Archiv der Kategorie: Mobile Usability

eResult Usability-Contest 2016 – Abgabefrist verlängert

Die eResult GmbH gibt allen unentschlossenen Talenten der Usability-Forschung noch eine weitere Chance und verlängert die Einreichungsfrist für die Teilnahme am Usability-Contest 2016 um einen Monat, also bis zum 15.09.2016.

Mitmachen können u. a. Studenten, Wissenschaftler und Designer aus der Usability-Forschung, die ihre Bachelor-, Master-, Diplom- oder Magisterarbeiten, aber auch Dissertationen, Habilitationen und Forschungsarbeiten einreichen können.

Zum sechsten Mal vergibt die Jury von ausgewählten Usability-Experten Preise im Wert von insgesamt 7.000 Euro. Mitmachen lohnt sich. Weiterlesen

Die Top 3 Fragen zum Burger-Menü

Burger Das Burger-Menü wirft regelmäßig bei unseren Nutzertests Fragen auf – sowohl von Nutzern, als auch von unseren Kunden. Moment… Wir machen doch User Experience, warum reden wir jetzt vom Essen? Der schmackhaft klingende Name geht auf die drei übereinander liegenden Striche zurück: Manch einer mag darin ein Patty, dass in zwei Brötchenhälften liegt, sehen.

Das Burger-Menü ist eine Variante der versteckten Navigation. D.h. die Elemente des Hauptmenüs sind erst durch eine explizite Nutzeraktion sichtbar, z. B. durch Klick auf das Burger-Icon. Dem gegenüber steht die sichtbare Navigation. In dieser werden die Elemente des Hauptmenüs von vornherein angezeigt, müssen also nicht erst durch einen Klick sichtbar gemacht werden.

Burger-Menü (links) vs. sichtbares Menü (rechts)

Burger-Menü (links) vs. sichtbares Menü (rechts)
Quelle: Richard Bretschneider (eResult GmbH)

Wir haben die typischsten Probleme und Fragen rund um das Burger-Menü zusammengefasst.

Wird das Burger-Icon von Nutzern erkannt?

Das kommt ganz darauf an. Auf Smartphones wird das Burger-Icon relativ gut angenommen. Auf Desktop-Seiten haben wir häufiger Probleme erfahren. Die Gründe dafür können sehr vielfältig sein:

Auffindbarkeit. Im Vergleich zu Desktop-Bildschirmen sind Smartphone-Displays natürlich deutlich kleiner. Das Burger-Icon kann weniger schnell zwischen den anderen Seitenelementen untergehen.

Verständnis. Durch die Verbreitung in Apps, wird auf Smartphones häufiger erwartet, dass das Hauptmenü hinter einem Icon versteckt ist. Bei Webseiten auf Desktop ist dieses Pattern weniger verbreitet und bekannt.

Design. Burger ist nicht immer gleich Burger. Es gibt unterschiedliche Designs des Burger-Menüs, die nicht alle gleich gut funktionieren. Dies sind einige typische Varianten: Weiterlesen

Validately – Die Alternative für synchrone Remote UX-Tests mobiler Systeme?

Aus unserem Forschungsbeitrag Usability-Testing nativer Apps – drei Erhebungsformen im empirischen Vergleich ging bereits hervor, dass für mobile Systeme besonders synchrone Remote UX-Tests eine vielversprechende Alternative zum klassischen UX-Testing im Labor darstellten. Einzig der hohe technische Aufwand für die Probanden und den Testleiter standen den durchaus positiven Ergebnissen dieser Evaluationsmethode kritisch gegenüber. Weiterhin gingen wir bereits im Artikel Mobile Remote-Usability-Tests – Eine kritische Beleuchtung der aktuellen UX-Tool-Landschaft näher auf die Herausforderungen der UX-Evaluation nativer Applikationen ein und bemängelten, dass bis dato keine Evaluationsmethode an die Standards des Desktop-Bereichs heranreicht. Ein neuartiges Tool namens Validately verspricht diesem Problem Abhilfe zu verschaffen und Remote-Testing besonders effektiv und effizient zu gestalten. Laut Aussage des Unternehmens ermöglicht Validately, neben dem Remote-Testing von Desktop-Websites, zusätzlich die Durchführung von synchronen uns asynchronen UX-Tests mobiler Systeme. Für uns war diese Argumentation ein Grund uns das Tool einmal näher anzusehen. Der folgende Beitrag spiegelt unsere Erfahrungen während der Implementierung und Durchführung eines synchronen Remote-Usability-Tests mit Validately wider. Weiterlesen

User Centered Design von Remote-Apps für das Auto (Teil 2: Konzeptentwicklung und -Evaluation)

Seit Anfang dieses Jahres beschäftigen wir uns bei eResult mit der Usability von Remote-Apps für das Automobil. Im April lieferte unsere Forschung erste Ergebnisse. Wir berichteten von vier potentiellen Nutzergruppen und ihren Anforderungen an Car Remote-Apps.

Im zweiten Teil der Studie stellt sich die Frage: Wie kann man den unterschiedlichen Anforderungen der Nutzergruppen an den Funktionsumfang einer Remote-App begegnen? Wir entwickelten eine Idee – und prüften diese im Usability-Lab auf ihre Tauglichkeit und Optimierungspotential. Weiterlesen

Reiseziele suchen: Was bringt Googles neue Funktion Nutzern und Destinationen?

