Schlagwort-Archiv: Methodenkombination

Top-Themen der UX-Welt in den letzten 30 Tagen

Click & Collect – Online bestellen und im Laden abholen. Klingt nach schlechter Usability: Umständlich, wenig nützlich und auch nicht einfach.

Fans schätzen die Ersparnis bei den Versandkosten, Flexibilität, die Möglichkeit die Ware vor dem Kauf zu begutachten und die einfache Rückabwicklung – falls nötig. Dennoch: Erst 9 % haben diese Option schon mal genutzt (Konzept & Markt Studie: Black-Box Online-Shopping). Also wenig Potenzial?

Es kommt wohl drauf an: Auf das Produkt und die Zielgruppe(n). eBay hat jedenfalls schon mal reagiert und bietet diese Lieferoption nun auch (seinen Händlern) an. Die nutzen das auch, vor allem in Großbritannien. Hier können eBay-Händler Click & Collect selbst dann anbieten, wenn sie selbst gar keine Läden haben. Möglich macht’s eine Kooperation mit dem britischen Multichannel-Händlers Argos (eBay Collection Points).

Grund genug das näher zu erforschen – ich hoffe wir sehen bald die ersten Anforderungsanalysen in diesem Bereich und vielleicht ja auch „Lieferoptionen-Personas“, so dass Händler die für ihre Kundschaft passenden Liefervarianten anbieten können. Oder gibt’s dazu schon Forschung, nur ich kenn sie nicht? Hinweise willkommen.

Meine heutigen Lesetipps setzen daran an, gehen auf ME-Commerce (Personalisierung im Online-Shopping) ein, unterstützen Sie beim Entwickeln von Innovationen und zeigen Ihnen anschaulich, wie Zalando sich mit der Zeit gewandelt hat. Natürlich gibt’s auch Verweise auf die Top-Artikel auf Usabilityblog.de im Oktober (Fließtextformulare, Hotelwebsites, UX Lab News).

Viel Spaß beim „Dazulernen“.

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Sehen, Fühlen, Klicken – vielfältige Erkenntnisse durch Methodenkombination im Usability-Test

Im Usabity-Test einer Website wird diese von den Nutzern auf Herz und Nieren geprüft. Intelligent gewählte Usecases und gezielte Nachfragen des Interviewers offenbaren nach und nach zahlreiche Probleme, Anforderungen und Wünsche der Probanden. Sind noch mehr Erkenntnisse möglich? Ja! Mit zusätzlichen Methoden kann z. B. visualisiert werden

  • was die Nutzer sehen (und nicht sehen),
  • was sie besonders interessiert und
  • was ihnen selbst nicht bewusst ist

Abgesehen von dem einzigartigen Beitrag der Methoden entstehen auch Synergieeffekte aus der Kombination.

Besonders geeignet ist die Methodenkombination, wenn die ganzheitliche Wirkung der Website überprüft werden soll. Aber auch wenn keine ausführliche Betrachtung möglich ist (z. B. wegen Zeitmangel beim schnellen Wettbewerbervergleich) kann dies durch eine Methodenkombination kompensiert werden. In diesem Fall wird der Mehrwert der Methodenkombination sogar besonders deutlich. Welche Methoden wie kombiniert werden können und welchen Mehrwert das bietet, möchte ich Ihnen an einer Beispielstudie aufzeigen.

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Lautes Denken und Eyetracking – warum diese Methoden nicht gleichzeitig sondern nacheinander eingesetzt werden sollten

Der klassische Usability-Test im Labor bietet die Möglichkeit, verschiedene Methoden zu kombinieren. Um eine ganzheitliche Analyse zu gewährleisten, gibt es sowohl Phasen der freien oder szenariobasierten Nutzung als auch fokussierte Interviews. Dabei werden Protokolle lauten Denkens angefertigt, Mimik und Gestik aufgezeichnet oder Mausbewegungen analysiert. Auch die Messung des Hautleitwiderstands kann ergänzend hinzukommen.

Um Fragend der Wahrnehmung und Aufmerksamkeitsverteilung zu beantworten, ist Eyetracking ideal. Ganz schön viel, was man in einem einzelnen Usability-Test machen kann. Der Einsatz von Metriken sei dabei noch gar nicht erwähnt. Doch lassen sich diese Methoden wirklich immer miteinander kombinieren? Oder kann dies im Einzelfall auch eine gegenseitige Beeinflussung bedeuten?
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Wie sinnvolle Methodenkombinationen umfangreiche Multivariate Tests ersetzen können

Zahnräder

Multivariate Tests oder auch A/B-Tests, wenn es sich lediglich um zwei verschiedene Varianten einer Website/eines Teilbereichs handelt, sind heute ein wichtiger Bestandteil der kontinuierlichen Optimierung von Websites. Unbemerkt vom Nutzer, kann man hiermit bestimmte Elemente systematisch variieren und wertvolle Erkenntnisse zum Nutzerverhalten gewinnen. Da praktisch jeder Nutzer der Website ein Proband ist, kann man von einer quantitativen Erhebungsmethode sprechen. Multivariate Tests (MVT) sind mittlerweile so beliebt, dass manchmal fast alles auf diesem Wege optimiert wird. Warum das sehr nachteilig sein kann und wann sich eine Kombination mit qualitativen Methoden lohnt, wird nachfolgend an einem Beispiel erläutert.

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Usability-Tests mal anders: Kontinuierlich & thesengenerierend anstatt punktuell & thesengetrieben

Communication metaphorHarte Relaunches großer Websites werden immer seltener. Es wird mehr im laufenden Betrieb getestet – beispielsweise die Suche, der Checkout oder die Detailseite. Jedoch darf man durch dieses punktuelle Optimieren & Testen den Blick für das „Große Ganze“ nicht verlieren. Hierfür bieten sich qualitative Usability-Tests im Labor an, die in einem kontinuierlichen Turnus durchgeführt werden und ein zentrales Ziel haben: Den Nutzer im freien, natürlichen Umgang mit der Website zu beobachten und daraus sowohl Erkenntnisse über den aktuellen Gesundheitszustand der kompletten Website als auch Ideen und Potentiale für die Zukunft abzuleiten. Erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten solcher Usability-Tests und wie man damit zusätzlich den Erfolg einer Website misst. Weiterlesen