Kategorie-Archiv: Software Usability

mHealth Apps: Die Zukunft der Medizin? – Teil 1

Abb. 1: Das MobiUS SP1 System von MobiSante Abb. 1: Das MobiUS SP1 System von MobiSante

Wie hoch war mein Blutdruck die letzten Tage?
Hab ich gut geschlafen?
Wie viele Kalorien hab ich in der letzten Woche zu mir genommen?
Wie hoch war mein Blutzucker diesen Morgen?

Antworten zu all diesen Fragen und vielen weiteren werden uns in den nächsten Monaten und Jahren zur Verfügung stehen – und das völlig unkompliziert. Mobile Health oder auch mHealth, also das zur Verfügung stellen von Gesundheitsdienstleistungen durch mobile Endgeräte wie z. B. Smartphones, gewinnt immer mehr an Bedeutung. Momentan werden Gesundheitsdaten nur zu bestimmten Zeitpunkten gesammelt und dadurch oft nicht in Zusammenhang gebracht. Unser Körper macht aber jeden Tag viele unterschiedliche Dinge, kann also permanent Daten generieren, welche für die behandelnden Ärzte interessant sein könnten. Mobile Technologien begleiten einen, sie sind verbunden mit unserem Körper und eröffnen viele Möglichkeiten in der Patienten-Arzt-Kommunikation und –Beziehung. Weiterlesen

Bessere Interfaces dank Animation

Kann Bewegung Benutzeroberflächen verbessern? Durchaus! Gerade bei Touch- und Gestensteuerung lässt sich die Usability dank Animation deutlich steigern.

Bei der Konzeption arbeiten wir viel mit statischen Dokumenten wie Beschreibungen oder Wireframes, daher wird Bewegung oft stiefmütterlich behandelt und – wenn überhaupt – erst sehr spät im Designprozess bedacht. Das ist schade, denn Animation kann nicht nur die Usability verbessern, sondern vor allem auch die positive Wahrnehmung der Anwendung beim Benutzer (Joy of Use).

Wenn man ein Gerät nur mit dem Finger, seiner Stimme oder mit einer Handbewegung steuert, dann funktionieren Mouse-Rollover z.B. nicht. Diese liefern bei klassischen Interfaces Zusatzinformationen oder sie deuten die Funktionalität eines Elements an. In solchen Fällen kann eine Animation z.B. zeigen, welche Elemente aktiv sind und möglicherweise als Nächstes gebraucht werden. Oder die Animation kann vorführen, welche Bewegung/Geste man machen muss.

Und auch für klassische Webanwendungen bieten Animationen viele Möglichkeiten, die User Experience zu verbessern – aber auch nicht wenige Stolperfallen.

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Das Usability-Paradox in Intranet-Projekten (Teil 1)

Wie kommt es, dass in Intranet-Projekten immer lauthals nach Usability gerufen wird, in der ebenfalls immer erforderlichen Suche nach Kompromissen in der Umsetzung die Usability dann aber als Erstes geopfert wird? Und warum wird sich der Trend, dass die Usability von Intranets im Laufe der Zeit immer schlechter geworden ist, voraussichtlich auch in der Zukunft fortsetzen?
Fragen, auf die dieser Gastbeitrag von Stephan Schillerwein, Intranet-Experte und Geschäftsführer der Schillerwein Net Consulting, Antworten gibt. Weiterlesen

Neu und exklusiv: pentotype 30 Tage kostenlos testen

Ich freue mich, in diesem Gastbeitrag unsere neue Wireframing-Software vorstellen zu dürfen. In den vergangenen Jahren sind zahlreiche neue Tools auf dem Markt erschienen, mit denen sich Wireframes für mobile Geräte erstellen lassen. Diese können meist neben der reinen Anordnung von Steuerelementen auch Interaktionen wie Screenwechsel abbilden und sind somit ein sehr hilfreiches Werkzeug, um Benutzeroberflächen bereits vor der Entwicklung zu simulieren. Dennoch ist das Zeichnen mit Papier und Bleistift nach wie vor sehr beliebt, vor allem wenn es um das schnelle Festhalten von Ideen geht. Denn insbesondere Interfaces, die Nicht-Standardsteuerelemente erfordern, lassen sich meistens wesentlich schneller hinzeichnen als mit einem Wireframing-Programm zusammenklicken. Weiterlesen

