Kategorie-Archiv: Software Usability

Externe Expertise ins UX-Team holen – schnell und effizient

Die User Experience ist auf dem Vormarsch. Immer mehr Unternehmen setzen auf eigene Abteilungen, um das Wissen intern aufzubauen und zu halten. Relevante Fragestellungen werden in Prozessen festgehalten und etablieren sich, das erleben wir bei vielen unserer Kunden.

Diese Integration bringt sicherlich viele Vorteile mit sich, wie z. B. die Flexibilität, doch wie sollte es auch anders sein: Die Medaille hat zwei Seiten, es ergeben sich auch Nachteile, denen es sich zu stellen gilt:

  • Das Team ist eng mit den anderen Abteilungen und dem Untersuchungsgegenstand verbunden, weiß um interne Prozesse und Handhabungen, verliert dadurch den Blick von außen, sieht nur noch durch die „Unternehmensbrille“. Das geht meist mit einer Einschränkung von innovativen Empfehlungen einher, die bekannten, bestehenden Grenzen engen den Denkrahmen ein.
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Jobsuche 2.0 – was mobile Jobportale bieten (oder auch nicht)

Fach- und Führungskräftemangel und der Kampf um junge Talente sind die Dauerthemen, die aus der deutschen Unternehmenswelt zu hören sind. Auf der anderen Seite bringen uns Markt- und Medienforscher bei, dass nicht mehr nur die Digital Natives permanent mit dem Handy ins Internet gehen, sondern zwischenzeitlich auch rund jeder Zweite Ü-30 dem neuen Lebensmotto „always-on“ verfallen ist.[1] Doch wie passen diese beiden Trends zusammen? Die Antwort scheint offensichtlich: Unternehmen legen zunehmend Wert auf ein „Mobile Recruiting“, sprich eine Bewerberansprache, die auch der Nutzung via Smartphone und Co. gerecht wird. So achten beispielsweise 64 % der Unternehmen bei der Auswahl von Online-Jobbörsen darauf, dass diese auch mobil zugänglich sind.[2] Doch was bedeutet hier denn „mobil zugänglich“?
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Usability-Heuristiken und SUCCESS-Regeln: eine starke Kombination für erfolgreiche Business Intelligence-Systeme

Gerne bin ich der Einladung unseres Partners Selbach Information Systems gefolgt, auf der arc|twenty, anlässlich des 20jähriges Firmenjubiläums des BI-Lösungsanbieters arcplan, einen ‚fachfremden‘ Vortrag zum Thema Usability zu halten.

Kein leichtes Unterfangen, denn immerhin geht es bei Business Intelligence-Anwendungen um eine kleine, aber feine Anwendergruppe im Unternehmen – bis hin zum einflussreichsten N=1, dem CEO.

Die Vorbereitungen auf den Vortrag, die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen BI-Lösungen haben mich dann dazu verleitet, den Vortragstitel „In 30 Minuten zum Usability-Experten“ zu taufen. Denn das zustimmende Feedback im Nachgang an den Vortrag (voller Saal mit ca. 40 Zuhörern) hat mir noch einmal bestätigt, dass Usability ein wichtiger Erfolgsfaktor für Business Intelligence Systemen ist.

Jedoch liegt der Schwerpunkt bei der Konzeption und Optimierung von Informationssystemen eher im Integrieren und Darstellen der zahlreichen Unternehmenskennzahlen.

Meine Erkenntnis: Was dem Usability-Consultant seine Heuristiken nach Nielsen, sind dem Business-Intelligence-Experten die SUCCESS-Regeln nach Prof. Hichert. Die Kombination dieser Guidelines unterschiedlicher ist nötig für eine höchst nutzerfreundliche und erfolgreiche BI-Anwendung.

