Archiv der Kategorie: Mobile Usability

Mobile Remote-Usability-Tests – Eine kritische Beleuchtung der aktuellen UX-Tool-Landschaft

Frau mit Smartphone Die eigene Mobilität besitzt, durch den stetigen Zugriff auf Daten, Dienste und Anwendungen sowohl im privaten als auch im beruflichen Alltag eine stetig anwachsende Relevanz. Die Nutzung des mobilen Internets ist möglich, da sich heutige Smartphones nur noch vage mit den mobilen Endgeräten aus früheren Zeiten vergleichen lassen, denn durch neue Funktionen wurde aus einem einfachen Kommunikationsinstrument ein multifunktionales High-End-Gerät, welches über komplexe Benutzeroberflächen verfügt. Infolge dessen veränderte sich auch das Interaktionsverhalten der Nutzer und damit verbunden die Komplexität der Benutzungsschnittstellen. Aufgrund der physikalischen Eigenschaften mobiler Endgeräte (zum Beispiel ein kleines Display oder eine fehlende Tastatur) sowie dem dynamischen Nutzungskontext, stellt die Usability-Evaluation im mobilen Kontext eine besondere Herausforderung dar. Der folgende Blogbeitrag stellt einige Tools vor, die sich dieser Herausforderungen stellen und beleuchtet synchrone und asynchrone Möglichkeiten. Weiterlesen

Welchen Zusammenhang gibt es bezüglich Barrierefreiheit und Mobile UX?

Heutzutage wird Barrierefreiheit immer noch aus einem recht kritischen Blickwinkel betrachtet. Vermutlich deshalb, weil es immer noch Unsicherheiten darüber gibt, wie barrierefreie Webseiten umgesetzt werden. Gleichzeitig hat sich in vielen Köpfen der Gedanke festgesetzt, dass Barrierefreiheit das schöne Design der eigenen Webseite beeinträchtigen könnte.

Dabei laufen Barrierefreiheit und Design oft Hand in Hand und verstärken sich gegenseitig. Denn eine gute barrierefreie Seite ist auch stark auf Benutzerfreundlichkeit (UX) optimiert, was ich anhand einiger Praxisbeispiele verdeutlichen möchte. Weiterlesen

Sind Sie noch 16:9 oder schon 360°? Ein Einblick in die virtuelle Welt für zuhause am Beispiel der Samsung Gear VR und des Universe2go

VR-Brille
Während sich die 3D-Technik für zuhause seit Jahren zu behaupten versucht, gelingt es VR-Brillen mittlerweile, sich immer öfter einen Platz im heimischen Wohnzimmer zu sichern.

Anfang letzten Jahres kannte man VR-Brillen höchstens von der Gamescom oder der IFA. Wir von eResult haben letztes Jahr schon Anwendungen ausprobiert oder auch auf dem UX Congress in Frankfurt (Main) und auf der Research & Results in München die Samsung Gear VR auf unserer Experience Arena vorgestellt und unseren Besuchern zum Ausprobieren in die Hand gegeben. Seitdem hat sich einiges getan: Das Samsung Galaxy S7 steht kurz vor der Auslieferung. Wer schnell ist, bekommt dazu gratis die neue Samsung Gear VR-Brille. Es ist also absehbar, dass die Samsung Gear VR demnächst in sehr vielen Wohnzimmern zu Hause ist und die Nutzer nach Anwendungen verlangen. Weiterlesen

Studienkonzeptgestaltung für Formulare und Antragsstrecken: Die richtige Aufgabenstellung macht‘s!

Onlineformulare können vieles einfacher machen als deren Pendant auf Papier.

Onlineformulare können vieles einfacher machen als deren Pendant auf Papier.

In letzter Zeit durfte ich einige Tests für Onlineformulare und -antragsstrecken begleiten. Diese Art von Tests sind an sich sehr simpel aufgebaut: Der Proband wird aufgefordert, anhand von vorgegebenen Testdaten das Formular (bspw. für eine Versicherung) oder den Antrag auszufüllen. Der Interviewer stellt nach dem Ausfüllen die typischen Interviewfragen. Im Fokus stehen hier Verständlichkeit, Logik der Anordnung und die Sinnhaftigkeit der geforderten Daten als solches (bspw. ob, bestimmte Informationen als Pflichtfeld oder optional markiert sind). Dennoch stellt auch ein solch relativ einfacher Usability-Test einige Hürden bereit, die wir im Studiendesign berücksichtigen müssen. Weiterlesen

Neues aus dem UX Lab: mit den Interviewer-Skills steht und fällt die Usability-Studie

Interview_UX_Usability_eResultNach meinem Rundumschlag zum Thema „Neues aus dem UX-Lab: 101+ Dinge, an die man bei der Durchführung von Usability-Tests denken sollte“ (Teil 1 und Teil 2) nun zum wiederholten Male das Thema Interviewführung bzw. Moderation von Usability-Tests. Warum? Ich kann als Projektleiter noch ein so tolles Studiendesign erarbeiten, die Zielgruppe perfekt abbilden, die richtigen Dinge aus den Beobachtungen/Aussagen der Probanden interpretieren und über Metriken messen … WENN DER INTERVIEWER KEIN AUSGEWIESENER PROFI IST sowohl im Durchführen von Interviews noch im Bereich UX, DANN SIND DIE ERGEBNISSE ZWANGSLÄUFIG FÜR DIE KATZ ODER NUR HALB SO WERTVOLL!

