Besucher die auf eine Landing Page gelangen, erreichen diese in der Regel nicht zufällig, sondern wurden von einem ganz bestimmten Bedürfnis dort hingeführt. Dieser Prozess sollte jedem geläufig sein, der sich schon einmal einer der gängigen werbefinanzierten Suchmaschinen bedient hat und dabei einem der gesponserten Links gefolgt ist.
Beiträge für Schlagwort: 'Blickverlauf'
Nach dem 1. Teil Guidelines für Online-Formulare folgen nun im 2. Teil Guideline 6 bis 10 der Erkenntnisse aus der Eyetrackingstudie von Chui Chui Tan von cxpartners. Hierbei werden insbesondere Ausfüllhilfen bei der Dateneingabe in Online-Formulare thematisiert.
Guideline 6: Zahlen (Telefonnummer, PLZ, etc.) durch ein Formularfeld abfragen
Gestalten Sie die Abfrage von Zahlen für den Nutzer so einfach wie möglich, durch ein Formularfeld. Das setzt jedoch eine gewisse Fehlertoleranz des Systems voraus, um möglichst alle Eingaben zu erkennen. Alternativ und ergänzend sollten verständliche und in räumlicher Nähe zu den Eingabefehlen positionierte Fehlermeldungen zum Einsatz kommen.
Online-Formulare finden Anwendung zur Registrierung von Newslettern, persönlichen Bereichen, Checkout-Prozessen oder anderen Formularstrecken bei denen Nutzer ihre Daten eingeben. Die Kollegin Chui Chui Tan von cxpartners untersuchte verschiedene Online-Formulare in einer Eyetracking-Studie mit dem Ziel bestehende Erkenntnisse zu validieren und Guidelines zur Gestaltung von Online-Formularen zu definieren. Im diesem Beitrag stelle ich die ersten 5 Guidelines von Chui Chui Tan vor. Guideline 6-10 folgt im zweiten Beitrag.
Guideline 1: vertikal, nicht horizontal
Formulare sollten vertikal, einspaltig und nach Möglichkeit mit vertikal ausgerichteten Formularfeldbezeichnungen (Label) gestaltet sein.
Ja – da bin ich mir ganz sicher.
Gibt es doch fast überall, typische Blickpfade, wieso nicht auch im Web? – z. B. auf den Webseiten von Online-Shops.
Schauen wir uns zunächst mal erfolgreiche Beispiele aus anderen Bereichen an: Fast-Food Ketten – und hier im Besonderen die Gestaltung der Kassenrückseite.
Was tun Sie, wenn Sie bei McDonalds, Burger King & Co. anstehen? Sie schauen sich in der Regel die Tafeln mit den Angeboten und Menüs an. Wägen ab, überlegen was Sie essen möchten bzw. essen dürfen und schauen was andere so bestellen.
Beitrag weiterlesen…

2009 ist zu Ende und 2010 eine Woche “alt”. Eine gute Gelegenheit sich bei Ihnen, liebe Leser, Autoren und Kommentatoren für ein erfolgreiches Blog-Jahr 2009 zu bedanken.
Mit Ihrer Unterstützung und Treue ist es gelungen usabilityblog.de immer attraktiver und nützlicher zu gestalten. Auf diese Weise konnten wir alle die Themen “Usability” und “User Experience” in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit und Fachwelt weiter etablieren.
Hierauf können Sie stolz sein. Herzlichen Dank für Ihr Engagement!
Wir hoffen sehr, dass Sie uns auch in 2010 treu bleiben.
Alles Gute für dieses spannende Jahr, vor allem Gesundheit und Glück.
Daten, Fakten und Themen in 2009
Beitrag weiterlesen…
Eine aktuelle Studie zeigt, dass immer mehr Internetnutzer Texte am Bildschirm lesen. Deshalb ist es von hoher Relevanz zu untersuchen, wie ein Nutzer Texte einer Website betrachtet. Wie kann er beim Erfassen der Informationen optimal unterstützt werden, damit die wesentlichen Inhalte erfasst werden? Können dazu die Richtlinien zur Printgestaltung 1:1 übertragen werden?
Das Blickverhalten von Internetnutzern ist nicht nur abhängig von der Gestaltung einer Website, sondern auch von der Intention mit der ein Nutzer auf eine Website zugreift, die sogenannte Surfmotivation. Hierbei werden zwei Nutzergruppen unterschieden: die „Browser“ und die „Seeker“. Ein Browser oder auch Surfer hat kein konkretes Ziel beim Aufruf einer Website. Er lässt sich „treiben“ und verschafft sich einen Überblick auf einer Seite. Im Gegensatz dazu geht ein Seeker zielorientiert vor und sucht systematisch nach Informationen. Welchen Einfluss haben diese beiden Nutzungsintentionen auf das Blickverhalten?
Viele Websites bieten auf ihren Startseiten alternative Einstiege an und strukturieren diese nach Themen oder Zielgruppen. Nicht immer ist dafür genügend Platz vorhanden und so werden diese kleiner oder in Bereichen positioniert, in denen sie von den Nutzern nicht erwartet werden. Das führt dazu, dass sie von Erstnutzern oder unentschlossenen Nutzern weniger wahrgenommen werden. Wie auch mit wenig Platz ein alternativer Einstieg gesehen wird, zeigen Daten einer Eyetracking-Studie.
Viele Onlineshops nutzen Cross-Selling, um Kunden weitere, passende Produkte auf einer Produktdetailseite anzubieten. Wo Cross-Selling-Angebote positioniert sind und welche Aufmachung sie haben ist unterschiedlich. Nicht alle Bereiche einer Seite sind dafür optimal. Wie man es dennoch schafft die Aufmerksamkeit dahin zu lenken, zeigt dieser Beitrag.
Es gibt mehrere Positionen auf einer Produktdetailseite, die für Cross-Selling genutzt werden, beispielsweise unterhalb oder rechts des Produktes. Aus der Imagery III Studie zur erwartungskonformen Website-Gestaltung ist bekannt, dass im rechten Seitenbereich einer Website zunehmend werbliche Hinweise erwartet werden. Das führt dazu, dass diese Bereiche insgesamt weniger Beachtung finden.
Im Rahmen einer Eye-Tracking Studie, die wir im Sommer durchgeführt haben, lagen auch Suchergebnisseiten vieler Internet-Angebot im Fokus der Betrachtung. Wie orientieren sich die Nutzer beispielsweise bei der Suche nach einer Kamera?
Die explorative Grundlagenstudie wurde über einen Zeitraum von ca. 6 Wochen (Juli bis August 2009) durchgeführt. 30 Probanden quotiert nach AGOF nahmen an der Studie teil. Neben einer freien Nutzung von Internet-Angeboten, in der die Probanden die Websites ohne konkrete Aufgabenstellung nutzen, wurden auch kleine Aufgaben formuliert, um beispielsweise eine Suchergebnisseite über alle Nutzer untersuchen zu können.



Letzte Kommentare