Interviewführung in Usability-Tests – Kann doch nicht so schwer sein, oder?

Mikrofon

Bei einem Usability-Test im Labor handelt es sich in der Regel um Einzelinterviews, bei denen Testpersonen eine Anwendung entsprechend eines zuvor definierten Ablaufs nutzen. Geleitet wird dieses Interview von einem Interviewer/Testleiter. Dieser weist die Testperson ein und stellt die zu bearbeitenden Aufgaben und Fragen. Um optimale Ergebnisse zu erzielen, muss der Interviewer ganz bestimmte Fähigkeiten haben. Dies sind im Einzelnen die richtigen Fragetechniken, Kenntnis in Bezug auf den Untersuchungsgegenstand und die Projektziele, Empathie sowie ein freundliches und sicheres Auftreten. Es kommt bei der Interviewführung also auf mehr an, als auf die allgemein bekannten Regeln „keine geschlossenen Fragen“ und „nicht suggestiv fragen“. Aber warum ist es denn so wichtig, das Genannte zu berücksichtigen und wie erreicht man das?

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Direkte und zielgerichtete Informationsvermittlung – Seien Sie Problemlöser und nicht Problemverursacher

Den Leitsatz „Seien Sie Problemlöser und nicht Problemverursacher“ sollten sich insbesondere die Betreiber von Informationsportalen verinnerlichen. Meist besuchen Nutzer solche Portale nur, wenn sie Informationen zu einem bestimmten Thema benötigen und dies sollte möglichst schnell gehen.
Die Zufriedenheit der Nutzer mit einem Informationsportal hängt daher sehr stark von der schnellen und einfachen Auffindbarkeit der gesuchten Informationen ab.
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Meine ersten Erfahrungen mit Mirapodo.de – Schuhe kaufen mit Begeisterung

Seit Anfang 2010 messen wir bei User Experience Tests nun auch die Aktivierung während des Surfens.

Dabei setzen wir auf die Erfassung des Hautleitwiderstandes.
Mit diesem Verfahren ist es möglich Veränderungen in der Aktivierung zu erkennen, da Veränderungen des Hautleitwiderstandwertes ein geeigneter Indikator für Aktivierungsveränderungen sind.

Jede EmotionFreude, Ärger etc. – geht mit einer Veränderung der Aktivierung einher. Aktivierungsmessungen ermöglichen jedoch zunächst keine Aussagen darüber, ob eine positive oder negative Emotion vorliegt.
Wir kombinieren daher Hautleitwiderstandsmessungen stets mit wertenden Aussagen der Nutzer und/oder einer Beobachtung der Mimik.

Als Geschäftsführer der eResult GmbH komme ich leider nur noch selten in den Genuss an solchen Untersuchungen teilzunehmen. Letzte Woche, am Montag den 02.05.2011, habe ich mir das aber einfach mal gegönnt und an einem Pretest teilgenommen: Während eines Besuchs des Online-Shops von Mirapodo.de wurde mein Hautleitwiderstand gemessen.

Über die Daten und meine Erfahrungen mit Mirapodo.de möchte ich Ihnen heute berichten – und auf diese Weise das Verfahren der Hautleitwiderstandsmessung vorstellen, sowie Anregungen zur aktivierenden Gestaltung von Online-Shops geben.

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Monatsrückblick – Top Themen im April: Google Social Search und inspirierende Gestaltung von Online-Shops

Im letzten Monat konnten wir leider keinen neuen Autor für Usabilityblog.de gewinnen.

Dafür darf ich Ihnen bereits heute gleich zwei neue Experten für diesen Monat ankündigen:
Alexander Hülle (Reader’s Digest) und Inken Petersen (XING AG).
Herrn Hülle konnten wir zu den Anforderungen und Wünschen von „Silver Surfern“ befragen, Frau Petersen gewährte uns Einblicke in den User Centered Innovation Prozess bei XING.

Sie dürfen auf zwei gehaltvolle und spannende Beiträge gespannt sein.

Die beliebtesten Beiträge der letzten 30 Tage

  1. Social Search kills SEO Teil 2 – Gedanken zu Google +1
    Autor: Eric Horster (Universität Lüneburg)
  2. Den richtigen Einstieg finden – Nutzer über die Navigation für den Online-Shop begeistern
    Autorin: Andrea Struckmeier (eResult GmbH)
  3. Web-Währung Besuchsdauer – eine Kennzahl mit steigender Bedeutung
    Autor: Thorsten Wilhelm (eResult GmbH)

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Carsharing 2.0 – mobil(e) von A nach B am Beispiel „car2gether“

Die wachsende Anzahl an Carsharing-Angeboten schafft ein völlig neues Mobilitätskonzept für Innenstädte. Doch ein ein innovatives Konzept reicht nicht aus – die Kombination mit einer nutzerfreundlichen Webpräsenz und einer App ist zwingend notwendig, um das Potential voll auszuschöpfen und Nutzer langfristig zu binden. Wie das geht, zeigt car2gether.

