Archiv der Kategorie: Usability von Geräten

User-Centered Design mit Elektroantrieb

Seit einiger Zeit ist der Paketzusteller DHL mit Elektroautos unterwegs. Die Kastenförmigen gelben Autos sind mir in Köln immer wieder auf der Straße aufgefallen. Gerade in Zeiten des Dieselskandals, freute ich mich, dass DHL anscheinend etwas für die Umwelt tun möchte. Per Zufall sah ich einen Bericht über die Entwicklung des sogenannten StreetScooters. Dieser weckte mein Interesse, schließlich stand bei der Entwicklung und Weiterentwicklung des Elektrotransporters der Nutzer im Zentrum … Weiterlesen

Epic Fails in der Produktentwicklung – oder: wenn Nutzer nicht einbezogen werden

Sie haben eine großartige Idee für ein neues Produkt? Dann schnell entwickeln und auf den Markt werfen! Nutzer befragen? Testen? Marktanalyse? Brauchen Sie nicht, Sie kennen schließlich Ihre Nutzer und wissen was auf dem Markt gerade los ist. Außerdem haben die Nutzer sowieso keine Ahnung, was sie wirklich brauchen. Ich zitiere nur mal den großen Henry Ford:

    “If I had asked my customers what they wanted, they would have said a faster horse.”

Also viel Erfolg! Das wird super!

Bei ein paar Projekten, zu denen wir in der Vergangenheit gerufen wurden, scheint es so oder so ähnlich abgelaufen zu sein. Meistens endeten diese Projekte in kleineren oder größeren Katastrophen. Statt nun ein emotionales Plädoyer für mehr und bessere User Research zu halten, möchte ich von einigen dieser Katastrophen berichten, die in der Techwelt bekannt wurden oder aus unserem Agenturumfeld stammen. Das ist anschaulicher und viel wichtiger – auch unterhaltsamer. Weiterlesen

Chatbots – Ein Erfahrungsbericht mit Fails und Good Practices

Nicht selten werden Conversational User Interfaces eine glorreiche Zukunft vorausgesagt. Dazu gehören neben Sprachassistenten mit ihrem entsprechenden Voice User Interface auch Chatbots. Tipps zur Konzeption von Sprachassistenten finden Sie beispielsweise in dem Artikel von Lorena Meyer, oder in diesem Artikel von Jens Jacobsen.
In diesem Artikel wird es um Chatbots gehen. Ich habe diverse Chatbots ausprobiert. Welche Erfahrungen ich dabei gemacht habe, über welche Fails ich mich ärgerte und über welche Good Pracitices ich mich freute, können Sie im Folgenden lesen. Weiterlesen

Warum Virtual Reality nur mit guter UX zu mehr Verbreitung gelangt

Mathias Wochnig (VR-ON) im Interview über die Chancen und Hemmnisse von VR

Mathias Wochnig ist Diplom-Ingenieur für Medientechnologie und arbeitet bereits seit mehr als zehn Jahren im Bereich Virtual und Augmented Reality. Bevor er die vr-on GmbH gründete, war er in diversen internationalen Management Positionen bei der Dassault Systemes 3DEXCITE GmbH und der A.R.T. GmbH tätig. Das Unternehmen vr-on entwickelt eine Software Plattform für kollaboratives Arbeiten in Virtual Reality (VR). Die Kunden der vr-on stammen aus den Bereichen Automobil, Luftfahrt, Maschinenbau und (Innen-)Architektur. Im Interview sprechen wir über die Anfänge von Virtual Reality, Hürden, Potenziale und Chancen für den Einsatz von VR jetzt und in Zukunft. Weiterlesen

Konzeption von Voice User Interfaces – Trends, Tipps & Tools

Sprach-gesteuerte Anwendungen sind in aller Munde. Viele Experten prophezeihen, dass die Voice User Interfaces grafische Interfaces komplett ablösen werden. Auch das Beratungsunternehmen Gartner siedeln sie noch am Anfang ihres Hype Cycles (Stand Juli 2016) an. Sie müssen die Spitze der überhöhten Erwartungen erst noch bewältigen, bevor sie dann – schätzungsweise in 5 bis 10 Jahren – in der breiten Masse ankommen und entsprechend ausgereift sind.

Gartner's Hype Cycle 2016

Gartner’s Hype Cycle zeigt, dass Conversational Voice Interfaces noch am Anfang stehen und nicht über die Spitze der überhöhten Erwartungen drüber ist. Erst in 5 bis 10 Jahren werden diese in der breiten Masse ankommen, wird geschätzt.

Bereits für 2020 erwartet das Beratungsunternehmen Gartner, dass 30% aller webbasierten Sitzungen ohne Screen stattfinden werden. Auch Chatbots und sonstigen Sprachassistenten sprechen sie eine erfolgreiche Zukunft aus: Über 85% aller Interaktionen mit dem Kunden sollen laut Gartner dann ohne Menschen erfolgen. Und laut ComScore werden bis dahin die Hälfte der Suchanfragen mit Sprache ausgeführt.
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Sprachassistenten – typische Fehler in der Konzeption & wie man sie vermeidet

Was brauchen Nutzer? Um diese Frage dreht sich die ganze Produktentwicklung. Und mit ganz, ganz wenigen Ausnahmen steht diese Frage am Anfang jeder erfolgreichen Anwendung.

