Archiv der Kategorie: Usability von Geräten

Konzeption von Voice User Interfaces – Trends, Tipps & Tools

Sprach-gesteuerte Anwendungen sind in aller Munde. Viele Experten prophezeihen, dass die Voice User Interfaces grafische Interfaces komplett ablösen werden. Auch das Beratungsunternehmen Gartner siedeln sie noch am Anfang ihres Hype Cycles (Stand Juli 2016) an. Sie müssen die Spitze der überhöhten Erwartungen erst noch bewältigen, bevor sie dann – schätzungsweise in 5 bis 10 Jahren – in der breiten Masse ankommen und entsprechend ausgereift sind.

Gartner's Hype Cycle 2016

Gartner’s Hype Cycle zeigt, dass Conversational Voice Interfaces noch am Anfang stehen und nicht über die Spitze der überhöhten Erwartungen drüber ist. Erst in 5 bis 10 Jahren werden diese in der breiten Masse ankommen, wird geschätzt.

Bereits für 2020 erwartet das Beratungsunternehmen Gartner, dass 30% aller webbasierten Sitzungen ohne Screen stattfinden werden. Auch Chatbots und sonstigen Sprachassistenten sprechen sie eine erfolgreiche Zukunft aus: Über 85% aller Interaktionen mit dem Kunden sollen laut Gartner dann ohne Menschen erfolgen. Und laut ComScore werden bis dahin die Hälfte der Suchanfragen mit Sprache ausgeführt.
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Sprachassistenten – typische Fehler in der Konzeption & wie man sie vermeidet

Was brauchen Nutzer? Um diese Frage dreht sich die ganze Produktentwicklung. Und mit ganz, ganz wenigen Ausnahmen steht diese Frage am Anfang jeder erfolgreichen Anwendung.

Und doch scheint mir, wird diese Frage aktuell sträflich vernachlässigt bei der aktuellen Konzeption von Sprachassistenten. Nach meinem Eindruck haben viele Unternehmen das Gefühl, dass auf diesem Gebiet etwas passiert, was ganz wichtig wird. Es ist die Rede davon, dass grafische Nutzeroberflächen nach und nach verschwinden. Wer jetzt mit dabei ist, der hat die Chance, langfristig relevant zu bleiben, wenn Nutzer in Zukunft Anwendungen nur noch mit Sprachbefehlen steuern. Ob das so kommt, sei mal dahingestellt.

Anknüpfend an den Beitrag meines Kollegen Xaver Bodendörfer (Usability-Tests mit Sprachsteuerungen/-assistenten) meine Eindrücke aus der Praxis, nachdem ich in den letzten Wochen knapp 200 Aufzeichnungen der Interaktion von Probanden mit Amazon Echo gehört habe.

Mein Fazit: Vielfach werden offenbar Systeme entwickelt, die irgendwie zum eigenen Angebot passen. Es steht die Frage am Anfang: Was können wir anbieten? Welche Daten haben wir, für welche Aufgaben nutzen die Menschen unsere Anwendungen derzeit, was erwarten sie sonst von uns?
Das hat wenig mit nutzerzentrierter Entwicklung zu tun, selbst wenn man dann in den nächsten Schritten vorbildlich Nutzertests durchführt.

Ist die Grundidee nichts, helfen auch Nutzertests nur wenig – sofern man nicht bereit ist, auch die Grundidee auf den Prüfstand zu stellen und sie nochmal zu hinterfragen. Und im schlimmsten Fall nochmal ganz von vorn anzufangen. Also bei der Ideenfindung, der Ideation.

Schema Design-Thinking-Prozess

Beim Design Thinking kommt es darauf an, zu iterieren.

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Alexa – wie wird das Wetter morgen? Nutzungskontext von Sprachassistenten (1/2)

Amazon Echo beziehungsweise der entsprechende Assistent Alexa kann uns diese Frage beantworten – und einige weitere auch. Das haben wir mit einem Echo Dot im Büro ausprobiert.

Aber wie eignet sich die Nutzung eines Assistenten für den alltäglichen Gebrauch? Welche Funktionen sind überhaupt hilfreich im Alltag? Und in welcher Art und Weise, wann, und von wo aus wird der Assistent angesprochen? Diese Fragen untersuchten wir mit einer ethnografischen Kontextanalyse. Weiterlesen

UX für alle Kanäle. 2017 kann kommen.

UX für alle Kanäle

Quelle: Richard Bretschneider / eresult


Alles wird anders. Schon wieder. Wie jedes Jahr. Deshalb ist es ja so großartig UXler zu sein.

Aber was wird jetzt das große neue Ding in 2017? Chatbots wie Slack? Voice interfaces wie Alexa? Virtual Reality? Amazons Dash Button? Kann sein, kann nicht sein. Das kann auch ich nicht prognostizieren. Welche der vielen neuen Technologien auch immer abheben mag, eins ist mal ganz allgemein gesagt gewiss: Die Anzahl der verschiedenen Kanäle, Technologien und Touchpoints die Nutzer mit einem Service, Produkt oder Unternehmen in Kontakt bringen, nimmt stetig zu. Die Customer Journey wird fragmentierter und beschränkt sich digital gesehen längst nicht mehr auf Websites und Apps. Nehmen wir die Reiseplanung über mehrere Kanäle als Beispiel: Weiterlesen

Wie werden Usability-Tests mit Sprachsteuerungen/-assistenten durchgeführt?

