Beiträge für Schlagwort: 'Heatmaps'

Fehlentscheidungen aus Blickdaten ableiten – geht ganz schnell, wenn Sie nur mit einer Heatmap arbeiten!

Heatmap einer Startseite

Heatmap einer Startseite - Betrachtungsdauer von im Mittel 25 Sekunden.

Wir alle kennen diese schönen, bunten Wärmebilder (Heatmaps). Sie zeigen uns z.B. Klick- oder Blickhäufigkeiten auf Webseiten an. Wir erkennen damit Bereiche höchster Aufmerksamkeit und zugleich solche, die kaum Beachtung finden. Aus Heatmaps lassen sich Entscheidungen ganz schnell ableiten – Fluch und Segen zugleich!

Schauen wir uns dazu das Bild mit der Blick-Heatmap einmal genauer an:

  • Die Navigation am linken Seitenrand und die rechte (Marginal-) Spalte werden intensiv betrachtet – gut so.
  • Die Navigation am oberen Seitenrand geht komplett unter. Nur wenige schauen dort hin.
  • Obwohl im mittleren Seitenbereich Bilder und relativ viel Text dargestellt sind, liegt auf diesem Bereich keine Aufmerksamkeitsspitze.

Mögliche Schlussfolgerungen aus den Daten:

  • Die Navigation am oberen Seitenrand wird aufmerksamkeitsstärker gestaltet, in dem z.B. der Kontrast zum Hintergrund erhöht wird.
  • Um die Aufmerksamkeit des Betrachters stärker in den mittleren Seitenbereich zu lenken, werden reizstärkere Bilder eingesetzt und die Größe der Bilder wird ausgeweitet.

Alles gut? Nicht unbedingt – das sehen wir aber erst, wenn wir uns unterschiedliche Zeitintervalle anschauen.
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Testsetup bei iPad-Studien, Einsatzbereiche von Remote Usability-Tests, häufige Fehler bei der Durchführung von Fokusgruppen und was man beim Interpretieren von Eyetracking-Daten beachten sollte – Linktipps von Martin Beschnitt

Für alle diejenigen, die selber Apps entwickeln bzw. nutzerbasiert optimieren: Es gibt nun endlich beim iPad2 die Möglichkeit, die Bildschirmoberfläche zu spiegeln! D.h. bei Usability-Tests von mobilen Anwendungen muss man nicht mehr zwingend per Dokumentenkamera und Webcam (siehe: Usability-Labs bei Apps – so schauen wir bei eResult Nutzern über die Schulter) die Interaktionen der Probanden mit verfolgen – wie das Video von Nate Bolt in dessen Artikel iPad & iPhone Remote Research zeigt. Aber: Wenn auch die Gestik und Mimik sowie das Handling des iPads während des Tests / der Beobachtung von Interesse sind, kommt man weiterhin nicht um ein aufwändiges Setup herum.

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Auswertung von Blickdaten: Auf die Fragestellung kommt es an!

Eye-tracking

Klingt eigentlich selbstverständlich, oder? Bei jeder Art von Datenerhebung und –auswertung sollten die betreffenden Fragestellungen beantwortet werden und sich die Auswertung daran orientieren. Doch bei der Vielfalt der Daten und Auswertungsmöglichkeiten kann es passieren, dass einfach erstmal viel zu viel ausgewertet wird und dadurch das eigentliche Ziel aus den Augen verloren wird.

Auch im Falle von Blickdaten besteht diese Gefahr. Gerade weil es so anschauliche Visualisierungen gibt wie die so genannten „Heatmaps“, wird man gelegentlich verleitet, lieber die effektvollen Darstellungen zu wählen als diejenigen, die wirklich die Ausgangsfrage beantworten (siehe hierzu auch: Trends bei Blickbewegungsmessungen im Usability-Lab: Schöne, bunte Bilder sind zu wenig!).