Weiterbildung zum zertifizierten Usability Engineer

In den kommenden Monaten möchte ich Ihnen ausgewählte Weiterbildungsangebote aus den Bereichen Usability & Design vorstellen.

Ich möchte Sie damit ermutigen, sich stetig weiterzubilden und so auch ein wenig dazu beizutragen, dass die Qualität der Arbeit von User Experience-Designern, -Forschern und -Beratern auf hohem Niveau bleibt.

Fraunhofer_FIT

Beginnen möchte ich meine Blogbeitragsserie mit dem bereits mehrfach erfolgreich durchgeführten Seminar zum zertifizierten Usability Engineer am Fraunhofer Institut (FIT) .

Bereits Ende Juni findet das nächste Seminar statt, weitere Termine folgen turnusmäßig im Herbst und Winter.

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(Junior) Software Usability Engineer (m/w) – Karlsruhe

Zur Verstärkung des Teams in Karlsruhe sucht die GBS Enterprises-Gruppe schnellstmöglich eine(n) (Junior) Software Usability Engineer (m/w)

Ihre Aufgaben:

  • Erarbeitung, Pflege und Weiterführung von UE/UX-Richtlinien für die Software-Produkte von GBS
  • Erstellung von Spezifikationen für Software GUIs, insbesondere im Web- und Mobile-Bereich
  • Erstellung von Konzepten und Wireframes, High- und Low-Fidelity Mockups
  • Interdisziplinäres Arbeiten mit Bereichen wie Produktmanagement und -Entwicklung, Consulting
  • Kontinuierliche Erweiterung des Wissens über die Nutzer und aktives Einbringen dessen in das Unternehmen
  • Durchführen und Auswerten von Nutzertests und -daten
  • Analyse und Review von Software, Designentwürfen und anderen UX-bezogenen Produkten
  • Mitarbeit bei der Erhebung von Anforderungen sowie Durchführung von Nutzer- und Anforderungsanalysen

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Fehlende Tiefe: Usability-Sünden in Flat Designs erkennen und vermeiden

„Wieso passiert denn nichts, wenn ich hier klicke?“ oder aber „Ach, man kann hier klicken, damit was passiert?!“ – haben Sie das auch schon erlebt? Vor etwa eineinhalb Jahren begann mit der Veröffentlichung von Windows 8 der große Hype um Flat Design. Es ist kein Geheimnis, dass mit der Reduktion gestalterischer Effekte auf ein Minimum zahlreiche Probleme mit der Benutzbarkeit einher gehen können. Die Kritik der Norman Nielsen Gruppe an Windows 8 und auch an iOS 7 sind populäre Beispiele dafür. Der Ästhetik der modernen, klaren und oft farbenfrohen Gestaltung können sich trotzdem sehr viele Menschen nicht entziehen.

Auch ich empfinde viele der neuen Websites und Benutzungsoberflächen als visuell ansprechend. Gleichzeitig ärgere ich mich seit vielen Monaten über die scheinbare Ignoranz, mit der fundamentale Gestaltungsgrundsätze der Software-Ergonomie über Bord geworfen werden: Links lassen sich oft schwer von normalem Text unterscheiden, Eingabefelder sind kaum als solche zu erkennen, Schaltflächen und Symbole wirken deaktiviert. Doch muss das so sein? Oder gibt es vielleicht neue Kniffe zu erlernen, um Flat Design und exzellente Usability zu vereinen? Es gibt! Zahlreiche Stellschrauben wie erwartungskonformes Layout, der geschickte Einsatz von Typografie oder Almost Flat Design trennen die Spreu vom Weizen. Weiterlesen

Externe Expertise ins UX-Team holen – schnell und effizient

Die User Experience ist auf dem Vormarsch. Immer mehr Unternehmen setzen auf eigene Abteilungen, um das Wissen intern aufzubauen und zu halten. Relevante Fragestellungen werden in Prozessen festgehalten und etablieren sich, das erleben wir bei vielen unserer Kunden.

