Archiv der Kategorie: Web Usability

User Experience: Ticken die Franzosen wirklich anders?

Wie unterscheiden sich deutsche und französische Webseiten?

Quelle: AdobeStock/Nelos

Eine in Deutschland erfolgreiche Webseite für internationale Märkte wie Frankreich anzupassen ist kein allzu großer Aufwand. Denken Sie das wirklich? Auch wenn die Franzosen von den Deutschen kulturell vielleicht gar nicht so weit entfernt scheinen, gibt es gerade in der Internet-Nutzung und im Online-Konsumverhalten einige gravierende Unterschiede. In diesem Artikel greife ich für Sie die 5 wichtigsten Bereiche aus dem User Experience Wheel von Magnus Revang auf und erkläre, worauf Sie in der Praxis mit französischen Usern achten müssen, damit Ihr Business im Nachbarland erfolgreich durchstartet. Weiterlesen

Produkttest: Warum Sie Usability-Tests mit jungen Müttern machen sollten

Junge Mütter gehören mit Sicherheit zu einer der anspruchsvollsten Nutzergruppen und zu den kritischsten Produkttestern:

  • Sie sind Experten im Surfen auf mobilen Endgeräten – laut einer Studie von Yahoo („The Shift to Smartphone Dominance“) gehören junge Mütter zwischen 18 und 34 Jahren zu den so genannten Smartphone-dominanten Usern, also jenen Nutzern, die den größten Teil ihrer digitalen Zeit mit dem mobilen Endgerät verbringen – nämlich 70 Prozent. Sie legen vor allem Wert auf die Aktualität der Daten und den einfachen Zugriff, die ihnen die mobile Nutzung von Online-Angeboten bietet. Nicht verwunderlich beim Gedanken an den Alltag zwischen Babytragen, Wickelkommode, Babybett und Stillecke. Es bleibt immer nur kurz Zeit, um etwas nachzuschauen oder zu recherchieren. Sie organisieren oft viele Dinge gleichzeitig und wollen flexibel auch von unterwegs auf Online-Dienste zugreifen können.
  • Neben diesem Nutzungsverhalten haben junge Mütter (Anmerkung der Autorin: das gilt im Übrigen auch für junge Väter – im Artikel spreche ich allerdings aus der Perspektive einer Mutter) auch höchste Anforderungen an Produkte des Alltags. Weiterlesen

UX für alle Kanäle. 2017 kann kommen.

UX für alle Kanäle

Quelle: Richard Bretschneider / eresult


Alles wird anders. Schon wieder. Wie jedes Jahr. Deshalb ist es ja so großartig UXler zu sein.

Aber was wird jetzt das große neue Ding in 2017? Chatbots wie Slack? Voice interfaces wie Alexa? Virtual Reality? Amazons Dash Button? Kann sein, kann nicht sein. Das kann auch ich nicht prognostizieren. Welche der vielen neuen Technologien auch immer abheben mag, eins ist mal ganz allgemein gesagt gewiss: Die Anzahl der verschiedenen Kanäle, Technologien und Touchpoints die Nutzer mit einem Service, Produkt oder Unternehmen in Kontakt bringen, nimmt stetig zu. Die Customer Journey wird fragmentierter und beschränkt sich digital gesehen längst nicht mehr auf Websites und Apps. Nehmen wir die Reiseplanung über mehrere Kanäle als Beispiel: Weiterlesen

Tipps zur Gestaltung eines mobilen Check-outs

Heutzutage verwenden Konsumenten immer mehr ihre mobilen Geräte wie Smartphone oder Tablet. Ihr Desktop hat (fast) ausgedient. Sie nutzen mobile Geräte unterwegs zum chatten, surfen im Internet aber auch zum Online-Shoppen – wie zum Beispiel beim Kauf eines Tickets für ein Musical, Konzert oder für den Flug zum nächsten Urlaubsziel.
Potentielle Käufer können sich allerdings einigen Herausforderungen gegenüber gestellt sehen, wenn der Online-Shop nicht mobile optimiert gestaltet wurde. Und so kommt es dazu, dass zwar über 60 % der Online-Zeit mobil verbracht wird es aber einige Probleme gibt, weshalb die Nutzer mobil nicht kaufen. Zeit also, dies zu ändern!. Weiterlesen

5 gute Gründe warum Design Workshops Ihre Produktentwicklung erfolgreicher machen

Copyright: Gajus / fotolia.de

Agile! Lean! Wir brauchen einen Workshop. Kommt lasst uns Design Thinking und Ideation machen, noch heute. Creation & Innovation ist immer gut. Und Google Design Sprints! Lasst uns Spaß haben und Post-Its an die Wände kleben. Kaffee dazu?