Und doch scheint mir, wird diese Frage aktuell sträflich vernachlässigt bei der aktuellen Konzeption von Sprachassistenten. Nach meinem Eindruck haben viele Unternehmen das Gefühl, dass auf diesem Gebiet etwas passiert, was ganz wichtig wird. Es ist die Rede davon, dass grafische Nutzeroberflächen nach und nach verschwinden. Wer jetzt mit dabei ist, der hat die Chance, langfristig relevant zu bleiben, wenn Nutzer in Zukunft Anwendungen nur noch mit Sprachbefehlen steuern. Ob das so kommt, sei mal dahingestellt.

Anknüpfend an den Beitrag meines Kollegen Xaver Bodendörfer (Usability-Tests mit Sprachsteuerungen/-assistenten) meine Eindrücke aus der Praxis, nachdem ich in den letzten Wochen knapp 200 Aufzeichnungen der Interaktion von Probanden mit Amazon Echo gehört habe.

Mein Fazit: Vielfach werden offenbar Systeme entwickelt, die irgendwie zum eigenen Angebot passen. Es steht die Frage am Anfang: Was können wir anbieten? Welche Daten haben wir, für welche Aufgaben nutzen die Menschen unsere Anwendungen derzeit, was erwarten sie sonst von uns?
Das hat wenig mit nutzerzentrierter Entwicklung zu tun, selbst wenn man dann in den nächsten Schritten vorbildlich Nutzertests durchführt.

Ist die Grundidee nichts, helfen auch Nutzertests nur wenig – sofern man nicht bereit ist, auch die Grundidee auf den Prüfstand zu stellen und sie nochmal zu hinterfragen. Und im schlimmsten Fall nochmal ganz von vorn anzufangen. Also bei der Ideenfindung, der Ideation.

Schema Design-Thinking-Prozess

Beim Design Thinking kommt es darauf an, zu iterieren.

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Alexa – wie wird das Wetter morgen? Nutzungskontext von Sprachassistenten (1/2)

Amazon Echo beziehungsweise der entsprechende Assistent Alexa kann uns diese Frage beantworten – und einige weitere auch. Das haben wir mit einem Echo Dot im Büro ausprobiert.

Aber wie eignet sich die Nutzung eines Assistenten für den alltäglichen Gebrauch? Welche Funktionen sind überhaupt hilfreich im Alltag? Und in welcher Art und Weise, wann, und von wo aus wird der Assistent angesprochen? Diese Fragen untersuchten wir mit einer ethnografischen Kontextanalyse. Weiterlesen

UX für alle Kanäle. 2017 kann kommen.

UX für alle Kanäle

Quelle: Richard Bretschneider / eresult


Alles wird anders. Schon wieder. Wie jedes Jahr. Deshalb ist es ja so großartig UXler zu sein.

Aber was wird jetzt das große neue Ding in 2017? Chatbots wie Slack? Voice interfaces wie Alexa? Virtual Reality? Amazons Dash Button? Kann sein, kann nicht sein. Das kann auch ich nicht prognostizieren. Welche der vielen neuen Technologien auch immer abheben mag, eins ist mal ganz allgemein gesagt gewiss: Die Anzahl der verschiedenen Kanäle, Technologien und Touchpoints die Nutzer mit einem Service, Produkt oder Unternehmen in Kontakt bringen, nimmt stetig zu. Die Customer Journey wird fragmentierter und beschränkt sich digital gesehen längst nicht mehr auf Websites und Apps. Nehmen wir die Reiseplanung über mehrere Kanäle als Beispiel: Weiterlesen

Wie werden Usability-Tests mit Sprachsteuerungen/-assistenten durchgeführt?

Die Entwicklungen in letzter Zeit zeigen, dass sich die Interaktion mit technischen Geräten über Sprache weiterverbreiten wird. Der Veranstalter der CES spricht davon, dass die Sprachsteuerung langfristig grafische Benutzeroberflächen ablösen wird.
Je weiter sich die Sprachsteuerung bzw. die Sprachassistenten wie z. B. Amazon’s Echo verbreiten, desto mehr muss über die Usability und Benutzerfreundlichkeit von sprachlichen Interfaces nachgedacht werden.
Tipps und Verbesserungsvorschläge zur Usability/UX geben wir bei eresult nicht „aus dem Bauch heraus“, sondern evidenzbasiert. Eine dazu anwendbare Methode ist der klassische Usability-Test. Aber lässt sich diese Methode auch auf ein sprachliches Interface anwenden? Weiterlesen

Tipps zur Gestaltung eines mobilen Check-outs

Heutzutage verwenden Konsumenten immer mehr ihre mobilen Geräte wie Smartphone oder Tablet. Ihr Desktop hat (fast) ausgedient. Sie nutzen mobile Geräte unterwegs zum chatten, surfen im Internet aber auch zum Online-Shoppen – wie zum Beispiel beim Kauf eines Tickets für ein Musical, Konzert oder für den Flug zum nächsten Urlaubsziel.
Potentielle Käufer können sich allerdings einigen Herausforderungen gegenüber gestellt sehen, wenn der Online-Shop nicht mobile optimiert gestaltet wurde. Und so kommt es dazu, dass zwar über 60 % der Online-Zeit mobil verbracht wird es aber einige Probleme gibt, weshalb die Nutzer mobil nicht kaufen. Zeit also, dies zu ändern!. Weiterlesen