Die Entwicklungen in letzter Zeit zeigen, dass sich die Interaktion mit technischen Geräten über Sprache weiterverbreiten wird. Der Veranstalter der CES spricht davon, dass die Sprachsteuerung langfristig grafische Benutzeroberflächen ablösen wird.
Je weiter sich die Sprachsteuerung bzw. die Sprachassistenten wie z. B. Amazon’s Echo verbreiten, desto mehr muss über die Usability und Benutzerfreundlichkeit von sprachlichen Interfaces nachgedacht werden.
Tipps und Verbesserungsvorschläge zur Usability/UX geben wir bei eresult nicht „aus dem Bauch heraus“, sondern evidenzbasiert. Eine dazu anwendbare Methode ist der klassische Usability-Test. Aber lässt sich diese Methode auch auf ein sprachliches Interface anwenden? Weiterlesen

Tipps zur Gestaltung eines mobilen Check-outs

Heutzutage verwenden Konsumenten immer mehr ihre mobilen Geräte wie Smartphone oder Tablet. Ihr Desktop hat (fast) ausgedient. Sie nutzen mobile Geräte unterwegs zum chatten, surfen im Internet aber auch zum Online-Shoppen – wie zum Beispiel beim Kauf eines Tickets für ein Musical, Konzert oder für den Flug zum nächsten Urlaubsziel.
Potentielle Käufer können sich allerdings einigen Herausforderungen gegenüber gestellt sehen, wenn der Online-Shop nicht mobile optimiert gestaltet wurde. Und so kommt es dazu, dass zwar über 60 % der Online-Zeit mobil verbracht wird es aber einige Probleme gibt, weshalb die Nutzer mobil nicht kaufen. Zeit also, dies zu ändern!. Weiterlesen

Unterschied UX und Usability am Beispiel der Nutzung einer Kaffeemaschine

Das Beispiel einer neuen Kaffeemaschine zeigt uns, weshalb UX und Usability nicht dasselbe sind – vor allem die UX als allumfassendes Konstrukt benötigt andere Methoden, um sie zu erfassen. Usability und User Experience werden häufig inflationär vertauscht – meist wird UX (User Experience) geschrieben, gemeint wird jedoch die Usability. Anhand der Neuanschaffung einer Kaffee-Kapsel-Maschine bei eresult zeigen wir Ihnen in Form eines Inhouse-Tests die Methoden und Fragestellungen, die wir zum einen zur Erfassung der Usability, aber auch zur Erfassung der User Experience verwenden würden. Weiterlesen

Basiswissen Remote-Testing – Alles was Sie wissen müssen

Ein Usability-Test zur Überprüfung der User Experience eines Produkts gehört zum Kern des User Centered Designs. Dabei ist das Nutzerfeedback im Entwicklungsprozess ein entscheidender Faktor für den späteren Erfolg eines Produkts. Um UX-Testing schnell und mit einer möglichst großen Stichprobe in die komplexen Prozesse der Produktentwicklung zu integrieren, suchten viele Unternehmen nach einer effizienten Möglichkeit ihre Produkte zu testen. Folglich wurde der Online durchführbare Remote-Usability-Test geboren. Die Besonderheit dieser Methode ist, dass die Probanden von ihrem eigenen Rechner zu Hause oder am Arbeitsplatz am Test teilnehmen und sich demzufolge in ihrem natürlichen Umfeld befinden. Dadurch ist der Ablauf eines Remote-Tests deutlich schneller als der Ablauf eines klassischen Usability-Tests im Labor und passt daher besonders gut in die meist eng terminierten Prozessschritte der agilen Produktentwicklung.

Ist der Remote Usability-Test demnach das perfekte Werkzeug für die Usability-Analyse? Im Themendossier „Basiswissen Remote-Testing“ helfe ich Ihnen diese Frage zu beantworten und erkläre Schritt für Schritt wie ein Remote Usability-Test durchgeführt wird. Weiterlesen

Virtual Reality – worauf dürfen wir uns freuen?

VR-Brille Playstation VR

Wir blicken in eine Zukunft, die viele neue Bedienkonzepte mit sich bringt. VR z.B. erfordert Umdenken bei klassischen Menüs und Buttons.

Wir leben in aufregenden Zeiten. Mehr und mehr Technik zieht in unsere Büros und Fabriken ein, in Autos und in unsere Wohnzimmer. Die Vielfalt an Bedienoberflächen nimmt stetig zu und jedes neue Gerät bringt neue Herausforderungen aus Sicht der User Experience mit sich. Wie können wir als UX-Designer und Konzepter hier Schritt halten? Indem wir uns einlassen auf die neuen Geräte, ausprobieren, was geht und sehen, wie Kollegen die Herausforderungen angehen.

Ich habe mir nun genau angesehen, wie Nutzer die virtuelle Realität (VR) steuern können – und dabei viele herkömmliche Konzepte gefunden, die unterschiedlich gut funktionieren und einige neue Ansätze, die hoch spannend sind.

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Please get smart now! SmartLive als Initiative für mehr Verständnis im Smart Home-Markt

einstiegsbild_smartliveWarum der Smart Home-Markt hinter den Erwartungen zurückbleibt, wurde in verschiedenen Studien (s. u.) schon hinreichend analysiert. Was man dagegen tun kann, ist jedoch mindestens genauso wichtig und wird unter anderem im Projekt SmartLive thematisiert. Am 2. November 2016 fand dazu ein Fachseminar statt, das nicht nur verschiedene Perspektiven beleuchtete, sondern Smart Home-Lösungen auch im wahrsten Sinne des Wortes „begreifbar“ machte. Nachfolgend eine kurze Zusammenfassung zum Status quo im Smart Home-Markt und Ausblicke in die Zukunft. Weiterlesen