Kategorie-Archiv: Mobile Usability

Mobile Online-Shops: Tipps und Guidelines Teil 1/2 – Startseite, Navigation, Produktübersichtsseite

Immer häufiger wird darüber berichtet, die Nachfrage nach mobilen Online-Shops wachse stetig, insbesondere in der jüngeren Zielgruppe, den Digital Natives. Doch im Vergleich zur Desktop-Version gibt es für die Konzeption einer mobilen User Experience noch vergleichsweise wenig konkrete Guidelines.

Deshalb möchte ich die Gelegenheit nutzen, um weitere Tipps, Good Practices und Guidelines zur Konzeption von mobilen Online-Shops mit Ihnen zu teilen, die wir in unserer Grundlagenstudie zum Thema Mobile Shopping entwickelten – von der Startseite bis zum Bestellprozess.

Startseite als Einstieg in das Sortiment

Im mobilen Bereich ist es besonders wichtig, den Nutzer möglichst schnell zu einem Produkt zu führen, für das er sich interessiert. Weiterlesen

Mobile Web Navigation – 4 exklusive Vorab-Erkenntnisse der eResult Grundlagenstudie

Noch immer machen Nutzer mit mobilen Websites viele negative Erfahrungen. Laut einer Studie des BVDW sind die häufigsten Gründe dafür mit 57,9 % fehlende Übersichtlichkeit und mit 36,4 % mangelnde Benutzerfreundlichkeit. Die Navigation spielt dabei eine zentrale Rolle, denn gerade diese stellt auf Smartphones eine Herausforderung dar.

Aus diesem Grund führten wir im März eine Grundlagenstudie durch, um die aktuell verbreiteten Lösungsansätze mit 13 Smartphone-Nutzern im Usability-Labor zu überprüfen. Vier ausgewählte Websites wurden von den Probanden genutzt und bewertet, um die unterschiedlichen Navigationsmechanismen auf Stärken und Schwächen zu überprüfen: tagesschau.de, obi.de, huk24.de und visitengland.de. Die komplette Studie wird in einer Woche kostenlos veröffentlicht – aber schon heute gibt es hier 4 interessante Auszüge aus den Ergebnissen. Weiterlesen

Fehlende Tiefe: Usability-Sünden in Flat Designs erkennen und vermeiden

„Wieso passiert denn nichts, wenn ich hier klicke?“ oder aber „Ach, man kann hier klicken, damit was passiert?!“ – haben Sie das auch schon erlebt? Vor etwa eineinhalb Jahren begann mit der Veröffentlichung von Windows 8 der große Hype um Flat Design. Es ist kein Geheimnis, dass mit der Reduktion gestalterischer Effekte auf ein Minimum zahlreiche Probleme mit der Benutzbarkeit einher gehen können. Die Kritik der Norman Nielsen Gruppe an Windows 8 und auch an iOS 7 sind populäre Beispiele dafür. Der Ästhetik der modernen, klaren und oft farbenfrohen Gestaltung können sich trotzdem sehr viele Menschen nicht entziehen.

Auch ich empfinde viele der neuen Websites und Benutzungsoberflächen als visuell ansprechend. Gleichzeitig ärgere ich mich seit vielen Monaten über die scheinbare Ignoranz, mit der fundamentale Gestaltungsgrundsätze der Software-Ergonomie über Bord geworfen werden: Links lassen sich oft schwer von normalem Text unterscheiden, Eingabefelder sind kaum als solche zu erkennen, Schaltflächen und Symbole wirken deaktiviert. Doch muss das so sein? Oder gibt es vielleicht neue Kniffe zu erlernen, um Flat Design und exzellente Usability zu vereinen? Es gibt! Zahlreiche Stellschrauben wie erwartungskonformes Layout, der geschickte Einsatz von Typografie oder Almost Flat Design trennen die Spreu vom Weizen. Weiterlesen

Grundlagen des Surfverhaltens im mobilen Internet – unterlegt mittels Google Eyetracking Study & Praxiserfahrungen

Die Google-Studie verdeutlicht wunderbar grundlegende Verhaltensweisen beim Surfen mit dem Smartphone. Eigentlich will Google mit der Mobile Eyetracking Studie verkaufsfördernde Erkenntnisse zur Wahrnehmung ihrer Werbeanzeigen vermitteln, diese sollen aber nicht Inhalt des Artikels sein. Mein Fokus liegt hier auf zwei Ergebnissen, die ich näher beleuchte und mit Erklärungen, Praxiserfahrungen sowie Implikationen für die Gestaltung anreichere:

  1. Nutzer scrollen auf mobilen Geräten fast immer bis an das Ende der Seiten.
  2. Die Aufmerksamkeit der Nutzer ist auf dem Smartphone fokussierter als auf dem Desktop.

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Responsive Design anschaulich visualisieren

Illustration Wireframes mobileWireframes sind eines der etablierten Werkzeuge bei der Konzeption von Websites und interaktiven Anwendungen. Und so nutzen wir Konzepter Wireframes, um moderne, responsive Sites zu planen. (Mit den Grundlagen responsiven Designs habe ich mich neulich befasst: Wireframes für responsive Websites – Praxistipps für Konzepter.)