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Ich bin dann mal weg! Such- und Filterfunktionen mobiler Reise-Apps

Pauschalreisen stellen seit Jahren die wichtigste Reiseform für deutsche Urlauber dar – dabei wird die Suche nach solchen Reiseangeboten bereits von 45 Prozent aller Internetnutzer auch von mobilen Endgeräten aus vorgenommen. In Bezug auf den Gesamtumsatz der Tourismusbranche entspricht dies einem potenziellen Umsatzanteil von rund 2,4 Milliarden Euro – jene Nutzer, welche sich ausschließlich mobil und nicht über das stationäre Internet informieren nicht einbezogen.[1]

Reiseanbieter erkennen dieses Kundenpotenzial und stellen bereits zahlreiche mobile Reise-Apps zur Verfügung. Doch wie gut unterstützen diese Apps die individuelle Suche nach der passenden Pauschalreise? Welche Such- und Filterfunktionen werden angeboten und wie werden diese umgesetzt?

Dies und mehr zum Thema Nutzung, Funktionalität und Usability bei Reise-Apps erfahren Sie in diesem Beitrag:

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Usability-Tests als einziger, abschließender Meilenstein – oder: Die beste Möglichkeit Geld zu verbrennen

Ich befinde mich auf dem Rückweg von einer Kundenpräsentation und bin, sagen wir mal, nicht bei bester Laune.

Warum?

Weil ich einmal wieder schlechte Nachrichten überbringen musste. Dem neuen Kunden mitteilen musste, dass er das geplante Release in ein paar Wochen tunlichst nicht durchführen sollte aufgrund erheblicher, im abschließenden Usability-Test identifizierter Nutzungsprobleme.

Ok, wir UXler werden nun einmal für Forschung und konstruktive Kritik bezahlt. Aber manchmal schlägt es mir dann doch aufs Gemüt. Besonders dann, wenn ich schon beim ersten Telefonat merke, dass es so kommen muss.

Die jetzige Einsicht des Kunden, dass er es von Anfang an besser hätte machen können und zukünftig eine frühzeitigere, nutzerzentriertere Vorgehensweise wählen wird, ist toll (Einsicht ist der beste Weg …) Dennoch muss er sich nun gegenüber dem Lenkungsausschuss rechtfertigen. Und dies wird auch auf uns als Berater abfärben, unabhängig davon, zu welchem Zeitpunkt wir hinzugezogen wurden. Prekär, da es doch der Erfolg unserer Kunden und deren Zufriedenheit sind an denen wir uns stetig messen.

Dabei könnte vieles doch so einfach sein…

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Lebensraum Internet – von Einheimischen und Zugezogenen (Teil 2: Shoppingverhalten auf Onlineshops)

Teenagers looking at a computer screen

Teil zwei? Ganz genau! Wer den ersten Teil verpasst hat und nicht weiß, was es mit Digital Natives auf sich hat, oder mehr Informationen über ihr Verhalten im Netz haben möchte, ist herzlich dazu eingeladen das nachzuholen; dazu hier entlang.

Für alle anderen und diejenigen, die gelegentlich auch gern einmal mit dem zweiten Teil beginnen, gibt es nun weitere, sehr interessante Erkenntnisse aus unserer großen Usability-Studie zum Shoppingverhalten auf Onlineshops. eResult hat Digital Natives (Generation Facebook) und vergleichend Digital Immigrants (Generation Golf) über die Schulter geschaut, ihr Blickverhalten auf Onlineshops erfasst und sie zu ihren Wünschen, Anforderungen und Ideen bezüglich Onlineshops, Nachrichtenportalen oder sozialen Netzwerken befragt.

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Lebensraum Internet – von Einheimischen und Zugezogenen (Teil 1: Informationssuche im Web)

Group of Teenage Students at Park with Computer and Books

Jeder kann sich heutzutage etwas unter dem Begriff „Internet“ vorstellen und verbindet gewisse Dinge mit ihm. Welche Dinge das jedoch sind, hängt von unserer individuellen Wahrnehmung dieses Mediums ab und die kann beträchtlich voneinander abweichen.