Um dies zu verdeutlichen, möchte ich im Folgenden ein kurzes Beispiel skizzieren und aufzeigen, welche Auswertungsmöglichkeiten sich dafür eignen.

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Gute Gründe Usability-Heuristiken zu verletzen – gibt es solche überhaupt?

Ja klar!

Voraussetzung ist jedoch, dass die „guten Gründe“ aus „empirisch gesicherten Erkenntnissen“ abgeleitet werden. Erkenntnisse aus Wissenschaftsbereichen die etablierter und älter sind als die Usability-Forschung.

Beispielsweise Erkenntnisse der Psychologie, einem Wissenschaftszweig, der sich zeitlich weit vor der Usability-Forschung mit dem Verhalten von Menschen beschäftigt hat und dies auch noch heute sehr erfolgreich tut.

Wie kaum ein anderer Wissenschaftsbereich hat die Psychologie stets den Anspruch „gute Theorien“ zu entwickeln, aufgestellt auf Basis von empirischen Studien, vorhandenem Wissen und stetiger, empirischer Überprüfung. Auf diese Weise entsteht gesichertes Wissen!

Scanpath

Eine derart verstandene „gute Theorie“ ist die so genannte Scanpath-Theory von 1970 (!) – entwickelt von David Noton in Zusammenarbeit mit Lawrence Stark.
Hallo? Was will der denn jetzt mit einer Theorie die 40 Jahre alt ist?

Zunächst Interesse für gute Theorien der Psychologie wecken – und Ihnen natürlich auch Anregungen für die Gestaltung von Anwendungen vermitteln.

Kommen Sie mit auf einen kurzen Ausflug in die anwendungsorientierte Grundlagenforschung.
Scanpath-Theory: Ein guter Grund die Regeln der Konsistenz und Erwartungskonformität (manchmal) zu verletzten!

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Trends bei Blickbewegungsmessungen im Usability-Lab: Schöne, bunte Bilder sind zu wenig!

Eyetracking

Nicht nur Usability-Tests im Usability-Lab erleben seit 2008 einen “2. Frühling” – im selben Zeitraum nahmen auch Blickbewegungsmessungen, auch als Eyetracking bezeichnet, wieder deutlich zu.

Besonders positiv dabei: Blickbewegungsmessungen werden nicht mehr nur wegen den schönen, bunten Bildern – z. B. Heatmaps – durchgeführt. Konkrete Informationsbedarfe stehen in 90% unserer Eyetracking-Studien im Vordergrund – und das ist auch gut so!

Denn: Blickbewegungsmessungen stellen hoch objektive und zuverlässige Daten bereit. Untersuchungen mit Eyetracking-Messungen liefern, richtig angelegt und durchgeführt, eindeutige Antworten auf konkrete Fragestellungen. Qualitativ erhoben, quantitativ auswertbar.
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Usabilla – gute Usability durch Einblicke in Nutzerverhalten

Wer Dienstleistungen oder Waren anbietet, kommt heutzutage um einen Online-Auftritt nicht mehr herum. Doch die Konkurrenz schläft nicht – um sich auf dem virtuellen Marktplatz des 21. Jahrhunderts behaupten zu können, spielt neben einem durchdachten Konzept auch die Benutzerfreundlichkeit des Online-Angebots eine entscheidende Rolle. Beim Aufbau einer konkurrenzfähigen Website sind darum Usability-Tests unerlässlich.

Herkömmliche Usability-Tests bedeuten oft einen großen organisatorischen, finanziellen sowie zeitlich Aufwand. Eine einfache, effektive und zugleich zeit- und kostensparende Alternative bietet der Onlinedienst Usabilla.

Usabilla ermöglicht es, schnell und einfach ein visuelles Feedback zu bekommen. Getestet werden können Websites, Prototypen, Wireframes sowie Bilder – zu jedem Zeitpunkt während des Gestaltungsprozesses.
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