachen können u. a. Studenten, Wissenschaftler und Designer aus der Usability-Forschung, die ihre Bachelor-, Master-, Diplom- oder Magisterarbeiten, aber auch Dissertationen, Habilitationen und Forschungsarbeiten einreichen können.

Zum sechsten Mal vergibt die Jury von ausgewählten Usability-Experten Preise im Wert von insgesamt 7.000 Euro. Mitmachen lohnt sich. Weiterlesen

Die Top 3 Fragen zum Burger-Menü

Burger Das Burger-Menü wirft regelmäßig bei unseren Nutzertests Fragen auf – sowohl von Nutzern, als auch von unseren Kunden. Moment… Wir machen doch User Experience, warum reden wir jetzt vom Essen? Der schmackhaft klingende Name geht auf die drei übereinander liegenden Striche zurück: Manch einer mag darin ein Patty, dass in zwei Brötchenhälften liegt, sehen.

Das Burger-Menü ist eine Variante der versteckten Navigation. D.h. die Elemente des Hauptmenüs sind erst durch eine explizite Nutzeraktion sichtbar, z. B. durch Klick auf das Burger-Icon. Dem gegenüber steht die sichtbare Navigation. In dieser werden die Elemente des Hauptmenüs von vornherein angezeigt, müssen also nicht erst durch einen Klick sichtbar gemacht werden.

Burger-Menü (links) vs. sichtbares Menü (rechts)

Burger-Menü (links) vs. sichtbares Menü (rechts)
Quelle: Richard Bretschneider (eResult GmbH)

Wir haben die typischsten Probleme und Fragen rund um das Burger-Menü zusammengefasst.

Wird das Burger-Icon von Nutzern erkannt?

Das kommt ganz darauf an. Auf Smartphones wird das Burger-Icon relativ gut angenommen. Auf Desktop-Seiten haben wir häufiger Probleme erfahren. Die Gründe dafür können sehr vielfältig sein:

Auffindbarkeit. Im Vergleich zu Desktop-Bildschirmen sind Smartphone-Displays natürlich deutlich kleiner. Das Burger-Icon kann weniger schnell zwischen den anderen Seitenelementen untergehen.

Verständnis. Durch die Verbreitung in Apps, wird auf Smartphones häufiger erwartet, dass das Hauptmenü hinter einem Icon versteckt ist. Bei Webseiten auf Desktop ist dieses Pattern weniger verbreitet und bekannt.

Design. Burger ist nicht immer gleich Burger. Es gibt unterschiedliche Designs des Burger-Menüs, die nicht alle gleich gut funktionieren. Dies sind einige typische Varianten: Weiterlesen