Archiv der Kategorie: Usability von Online-Shops

Besitz schafft Wert: Psychologische Erkenntnisse für ein überzeugenderes Webdesign (Teil 5)

Zwei identische Artikel liegen vor Ihnen auf einem Tisch. Sie schätzen ihren Wert ein und kommen zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen. Wie kann das sein? Nun das eine Ding besitzen Sie und das andere eben nicht. Dieses Phänomen, bekannt aus der Verhaltensökonomie und klassischen psychologischen Experimenten, besagt schlichtweg: Besitz schafft Wert. Wenn wir etwas verkaufen, verlangen wir mehr Geld, als wir selbst bereit wären, dafür auszugeben. Wenn wir etwas verkaufen, finden wir die Gebote meist zu niedrig, weil der Gegenstand für uns subjektiv einen viel höheren Wert hat. Aber wie können Sie dieses Phänomen für Ihren Online-Shop nutzen? Weiterlesen

Neues aus dem UX Lab: mit den Interviewer-Skills steht und fällt die Usability-Studie

Interview_UX_Usability_eResultNach meinem Rundumschlag zum Thema „Neues aus dem UX-Lab: 101+ Dinge, an die man bei der Durchführung von Usability-Tests denken sollte“ (Teil 1 und Teil 2) nun zum wiederholten Male das Thema Interviewführung bzw. Moderation von Usability-Tests. Warum? Ich kann als Projektleiter noch ein so tolles Studiendesign erarbeiten, die Zielgruppe perfekt abbilden, die richtigen Dinge aus den Beobachtungen/Aussagen der Probanden interpretieren und über Metriken messen … WENN DER INTERVIEWER KEIN AUSGEWIESENER PROFI IST sowohl im Durchführen von Interviews noch im Bereich UX, DANN SIND DIE ERGEBNISSE ZWANGSLÄUFIG FÜR DIE KATZ ODER NUR HALB SO WERTVOLL!

Aus diesem Grund ein paar Tipps & Tricks, wie Sie ein besserer Interviewer werden können. Weiterlesen

eResult Vortrag auf der ONE³ – Andere Länder, andere User Experience?!

UX_Agentur_eResultFür all diejenigen, die es gestern nicht zur Veranstaltung ONE³ International E-Commerce bei GS1 Germany in Köln geschafft haben – ob nun der Lufthansa oder aber des rasanten Jahresendgeschäfts wegen – anbei ein kurzes Wrap up meines 20-minütigen Vortrages.

Im Kern ging es darum, zu verdeutlichen, an welchen Stellen Sie getrost Ihre E-Commerce-Plattform multiplizieren (kopieren) können und wo aufwendigere Lokalisierungsarbeiten notwendig sind. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass Sie qualitative user research-Studien in allen Zielmärkten durchführen müssen. Es hilft jedoch ungemein 😉 Weiterlesen

Der Halo-Effekt: Psychologische Erkenntnisse für ein überzeugenderes Webdesign (Teil 4)

Wer kennt das nicht? Man lernt eine Person kennen und ganz automatisch versucht man sich ein erstes schnelles Urteil über diese Person zu bilden. Dieser erste Eindruck kann und wird den späteren Umgang mit dieser Person maßgeblich beeinflussen. Da man für den ersten Eindruck allerdings meist wenig Zeit hat, greift man dabei unbewusst auf einen in der menschlichen Informationsverarbeitung weit verbreiteten Trick zurück: eine Heuristik.
Ein Beispiel: Nehmen wir an, Sie lernen auf einer Party jemanden kennen, der vielleicht an diesem Abend sehr gut gekleidet ist und schließen daraus, dass diese Person Weiterlesen

Karussells & Bildbühnen, die Nutzer erfreuen, nicht verwirren

Karussell-Baur-Ausschnitt

Ein klassisches Konzepter-Problem: Wie bringe ich all die Infos unter auf der Startseite, die dort unbedingt hingehören? Wie zeige ich den Benutzern auf einen Blick, worum es auf der Site geht und was sie bietet?