Diese Integration bringt sicherlich viele Vorteile mit sich, wie z. B. die Flexibilität, doch wie sollte es auch anders sein: Die Medaille hat zwei Seiten, es ergeben sich auch Nachteile, denen es sich zu stellen gilt:

  • Das Team ist eng mit den anderen Abteilungen und dem Untersuchungsgegenstand verbunden, weiß um interne Prozesse und Handhabungen, verliert dadurch den Blick von außen, sieht nur noch durch die „Unternehmensbrille“. Das geht meist mit einer Einschränkung von innovativen Empfehlungen einher, die bekannten, bestehenden Grenzen engen den Denkrahmen ein.
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Jobsuche 2.0 – was mobile Jobportale bieten (oder auch nicht)

Fach- und Führungskräftemangel und der Kampf um junge Talente sind die Dauerthemen, die aus der deutschen Unternehmenswelt zu hören sind. Auf der anderen Seite bringen uns Markt- und Medienforscher bei, dass nicht mehr nur die Digital Natives permanent mit dem Handy ins Internet gehen, sondern zwischenzeitlich auch rund jeder Zweite Ü-30 dem neuen Lebensmotto „always-on“ verfallen ist.[1] Doch wie passen diese beiden Trends zusammen? Die Antwort scheint offensichtlich: Unternehmen legen zunehmend Wert auf ein „Mobile Recruiting“, sprich eine Bewerberansprache, die auch der Nutzung via Smartphone und Co. gerecht wird. So achten beispielsweise 64 % der Unternehmen bei der Auswahl von Online-Jobbörsen darauf, dass diese auch mobil zugänglich sind.[2] Doch was bedeutet hier denn „mobil zugänglich“?
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Usability-Heuristiken und SUCCESS-Regeln: eine starke Kombination für erfolgreiche Business Intelligence-Systeme

Gerne bin ich der Einladung unseres Partners Selbach Information Systems gefolgt, auf der arc|twenty, anlässlich des 20jähriges Firmenjubiläums des BI-Lösungsanbieters arcplan, einen ‚fachfremden‘ Vortrag zum Thema Usability zu halten.

Kein leichtes Unterfangen, denn immerhin geht es bei Business Intelligence-Anwendungen um eine kleine, aber feine Anwendergruppe im Unternehmen – bis hin zum einflussreichsten N=1, dem CEO.

Die Vorbereitungen auf den Vortrag, die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen BI-Lösungen haben mich dann dazu verleitet, den Vortragstitel „In 30 Minuten zum Usability-Experten“ zu taufen. Denn das zustimmende Feedback im Nachgang an den Vortrag (voller Saal mit ca. 40 Zuhörern) hat mir noch einmal bestätigt, dass Usability ein wichtiger Erfolgsfaktor für Business Intelligence Systemen ist.

Jedoch liegt der Schwerpunkt bei der Konzeption und Optimierung von Informationssystemen eher im Integrieren und Darstellen der zahlreichen Unternehmenskennzahlen.

Meine Erkenntnis: Was dem Usability-Consultant seine Heuristiken nach Nielsen, sind dem Business-Intelligence-Experten die SUCCESS-Regeln nach Prof. Hichert. Die Kombination dieser Guidelines unterschiedlicher ist nötig für eine höchst nutzerfreundliche und erfolgreiche BI-Anwendung.

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