Soweit, so einfach. Nicht ganz so einfach ist es aber leider wieder einmal in der Praxis: Denn um das Design einer responsiven Site zu visualisieren, komme ich nicht mehr mit einem Wireframe pro HTML-Seite aus. Ein üblicher Ansatz ist, drei Wireframes zu erstellen:

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eResult Studie: Die Bedeutung von Tablet-PCs beim Informieren und Abschließen von Versicherungsprodukten

In meinem letzten Artikel „Schlechte Conversion bei Online-Abschlüssen von Versicherungsprodukten auf Tablets“ habe ich Ihnen Thesen als auch Gründe für die deutlich schlechteren KPIs im Vergleich zu Desktop geliefert.
Um diese Aussagen noch besser belegen und mit weiteren Erkenntnissen zum deutschen Markt unterfüttern zu können, haben wir bei eResult kurzerhand eine Zielgruppen-Befragung über unser Online-Panel bonopolis.de durchgeführt.

Die zentralen Fragestellungen dieser quantitativen Studie mit N=600 Befragungsteilnehmern (repräsentativ für die deutsche Internetnutzerschaft) waren folgende:

  • Wo wird ein Tablet-PC am häufigsten benutzt?
  • Wofür dient ein Tablet beim Abschluss einer Versicherung (Informations-/Kaufphase)?
  • Was sind die Gründe, warum Versicherungen nicht auf dem Tablet abgeschlossen werden?
  • Können PDF-Dokumente auf dem Tablet-PC gespeichert und der heimische Drucker vom Tablet aus genutzt werden?

Anbei die zentralen Ergebnisse…

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Mobility 2.0 – Eine private User Journey durch die Carsharing-Branche

In vielen Großstädten ist die Idee des Carsharing nicht mehr aus dem Stadtbild wegzudenken und wird für immer mehr Privatpersonen fester Bestandteil der eigenen Mobilität.

Ich gehöre seit einigen Jahren auch zu dieser Nutzergruppe, die ohne eigenes Fahrzeug die Vorzüge eines Automobils genießen will. Meine langjährigen Erfahrungen möchte ich Euch nun etwas näherbringen.

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Reisebuchungen 2.0: Wo wird gesucht, wo wird gebucht? Vernetzung im Multichannel-Vertrieb der Tourismusbranche

Wenn es um die Themen Reisen und Urlaubsplanung geht, hat das Internet Reisebüros und Kataloge schon lange abgehängt. Heute wird das angedachte Reiseziel häufig erstmal online erkundet, verschiedene Angebote werden im Internet ermittelt und miteinander verglichen. Die Informationskanäle zum Thema Reisen sind vielfältig – offline im Reisebüro oder per Katalog, online mit Laptop, PC oder auch Tablet und ebenso mobil per Smartphone. Nach ausgiebiger Recherche, wenn sich der Kunde für ein Angebot oder einzelne Bausteine seines Urlaubs entschieden hat, geht es auf zur Buchung. Auch dafür stehen ihm verschiedene Wege zur Verfügung.

Um mehr über die präferierten Informations- und Buchungskanäle zum Thema Reisen und vor allem die Wechselwirkungen zwischen den Kanälen zu erfahren, haben wir mehr als 200 Internetnutzer befragt, die in den letzten 3 Monaten eine Reise gebucht haben. Gleichzeitig haben wir bei der Interpretation der Ergebnisse Nutzungsszenarien der verschiedenen Endgeräte berücksichtigt, die uns häufig in unseren Untersuchungen zur Internetnutzung begegnen.

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Wireframes für responsive Websites – Praxistipps für Konzepter

Illustration-Responsive

Ob eine Website mobil funktionieren soll, ist heute nicht mehr die Frage. Die Frage ist, wie konzipiere ich die für die verschiedenen Geräteklassen? Wie soll die Site auf Smartphone, Tablet und Desktop-Monitor aussehen?

Für uns Konzepter bedeuten responsive Sites mehr Arbeit. Teilweise die zigfache Arbeit. Wie ich diese im Wireframing-Tool Axure am besten angehe und wie ich vermeide, alles in drei oder mehr Varianten zu entwerfen, das zeigt dieser Beitrag.

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Schlechte Conversion bei Online-Abschlüssen von Versicherungsprodukten auf Tablets – Ursachen & Abhilfe

Tablets erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit. Laut aktueller BITKOM-Umfrage nutzt jeder vierte Deutsche über 14 Jahren einen der flachen Rechner mit Touch-Steuerung. Das entspricht über 18 Millionen Menschen. Vor einem Jahr war es erst jeder Achte.

Parallel zur zunehmenden Konvergenz der Endgeräte zeichnet sich jedoch eine Spezialisierung ab. Je nach Nutzungsabsicht und Nutzungssituation kommen unterschiedliche mobile Geräte auf Nutzerseite zum Einsatz (siehe ARD/ZDF-Onlinestudie 2013).

Wie bereits im April 2013 in meinem Artikel „Die Zeit für Couch-Commerce ist (über)reif – mehr Umsatz und Conversion durch Tablet-optimierte Webshops“ beschrieben, erfreuen sich beispielsweise die Versandhandels- und Tourismusbranche über höhere Conversionrates und Warenkörbe per Tablet als über den guten, alten Desktop.

Jedoch nicht alle Arten von Produkten bzw. Dienstleistungen lassen sich gut oder sogar besser mobil online einkaufen bzw. verkaufen; vor allem Versicherungsprodukte!
Produktmanagern und Online-Marketing-Verantwortlichen aus Versicherungsunternehmen treiben die geringen Conversionrates und hohe Abbruchzahlen auf dem Tablet im Vergleich zum Desktop Tränen in die Augen.
Dabei liegen die Ursache und Gründe dafür doch auf der Hand…

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