Eine Lösung, die seit Jahren beliebt ist, sind die so genannten Karussells oder Bildbühnen. Eine Zeit lang fehlte dieses Element auf kaum einer modernen Startseite, die viele Inhalte zu bieten hat.

Doch es scheint, als würde diese Lösung aus der Mode kommen – mehr und mehr Sites verzichten darauf. Manche Konzepter sagen: zu Recht. Denn klar ist, dass Karussells trotz vieler Vorteile einige große Usability-Probleme haben.

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Der Herdentrieb: Psychologische Erkenntnisse für ein überzeugenderes Webdesign (Teil 3)

supporters Menschen orientieren sich stets an dem, was andere tun. Sie kennen vielleicht eine dieser Studien, in denen ein paar Leute (die eingeweiht sind) mitten in der Einkaufspassage nach oben gucken und sich schnell immer mehr Passanten dazugesellen und ebenfalls nach oben schauen. Oder im Konzert: Einer fängt an zu klatschen und ganz schnell klatschen auch die anderen. Häufig wissen diese Personen dabei gar nicht, warum sie eigentlich nach oben gucken oder anfangen zu klatschen.

Der Grund dafür ist das psychologische Prinzip des „Social Proof“, zu dt. auch gern als „Herdentrieb“ bezeichnet: Wir orientieren uns häufig an dem Verhalten anderer Menschen, da wir davon ausgehen, dass dies gut für uns ist. Speziell in Situationen, in denen keine „besseren“ Informationen vorliegen, ist dies eine wichtige Heuristik, um trotzdem sinnvolle Entscheidungen treffen zu können.

In diesem Artikel möchte ich anhand von Erklärungen & Beispielen zeigen, wie Sie sich diese Erkenntnis für Ihren Webauftritt zu Nutze machen können. Weiterlesen

Kostenfreies E-Book „International handeln“ liefert wertvolle Tipps für die erfolgreiche Internationalisierung

UEC E-Book International handelnInternationalisierung ist der Trend im E-Commerce – mit einem erheblichen Entwicklungs- und Umsatzpotenzial für Online-Händler. Doch wer als Online-Händler ein Stück vom großen Kuchen abhaben möchte, muss einiges beachten. Im kostenfreien E-Book „International handeln“ zeigen wir gemeinsam mit unserem Partnernetzwerk United E-Commerce, worauf es bei der Internationalisierung ankommt – mit praktischen Checklisten, wertvollen Tipps und spannenden Einblicken in andere Länder. Weiterlesen

Neues aus dem UX Lab: 101 Dinge, an die man bei der Durchführung von Usability-Tests denken sollte – Teil 2/2

Nach den bereits im ersten Teil der Artikelserie thematisierten Projektphasen: Kickoff und initiale Projektorganisation, Studienkonzeption inkl. Pretest sowie Erhebung folgen nun die Phasen Auswertung und Präsentation der Ergebnisse eines Usability-Tests.
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„Einen Flyer, bitte!“ – Usability in Online-Print-Shops

Das Geschäft mit dem Druck steht heute vor neuen Herausforderungen. Der Preiskampf ist für viele Unternehmen existenzbedrohend geworden und viele klassische Betriebe sind in den letzten Jahren vom Markt verschwunden. So ist der Bedarf an Print-Katalogen stark gesunken, da der Versandhandel vornehmlich ins Internet abgewandert ist. Einige Unternehmen scheinen jedoch gegen den Trend sogar zu wachsen. Nach einem Artikel der brandeins scheint die Erfolgsformel dieser „Krisengewinner“ – wie bei so Vielem – der Ausbau des Online-Geschäfts mit vorrangig kleinen Kunden zu sein. Nur so bleibt man konkurrenzfähig. Doch auch in der Online-Print-Branche ist es nicht damit getan lediglich einen Shop zu betreiben. Auch hier geht es darum die Produktpalette übersichtlich und einfach zusammenstellbar zu gestalten sowie eine einfache und verständliche Bestellung anzubieten, um erfolgreich zu sein. Weiterlesen