Seit einiger Zeit bietet Google auf Smartphones und Tablets eine neue Ansicht. Bei der Suche nach Regionen oder Orten in Verbindung mit dem Begriff „Reiseziele“ werden relevante Daten wie z. B. mögliche Aktivitäten, Angebote vor Ort, Klima und Preise von Hotels und Flügen zusammengeführt und für jedes Reiseziel dargestellt. Wie das genau aussieht zeigt dieses Video von Google: Weiterlesen

User Centered Design von Remote-Apps für das Auto (Teil 1: Anforderungsanalyse)

Die Digitalisierung und zunehmende Vernetzung schreitet voran. „Connected Cars“ sind im Kommen und ermöglichen unter anderem die drahtlose Kommunikation zwischen Smartphone und Automobil. Über sogenannte Remote-Apps ist es für den Nutzer möglich, Funktionen des Autos mit dem Smartphone fernzusteuern.

Bei eResult haben wir uns mit der Usability von Remote-Apps beschäftigt. Die Herausforderung bei einer benutzerfreundlichen Gestaltung einer Remote-App liegt darin, dass die gesteuerte Funktion, also z.B. die Klimatisierung des Autos oder die Verriegelung der Türen, bisher über andere Mensch-Maschine-Schnittstellen bedient wurde: über das Anzeige-Bedien-Konzept im Interieur des Fahrzeugs, das bereits etabliert und weit entwickelt ist, oder auch den Fahrzeugschlüssel.

Wie kann man für die neue Interaktionsmöglichkeit mit dem Auto über ein mobiles Endgerät, bei dem teilweise andere Interaktionsprinzipien greifen als bei den oben genannten Interfaces, eine angenehme Nutzungserfahrung ermöglichen? Weiterlesen

Mobile Remote-Usability-Tests – Eine kritische Beleuchtung der aktuellen UX-Tool-Landschaft

Frau mit Smartphone Die eigene Mobilität besitzt, durch den stetigen Zugriff auf Daten, Dienste und Anwendungen sowohl im privaten als auch im beruflichen Alltag eine stetig anwachsende Relevanz. Die Nutzung des mobilen Internets ist möglich, da sich heutige Smartphones nur noch vage mit den mobilen Endgeräten aus früheren Zeiten vergleichen lassen, denn durch neue Funktionen wurde aus einem einfachen Kommunikationsinstrument ein multifunktionales High-End-Gerät, welches über komplexe Benutzeroberflächen verfügt. Infolge dessen veränderte sich auch das Interaktionsverhalten der Nutzer und damit verbunden die Komplexität der Benutzungsschnittstellen. Aufgrund der physikalischen Eigenschaften mobiler Endgeräte (zum Beispiel ein kleines Display oder eine fehlende Tastatur) sowie dem dynamischen Nutzungskontext, stellt die Usability-Evaluation im mobilen Kontext eine besondere Herausforderung dar. Der folgende Blogbeitrag stellt einige Tools vor, die sich dieser Herausforderungen stellen und beleuchtet synchrone und asynchrone Möglichkeiten. Weiterlesen

Welchen Zusammenhang gibt es bezüglich Barrierefreiheit und Mobile UX?

Heutzutage wird Barrierefreiheit immer noch aus einem recht kritischen Blickwinkel betrachtet. Vermutlich deshalb, weil es immer noch Unsicherheiten darüber gibt, wie barrierefreie Webseiten umgesetzt werden. Gleichzeitig hat sich in vielen Köpfen der Gedanke festgesetzt, dass Barrierefreiheit das schöne Design der eigenen Webseite beeinträchtigen könnte.

Dabei laufen Barrierefreiheit und Design oft Hand in Hand und verstärken sich gegenseitig. Denn eine gute barrierefreie Seite ist auch stark auf Benutzerfreundlichkeit (UX) optimiert, was ich anhand einiger Praxisbeispiele verdeutlichen möchte. Weiterlesen

Sind Sie noch 16:9 oder schon 360°? Ein Einblick in die virtuelle Welt für zuhause am Beispiel der Samsung Gear VR und des Universe2go

VR-Brille
Während sich die 3D-Technik für zuhause seit Jahren zu behaupten versucht, gelingt es VR-Brillen mittlerweile, sich immer öfter einen Platz im heimischen Wohnzimmer zu sichern.

Anfang letzten Jahres kannte man VR-Brillen höchstens von der Gamescom oder der IFA. Wir von eResult haben letztes Jahr schon Anwendungen ausprobiert oder auch auf dem UX Congress in Frankfurt (Main) und auf der Research & Results in München die Samsung Gear VR auf unserer Experience Arena vorgestellt und unseren Besuchern zum Ausprobieren in die Hand gegeben. Seitdem hat sich einiges getan: Das Samsung Galaxy S7 steht kurz vor der Auslieferung. Wer schnell ist, bekommt dazu gratis die neue Samsung Gear VR-Brille. Es ist also absehbar, dass die Samsung Gear VR demnächst in sehr vielen Wohnzimmern zu Hause ist und die Nutzer nach Anwendungen verlangen. Weiterlesen

Studienkonzeptgestaltung für Formulare und Antragsstrecken: Die richtige Aufgabenstellung macht‘s!

Onlineformulare können vieles einfacher machen als deren Pendant auf Papier.

Onlineformulare können vieles einfacher machen als deren Pendant auf Papier.

In letzter Zeit durfte ich einige Tests für Onlineformulare und -antragsstrecken begleiten. Diese Art von Tests sind an sich sehr simpel aufgebaut: Der Proband wird aufgefordert, anhand von vorgegebenen Testdaten das Formular (bspw. für eine Versicherung) oder den Antrag auszufüllen. Der Interviewer stellt nach dem Ausfüllen die typischen Interviewfragen. Im Fokus stehen hier Verständlichkeit, Logik der Anordnung und die Sinnhaftigkeit der geforderten Daten als solches (bspw. ob, bestimmte Informationen als Pflichtfeld oder optional markiert sind). Dennoch stellt auch ein solch relativ einfacher Usability-Test einige Hürden bereit, die wir im Studiendesign berücksichtigen müssen. Weiterlesen