All die Buzzwords sind kein Vorwand, um diesen Artikel suchmaschinenoptimiert zu machen (okay ein bisschen schon). Es ist einfach harte Realität, dass mit den Begriffen häufig um sich geworfen wird, ohne so ganz genau zu wissen, wie sie sich unterscheiden. Und oftmals werden Design Sprints oder Design Thinking Workshops als „coole, verrückte Brainstorming Sessions“ abgestempelt. Weiterlesen

Das Internet erobert die Drogeriebranche

Beim Thema E-Commerce fallen einem in der Regel eher die großen Player wie Amazon, Otto oder Zalando ein. Der Internethandel hat bereits eine Vielzahl an Branchen erobert und ist beim Kauf von Flügen, Hotels, Medien aller Art, Elektrogeräte und Mode der favorisierte Kanal. Die Drogeriebranche hat sich mit dem Einstieg ins Internet lange Zeit gelassen. Erste Versuche scheiterten bzw. wurden schnell wiedereingestellt. Seit einigen Jahren sind nahezu alle großen Drogerieketten im Internet vertreten und es ist an der Zeit diese Branche im usabilityblog.de etwas näher zu betrachten. Weiterlesen

Nähe und Entfernung – Auswertung von offenem Cardsorting

Bei der Neukonzeption der Informationsarchitektur einer Webseite über ein offenes Cardsorting werden die Inhaltselemente zunächst möglichst vollständig erfasst. Die Benennungen der Elemente werden aufgenommen. Dann werden von Probanden aus den Elementen Gruppen gebildet und diese benannt. Über Beobachtung und Befragung werden zusätzliche qualitative Daten generiert. Aus diesen Daten soll eine Informationsarchitektur entstehen, die dem mentalen Modell des Nutzers möglichst gut entspricht und ihn in seiner Suche nach Inhalten unterstützt. Das Ergebnis ist nichts anderes, als eine nutzerzentriert geschaffene Klassifikation der Inhalte. Die reine Erhebung der Daten über ein Cardsorting ist denkbar einfach. Die Kunst der Methode liegt aber im Übergang von den Daten zum Entwurf der Informationsarchitektur. Hierauf soll in diesem Beitrag genauer eingegangen werden. Welche Besonderheiten haben die Daten aus einem offenen Cardsorting? Wie können Tools wie die Similarity Matrix und Dendogramme eingesetzt werden? Inwieweit können Erkenntnisse aus dem Bereich der Klassifikation den Vorgang der Entwicklung einer neuen Informationsarchitektur unterstützen? Weiterlesen

Musik und User Experience: Synthesizer mit Gesten steuern

Musik und Human-Computer Interfaces

Musik und Human-Computer-Interaction ist ein wirklich großartiges Schnittfeld (wenn man meiner persönlichen Meinung glauben mag). Zur Präsentation eines frühen Prototypen meines aktuellsten Musik-HCI Projekts, wurde ich dieses Jahr an die University of Sussex im Süden Englands eingeladen. Dort fand das Designing Interfaces for Creativity Symposium statt. Weiterlesen

Erst Ergründen dann Quantifizieren – Einsatzgebiete und Grenzen von quantitativen Umfragen

„In welchen Situationen nutzen Sie eine Navigationsapp?“ Umfragen sind eine wichtige Methode für viele Untersuchungsgegenstände. Personas können definiert, Motivatoren erkannt und wichtige Inhalte und Funktionen einer Webseite identifiziert werden. Nicht jede Fragestellung lässt sich jedoch direkt über Umfragen beantworten. Häufig ist es sinnvoll, über einen Methodenmix eine qualitative Studie vorzuschalten und so die Qualität der Umfrage über eine genauere Kenntnis des Themas zu erhöhen. Im obigen Beispiel können erschöpfende Antwortvorgaben nur angeboten werden, wenn bereits Erkenntnisse zum Nutzungskontext vorliegen. Wird ein offenes Textfeld als Antwortoption angeboten, ist die Auswertung sehr mühsam und ein Nachfragen und Vertiefen ist nicht möglich. Erkenntnisse aus einem qualitativen Interview geben dagegen differenzierte Antworten zur Frage des Nutzungskontextes und der damit verbundenen Bedürfnisse und Anforderungen. Diese können dann in einer quantitativen Befragung mit größerer Stichprobe verifiziert und in ihrer Wichtigkeit und Häufigkeit bewertet und priorisiert werden. Im Folgenden werden die wichtigsten Einsatzbereiche von quantitativen Umfragen zusammengetragen. Es wird die Frage beleuchtet, wann ein quantitativer Ansatz sinnvoll ist und wann eine Methodenkombination zu empfehlen ist. Weiterlesen