Um die Meinung von Nutzern bei der (Weiter-)Entwicklung von Websites mit einzubeziehen im Sinne eines User-Centered-Design Prozesses, wie ihn auch Martin Beschnitt hier kürzlich diskutiert hat, sind Zielgruppen-Befragungen gerade zu Beginn sehr aufschlussreich. Daher möchte ich an dieser Stelle einmal Online-Panel mit Fokus auf Deutschland vorstellen und deren Besonderheiten nennen. Vorteile einer Online-Erhebung gegenüber Telefon- oder Face-to-Face-Interviews sind insbesondere die Schnelligkeit und die kostengünstige Erhebung.
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Haben Sie das auch schon erlebt? Sie haben eine Befragung unter Ihren Kunden oder Nutzern durchgeführt und erhalten das Ergebnis:
70% sind mit der Seite zufrieden! Gut oder?
Oder etwa nicht? Tja, da liegt der Hase im Pfeffer, die Interpretation solcher Daten ist nämlich alles andere als einfach!
Zuallererst muss man natürlich die Seite selbst und deren Zweck in den Fokus rufen, aber auch die Teilnehmer, die an der Befragung teilgenommen haben, genau anschauen.
Zahlen und Statistiken wird eine hohe Bedeutung zugemessen, insbesondere in den höheren Management-Ebenen ist quantitatives Zahlenmaterial Entscheidungsunterstützer Nummer 1.
Natürlich gibt es auch Fälle, bei denen qualitative Ansätze Sinn machen (Anforderungen an die Website mittels Fokusgruppen erfahren), oftmals ist aber auch hier im Anschluss eine Quantifizierung notwendig, um die Prioritäten für die interne Einplanung/Umsetzung einschätzen zu können (welche Anforderung hat den größten Mehrwert für meine Besucher/Kunden). Doch heute möchte ich allen Zahlengläubigen einmal verdeutlichen, womit die Qualität einer solchen Studie steht und fällt.
1. Hypothesen aufstellen
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Daten zu den Nutzer des Blogs finden Sie in den aktuellen Nutzerstrukturdaten.
Bei der Begutachtung des eigenen Webauftritts gibt es mehrere Seitentypen, wo man sich zu fragen beginnt: Braucht das der Nutzer eigentlich alles? Welches sind die wichtigsten Informationen, die hier notwendig sind? Was muss mit höchster Priorität ganz nach oben auf die Seite? Und: Fehlt da vielleicht noch etwas ganz Entscheidendes?
Geht es Ihnen auch so? Allerdings fällt es einem zumeist schwer, sich in die Nutzer hineinzuversetzen und deren Lage, ihr Vorwissen und ihre Ansprüche richtig zu erfassen. Man ist betriebsblind und selbst zu sehr in der Materie gefangen, um es objektiv von außen beurteilen zu können.
Bei speziellen Websites oder Anwendungen, die nur einen bestimmten Personenkreis ansprechen ist es zwingend notwendig bzw. bietet einen enormen Mehrwert, die Zielgruppe selbst mit einzubeziehen. Im Unterschied zu expertenbasierten Evaluationen, die denen sich Usability-Consultants bei der Analyse bestmöglich in den Nutzer hineinversetzen können (Was macht einen Experten aus?), ist hier der konkrete Nutzer derjenige, dessen Meinung erfragt werden soll. An dieser Stelle möchte ich einmal zwei Methoden gegenüberstellen, die beide dieses Ziel verfolgen – mit einigen Gemeinsamkeiten aber auch einigen Unterschieden:
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Wenn wir vom Internet sprechen, dann sehen wir in diesem zuerst ein Instrument zunehmender Demokratisierung. Immer mehr Nutzergruppen nehmen daran teil und fördern wie fordern eigene Webangebote, die ihren speziellen Interessen, Bedürfnissen und Neigungen entsprechen. Zu Beginn des Jahrzehnts und das mag einige überraschen, lag der Frauenanteil der deutschen Internetnutzerinnen bei nur 35 %, im Jahre 1995 sogar bei gerade einmal 6,2 %. Betrachtet man jedoch die aktuelle Erhebung der AGOF internet Fact IV 2009, so stellen Frauen in Deutschland bereits 46 % aller aktiven Internetnutzer dar. Verständlich, dass sich im Internet nun eine Fülle an Angeboten finden, die sich direkt an Frauen als Informationssuchende und Kundinnen wenden.
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Möchten Sie wissen, wie Ihre Zielgruppe ein neues Feature beurteilt oder ob Interesse an Neuentwicklung XYZ besteht? Eine der schnellsten Möglichkeiten, um hier an aussagekräftige Daten zu gelangen, ist die Befragung über ein Panel.
Dort sind eine Vielzahl von Personen registriert, die sich bereit erklärt haben, an Befragungen teilzunehmen, der Zugang zu diesem Panel erfolgt über eine Online-Registrierung – daher auch die Bezeichnung “Online-Access-Panel”. Da so verschiedene Kerndaten zu diesen Personen bereits vorliegen, ist es möglich, Teilnehmer gezielt anzuschreiben und zu Befragungen einzuladen (z.B. Frauen zwischen 20 und 30, die Schuhe online kaufen oder reisebegeisterte Senioren) und so die für Sie relevanten Daten gesammelt werden – und das in der Regel innerhalb von wenigen Tagen.






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