Ja klar!
Voraussetzung ist jedoch, dass die „guten Gründe“ aus „empirisch gesicherten Erkenntnissen“ abgeleitet werden. Erkenntnisse aus Wissenschaftsbereichen die etablierter und älter sind als die Usability-Forschung.
Beispielsweise Erkenntnisse der Psychologie, einem Wissenschaftszweig, der sich zeitlich weit vor der Usability-Forschung mit dem Verhalten von Menschen beschäftigt hat und dies auch noch heute sehr erfolgreich tut.
Wie kaum ein anderer Wissenschaftsbereich hat die Psychologie stets den Anspruch „gute Theorien“ zu entwickeln, aufgestellt auf Basis von empirischen Studien, vorhandenem Wissen und stetiger, empirischer Überprüfung. Auf diese Weise entsteht gesichertes Wissen!

Eine derart verstandene „gute Theorie“ ist die so genannte Scanpath-Theory von 1970 (!) – entwickelt von David Noton in Zusammenarbeit mit Lawrence Stark.
Hallo? Was will der denn jetzt mit einer Theorie die 40 Jahre alt ist?
Zunächst Interesse für gute Theorien der Psychologie wecken – und Ihnen natürlich auch Anregungen für die Gestaltung von Anwendungen vermitteln.
Kommen Sie mit auf einen kurzen Ausflug in die anwendungsorientierte Grundlagenforschung.
Scanpath-Theory: Ein guter Grund die Regeln der Konsistenz und Erwartungskonformität (manchmal) zu verletzten!
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Die Expertenbasierte Evaluation (engl.: Expert Review) ist eine der am häufigsten angewendeten Methoden zur Optimierung der Usability von Websites, Software, mobilen Anwendungen oder Geräten. Ein großer Vorteil dieser Methode ist, dass der Untersuchungsgegenstand bereits in sehr frühen Entwicklungsstadien evaluiert und optimiert werden kann. Bereits erste Entwürfe in Form von Sreens oder Scribbles reichen aus, um diese durch Experten analysieren und optimieren zu lassen. Daneben gibt es verschiedene weitere Anwendungsfälle für eine Expertenbasierte Evaluation, die jedoch nicht Gegenstand dieses Beitrags sein sollen. Vielmehr soll es darum gehen, was den im Methodennamen enthaltenen Experten eigentlich zu einem solchen macht. Was kennzeichnet einen Experten, der fundiert bewerten und konkrete Empfehlungen zur Optimierung aussprechen kann, unabhängig davon, um was für einen Untersuchungsgegenstand es sich handelt?
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Kommen wir nun nach den beiden ersten Teilen: Usability-Guidelines: Definition & Abgrenzung und Usability-Guidelines: Vor- & Nachteile zum abschließenden Part, der Auflistung wichtiger Guideline-Sets.
Solche Guideline-Sets sind – unter der Berücksichtigung der angesprochenen Nachteile – hervorragend geeignet, um ein bestehendes oder gerade in der Entwicklung befindliches User Interface grundlegend zu evaluieren. Vorausgesetzt, man kann die jeweiligen, meist allgemein gehaltenen Guideline dem Kontext entsprechend interpretieren.
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Nachdem in Teil 1 eine Definition/Erläuterung von Usability-Guidelines vorgenommen wurde, würde ich heute gerne die Vor- & Nachteile von bestehenden Guideline-Sets diskutieren.
Im nachfolgenden Teil 3 gibt es dann einen Überblick über die existierenden Guidelines – inkl. Links bzw. Literaturangabe und einem kurzen Statement aus Expertensicht.
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Hier und da liest man es ja immer mal wieder: Usability-Guidelines, Web-Heuristiken,… Und immer/gelegentlich fragt man sich: Was ist das eigentlich? Wo kommen diese Regeln/Empfehlungen her? Wie kann ich diese anwenden? Und: Wie behalte ich bei den ganzen Quellen/Guideline-Katalogen überhaupt den Überblick?
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Eine der zentralen Usability-Heuristiken ist die so genannte “Konsistenz”.
Kernaussage: Die Webseiten einer Site sollten sich in der formalen Gestaltung kaum unterscheiden.
Aus meiner Sicht eine sehr wichtige Regel, die man auch unbedingt beachten sollte jedoch nicht muss. Schauen wir uns das mal am Beispiel von Online-Shops an. Die müssen, ganz klar, leicht bedienbar sein, Nutzer mit einem konkreten Bedarf (z. B. Camel Jeans Woodstock, Größe 36/32) zum Ziel führen (z. B. zur Produktdetailseite und dann auch zum Bestellprozess). Auf der anderen Seite sollten Online-Shops aber auch “inspirierend” wirken, also Bedarfe wecken und so nicht geplante Einkäufe auslösen. Beitrag weiterlesen…
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