Besonders zwei Gruppen unterscheiden sich hier voneinander, die einen sind mit dem Internet aufgewachsen… und die anderen eben nicht. Zu Ersteren, den Digital Natives, zählen Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 12 und 25 Jahren. Ungeduldig, oberflächlich und sowieso nur am Facebook-Status überprüfen. Oder? Gruppe Nummer zwei bilden mit den Personen zwischen 35 und 45 Jahren die Digital Immigrants. Die Art von Mensch, die so rasant wie frisch aufgewachte Faultiere durch das Netz pflügen und in Foren für Fachliteratur mühsam ihre wohl portionierten Beiträge pflegen. Aber ist das wirklich so?

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eResult Usability-Contest 2013 – Jetzt teilnehmen und Preise im Gesamtwert von 7.000 Euro gewinnen!

Award-Pokal

Die eResult GmbH lädt ein zum Usability Contest 2013. Zum fünften Mal vergibt eine Jury von ausgewählten Usability Experten Preise im Gesamtwert von 7000 Euro.

Eingesandt werden können Bachelor- /Masterarbeiten, Diplom- / Magisterarbeiten, Dissertationen/Habilitationen und Forschungsarbeiten aus den Jahren August 2011 – August 2013 über Erkenntnisse zur nutzungsfreundlichen Gestaltung interaktiver Anwendungen (Web, Terminal, Software, Mobil) sowie Methoden der (Web-) Usability-Forschung.

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Internationale Usability-Tests – Wo und in welcher Reihenfolge?

Modern globe connections network design, vector illustration

Usability-Tests im Ausland werden für viele unserer Kunden immer wichtiger: Wer international in Bezug auf Produkte aufgestellt ist, der sollte auch Wissen über die „internationale Zielgruppe“ haben. Egal ob einzelne Produkte, Gestaltungselemente auf der Website oder einzelne Claims: Was hierzulande funktioniert, muss in anderen Ländern noch lange nicht ebenso gut ankommen. Im Vorfeld einer solchen internationalen Usability-Studie geht es immer zuerst um die Frage: In welchen Ländern soll die Studie eigentlich stattfinden? Und soll die Studie in allen Ländern parallel laufen oder lieber nacheinander?

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Verhalten verstehen und lenken – das können Psychologen!

… und daher sind sie auch so tolle

  • User Experience Consultants,
  • Site-Optimierer,
  • Marketer und
  • Marktforscher.

Sie verstehen wann welches Erhebungsverfahren zum Einsatz kommen muss, um Verhalten zu analysieren. Sie wissen wann ein Eye-Tracking sinnvoll ist – und wann es nur wegen der schönen bunten Bilder gemacht werden muss.

Und (vielleicht) noch viel wichtiger:
Sie kennen die grundsätzlichen Prinzipien hinter gemessenem Verhalten!

Operante Konditionierung, Assimilations- und Kontrasteffekt, Halo-Effekt, externe Zuschreibung, Reaktanz, intrinsische Motivation, kognitive Dissonanz, Framing etc. – all das verstehen Psychologen und sie können dieses Wissen einsetzen um gemessenes Verhalten zu erklären und darauf aufbauend wirksame Empfehlungen zur Lenkung des Verhaltens abzuleiten.
Letzteres ist wichtig, wenn das gemessene Verhalten nicht zielführend ist – z.B. wenn relativ viele Abbrüche in Bestellprozessen vorkommen. Empfehlungen zur Lösung eines solchen Problems müssen vor allem eines sein: Wirksam! Diese wirksamen Empfehlungen zu finden, das gelinkt guten Psychologen besonders gut.

Was tun, wenn „man“ kein Psychologe ist?
Lesen. Die richtigen Bücher.
Bücher die dabei helfen die grundlegenden Verhaltensprinzipien schnell zu verstehen und dauerhaft zu speichern.
Dabei helfen Ihnen meine heutigen Buchtipps.

2 Buchtipps fürs Psychologie-Selbststudium