Eine Aussage, die nicht nur von Designern und Entwicklern (ab und zu) getroffen wird. Es gibt auch in anderen Berufsgruppen eine wachsende Anzahl an Menschen, die den Wert von Usability-Tests im Lab als gering ansehen.
Warum?
Weil …
- die in den Tests gewonnenen Erkenntnisse oft vorab schon bekannt waren. Wozu dann noch der Testaufwand mit Eyetracking, Protokollen lauten Denkens und Interviews?
- die Tests vor allem Probleme hervorbringen – die zudem als „Kleinigkeiten“ (Banalitäten) eingestuft werden.
- klassisch durchgeführte Usability-Tests so gut wir keinerlei Stärken einer Anwendung aufdecken. Protokolle lauten Denkens während der Bearbeitung von Aufgaben bringen nun mal zu 90% negative Aussagen hervor!
Der letzte Punkt schreckt gerade Designer und Entwickler ab. Sie „fürchten“ ungerechtfertigte Kritik an der eigenen Arbeit und meiden daher Usability-Tests bzw. fördern deren Zustandekommen nicht sonderlich.
Ich kann die genannten Kritikpunkte durchaus nachvollziehen. Sie bedingen sich zum Teil gegenseitig, denn: Es werden überdurchschnittlich oft Anwendungen im Use-Lab getestet, bei denen die größten Usability-Schwächen bereits behoben sind. In dieser Situation können Tests nur noch „Kleinigkeiten“ an Problemen bzw. Optimierungen aufdecken.
Wir bei eResult haben auf die genannten Kritikpunkte reagiert, und uns Maßnahmen überlegt, mit deren Hilfe wir in unseren Use-Labs …
- die größten Usability-Schwächen identifizieren,
- Schwächen aufdecken, die als solche von vermeintlichen „Experten“ nicht gesehen werden
- und – ganz wichtig! – neben Schwächen auch eine Vielzahl an Stärken der getesteten Anwendung aufzeigen.
Der Schlüssel zu diesem Erfolg und zur Weiterentwicklung klassischer Use-Labs: Hautleitwiderstandsmessungen während der Anwendungsnutzung!
Dafür verzichten wir immer mehr auf klassische Protokolle lauten Denkens während der Anwendungsnutzung und Aufgabenbearbeitung.


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