Aus diesem Grund ein paar Tipps & Tricks, wie Sie ein besserer Interviewer werden können. Weiterlesen

Design Studio – Wie man aus zahlreichen Ideen 2 richtig gute Ansätze entwickeln kann

Vergangene Woche am 12. November 2015 fanden in achtzehn Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz Veranstaltungen anlässlich des World Usability Days statt – dieses Jahr unter dem weltweiten Motto “Innovation”.

In München, unserem neuesten Standort in Deutschland, wurden neben Vorträgen auch einige Workshops angeboten. Das nahm ich zum Anlass, eine spannende Methode vorzustellen, die sich dazu eignet, verschiedene Ideen in Teamarbeit zu entwickeln, zu evaluieren und zu konkreten, auch innovativen Ansätzen zu verdichten: das sog. Design Studio.

Sketchen, präsentieren und kritisieren – in mehreren Iterationen

Im “Design Studio” wird in Kleingruppen in mehreren Iterationen gesketcht, präsentiert und kritisiert und über diesen Weg vielseitige Ideen und Lösungsansätze generiert und ausgetauscht. Gemeinsam werden diese Ideen weiterentwickelt – teils durch Remixen der Ideen, teils durch Einarbeiten der konstruktiven Anmerkungen der anderen Team-Mitglieder. Am Ende werden die entstandenen Ansätze diskutiert und im Rahmen eines abschließenden Reviews ein weiteres Vorgehen abgestimmt. Weiterlesen

Mobile Payment im Test: Cringle und PayPal im UX-Check

Einleitungstext Seit einigen Wochen beschäftige ich mich genauer mit dem Thema Mobile Payment. In einem kürzlich verfassten Blogbeitrag zu diesem Thema habe ich die Mobile Payment Landschaft etwas genauer betrachtet und dort auch zwei Person-to-Person Payment Apps vorgestellt. Außerdem haben wir vor kurzem eine Online-Umfrage unter deutschen Smartphone-Nutzern zum Thema Mobile Payment durchgeführt. Die Umfrage kam zu dem Ergebnis, dass unter den Mobile Payment Verfahren das Person-to-Person (P-2P) Mobile Payment am bekanntesten ist und am häufigsten genutzt wird. Beim P-2-P Mobile Payment, können (kleine) Geldbeträge an andere Personen über die App versendet werden.

Wir bei eResult gehen öfter gemeinsam mittags essen oder kochen zusammen. Eine Person ist für den Einkauf zuständig und die Kollegen zahlen dann die kleinen Beträge zurück an diese Person. Das Auseinanderrechnen ist aber immer wieder ein Zeitfresser und wer hat schon immer den passenden Kleingeldbetrag im Portemonnaie? Deshalb wollten wir etwas Neues ausprobieren und haben intern P-2-P Apps getestet, um herauszufinden, ob solche Apps das Zurückzahlen von Mini-Beträgen tatsächlich erleichtern. Wir haben dazu zwei Apps, Cringle und PayPal, genauer unter die Lupe genommen. Weiterlesen

Consistent, Continuous, Complementary – Multi-Device UX mit dem 3Cs-Framework

Book Cover of Michal Levin's Designing Multi-Device ExperiencesSingle-Device Anwendungen sind out. Heutzutage haben die meisten Nutzer mindestens zwei, wenn nicht noch mehr, unterschiedliche Geräte, die sie je nach Nutzungskontext verwenden. Schon in meinem letzten Beitrag zu UX-Design im Multi-Device -Zeitalter bin ich auf diese Entwicklung eingegangen. Heute möchte ich einen damals nur angeschnittenen Punkt näher erläutern: Das 3Cs-Framework von Michal Levin (Google). Es ordnet Multi-Device Experiences in 3 Klassen ein:

  1. Consistent Design: Die User Experience ist auf den unterschiedlichen Geräten einheitlich, aber unabhängig voneinander.
  2. Continuous Design: Je nach Nutzungskontext wechseln die Nutzer zwischen den Geräten, verwenden aber immer nur eines gleichzeitig.
  3. Complementary Design: Die verschiedenen Geräte werden gleichzeitig genutzt und ermöglichen in Kombination ein ganz neues Nutzererlebnis.

Das 3Cs-Framework hilft, die verschiedenen Ansätze für Multi-Device Experience Design zu verstehen und anzuwenden. Ich erkläre es in diesem Beitrag genauer und gebe eine Reihe von anschaulichen Beispielen. Weiterlesen

UX-Testing von innovativen Devices – live erleben auf der eResult User Experience Area

1_ux-congressNeue Devices erfordern veränderte Testmethoden. Ein mobiles Device, welches Anwendungen für situationsabhängige Informationen und Interaktionen bereitstellt, ist nur sehr eingeschränkt für einen Test im Usability-Labor geeignet. Andere Devices funktionieren losgelöst von klassischen Screens. Auch hier sind die üblichen Bilschirmaufnahmen und Interviewsituationen kaum mehr möglich. Daher beschäftigen wir uns schon heute mit der Entwicklung von Testmethoden für neuartige Geräte wie Wearables, VR-Brillen oder Gestensteuerungs-Tools.
Im Moment beobachten wir jedoch, dass oft noch ein zaghaftes Annähern an solche Devices vorhanden ist. Fragen wie „Was kann man eigentlich damit machen?“ oder „Was bringt mir das?“ stehen im Vordergrund. Daher geben wir interessierten Besuchern auf dem diesjährigen ux-congress und der Research & Results die Möglichkeit, solche Devices einmal auszuprobieren.
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