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Was, Sie haben noch kein eigenes Usability-Labor?

Ein Satz, den ich aus einer Unterhaltung zweier Kunden aufgeschnappt habe, am Rande einer Veranstaltung in Hamburg.

Noch nicht oft gehört, einen solchen Satz. Aber irgendwie hat mich diese Aussage gefreut und auch ein wenig Stolz gemacht.

Zeigt sie doch, dass den Dienstleistungen von Usability-Agenturen und Usability-Beratern derart viel Bedeutung und Wert beigemessen wird, dass einige Firmen diese Leistungen interne verfügbar haben möchten, quasi in Form von „Inhouse Usability-Labs“.

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Die re:publica 2011 und was sie über den Umgang mit Blogs in der Marktforschung lehrt

Vom 13.bis 15.4.11 fand im Berliner Friedrichstadtpalast die republica statt. Über 3000 Teilnehmer tauschten sich dort über Blogs, soziale Medien und die digitale Gesellschaft aus und sprechen für das große Interesse an diesen Themengebieten.

Die Themen der Sessions von Nachrichten über Gaming bis hin zu Location based services und Crowdfunding zeigen vor allem eines:

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B2B-Umfragen richtig planen und umsetzen, HiPPO ins Boot holen und effektive Call-to-Action Button – dazu die heutigen Linktipps von Anja Weitemeyer

Eine sehr interessante Sammlung von Praxis-Tipps möchte ich heute als allererstes teilen: Das Portal Planung & Analyse hat diese Serie mit sehr pragmatischen Tipps & Tricks eingeführt, in dem Beispiel, das mir aufgefallen ist, geht es um B2B-Umfragen. Mut zu kleinen Fallzahlen ist mit besonders im Gedächtnis geblieben, denn es müssen nicht immer 1.000 oder 10.000 Datensätze sein. Auch kleine Stichproben können aufschlussreiche und durchaus auch signifikante Ergebnisse liefern. Umso wichtiger sind dann die Datenqualität und ein sinnvoller Fragebogen, der sich auf die zentralen Punkte konzentriert.

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Mit Google um die Welt? – Wie Googles Local Search die Reisemittlerbranche unter Druck setzt

Anfang April 2011 wurde Google der Kauf von ITA-Software durch das US-Justizministerium genehmigt. Die Übernahme könnte direkte Auswirkungen auf die Reisemittlerbranche haben. Denn einige Online-Reiseportale nutzen ebenfalls Dienste des Softwareanbieters. Der Kauf von ITA-Software ist für Google deshalb an strikte Bedingungen geknüpft.

Zusätzlich stellte Google bereits im November 2010 seine Search Engine Result Pages (Suchergebnisseiten kurz SERPs) um. Dabei werden Anfragen mit regionalem Bezug nun bevorzugt. Die lokalen Suchergebnisse erscheinen häufig sogar vor den regulären. Beim Beispiel „unterkunft lüneburg“ stehen insgesamt sieben lokale Anbieter vor dem ehemals ersten Suchergebnis (siehe Abbildung 1).
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Wie hätten Sie’s denn gern? Wie man mit neuen Zielgruppen ins Gespräch kommt.

Searching for a Niche Group - Magnifying Glass

Die Besucher eines Webangebots, z.B. eines Onlineshops kann man über Onsite-Befragungen nach ihrer Meinung fragen, Wünsche und Vorstellungen zu Darstellung und Navigation erfahren und so Erkenntnisse über Optimierungsmöglichkeiten erfahren.

Ebenso können Nutzer von Geräten, Besucher von Filialen oder Verwender von verschiedenen Dienstleistungen befragt werden, denn als Unternehmen steht man in irgendeiner Form mit seinen Kunden und Nutzer in Kontakt.

Was aber tun, wenn man mit einer neuen Dienstleistung, einer veränderten Aufmachung oder einem anderen Sortiment eine neue Zielgruppe ansprechen und für sich gewinnen will? Oder wenn die „Visionskunden“ einfach nicht der aktuellen Kundschaft entsprechen?

In diesem Fall stellt sich die Herausforderung, etwas für eine Zielgruppe zu verändern oder neu zu entwickeln, die man noch nicht so gut kennt. Weder weiß man, wie die Wünsche und Bedürfnisse dieser Zielgruppe aussehen, noch hat man eine Chance, direktes Feedback zu Änderungen zu erhalten – denn die fraglichen Personen nutzen das eigene Angebot ja noch nicht. Eine bedarfsgerechte Entwicklung fällt vor diesem Hintergrund schwer.

Wie kann man mit dieser Herausforderung umgehen?

Eine Möglichkeit wäre die Einführung eines Zielgruppenblogs.

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