Schlagwort-Archive: Scrum

Usability-Forschung im agilen Kontext: Wie können wir sie besser integrieren?

Bevor ich angefangen habe hier bei eresult zu arbeiten, habe ich einige Jahre als Product Owner verbracht. Bei verschiedenen Unternehmen konnte ich diverse agile Ansätze einsetzen und stehe jetzt wieder mit beiden Beinen im Forscherleben. Was ich in der Zeit beobachten konnte und auch jetzt noch aus Gesprächen mit Kunden und Kollegen mitnehme ist, dass viele Unternehmen, die agil arbeiten die Usability-Forschung nicht oder nur sehr wenig in ihre Entwicklungs-Iterationen einbringen. Natürlich gilt das nicht für alle Unternehmen, allerdings gibt es einige, die wenig oder kaum Forschungsaufwand betreiben. Schaut man sich den Schwerpunkt auf dem Stellenmarkt der UX-Welt an, dann liegt dieser im UX-Design und die Forschung muss noch etwas aufholen. Weiterlesen

5 häufige Fehler bei agilem UX-Testing und wie sie vermieden werden können

Ineinandergreifende Zahnräder Agil ist „in“ – und das ist gar nicht abgedroschen gemeint. Wir beobachten, dass immer mehr Entwicklungsprozesse mit kürzeren Zyklen bzw. Sprints und unter Einbeziehung verschiedener Abteilungen und Zuständigkeiten durchgeführt werden. Zumindest gibt es den Wunsch, dies zu tun. Es funktioniert nicht immer nach dem gleichen Schema und manchmal ist es auch mehr Wunsch als Wirklichkeit. Aber immerhin wird im Zuge der Umstellung von Entwicklungsprozessen auch versucht, Usability und User Experience stärker in diese Prozesse zu integrieren. Nicht der eine große Test am Ende, sondern mehrere kleine, am besten in jeder Entwicklungsphase, sollen es sein. Doch auch hier gibt es neben zahlreichen Chancen auch einige Stolperfallen und Probleme. Weiterlesen

Rückblick auf die IA Konferenz 2013 in Berlin

IA Konferenz

Anfang Mai hatte ich das Glück, an der IA Konferenz in Berlin teilzunehmen. Unter dem Motto „Prozess.Dialog.Qualität.“ gab es in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften 2 Tage lang zahlreiche Vorträge rund um die Themen Konzeption, User Centered Design und agiles Projektmanagement.  Anbei ein kurzer Rückblick auf Vorträge rund um die Frage: Wie kombiniert man eigentlich idealerweise den User Centered Design Prozess mit agilem Projektmanagement?

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10 Nutzer, 2 Testschleifen, 3 Tage: (Wie) Agiles Testing funktioniert!

Viele Unternehmen entwickeln Ihre Anwendungen mittlerweile agil, um möglichst schnell auf Anforderungen Ihrer Kunden (bzw. Nutzer) reagieren zu können. Oftmals geht es darum, neue Anwendungen oder einzelne Funktionalitäten möglichst schnell zu implementieren und somit für die Nutzer verfügbar zu machen. Gezielte Nutzertests bleiben dabei oft auf der Strecke.

Die Folge: Die Nutzer müssen sich mit z. T. wenig ausgereiften Funktionen herumschlagen und die Entwickler müssen diese Probleme aufwendig beheben.

Die Lösung: Kombinieren Sie agile Entwicklung mit User Experience-Beratung und evaluieren Sie einen Prototyp Ihrer Anwendung bereits innerhalb von 3 Tagen. Egal in welcher Entwicklungsphase Sie sich befinden.

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Wege aus der „Featureitis“ – Anforderungen agil analysieren!

Zettel

Egal ob Website, App oder Software – jede erfolgreiche Anwendung fängt doch damit an, seine Entwickler erst mal alle Funktionalitäten und Features umzusetzen, von denen man glaubt, der Nutzer könne sie irgendwann mal gebrauchen. Reduzieren kann man ja immer noch. Und Geld für die Umsetzung sinnloser Funktionen inklusive Anpassungen ist ja meist auch genug da. Oder wie sehen Sie das?

Das ist zumindest doch weniger absurd als in 3 Tagen alle wesentlichen Anforderungen zu erheben, diese in weiteren 3 Tagen umzusetzen und erst dann neue Anforderungen hinzuzunehmen. Oder?

Vielleicht ist letzteres aber auch einfach… agil! Und effizient obendrein. Und machbar sowieso! Wenn man agiles Projektmanagement geschickt mit Usability-Methoden kombiniert.

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Agile Optmierung der User Experience – (K)eine Definitionssache?

flexibility

Alle reden von agiler Usability, von agilem User Centered Design oder von agilen Designprozessen. Warum ist das eigentlich so? Und noch viel wichtiger: Was ist eigentlich „agile Usability“? Und: Gibt es ein Gegenteil von agiler Usability?

Grund genug, sich dieser Thematik einmal in einer Beitragreihe zu widmen. In diesem ersten Teil geht es dabei zunächst darum, was agile Usabiltiy-Methoden eigentlich ausmacht und warum man „agile Usability“ nicht definieren kann.

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Inken Petersen (Director User Experience XING AG) über User Centered Innovation, User-Labs und agiles Testing

Inken Petersen

Über mehr als ein Jahr habe ich versucht Frau Petersen für ein Interview auf Usabilityblog.de zu gewinnen. Interesse war stets vorhanden, was fehlte war die nötige Zeit.
Ich freue mich daher sehr, dass es nun gelungen ist.

Inken Petersen ist seit März 2007 bei der XING AG im Bereich User-Centered-Design tätig. Seit 2008 als Team Leader User Experience; heute verantwortet und leitet Inken Petersen als Director User Experience das XING UX Team.
Gratulation zu dieser tollen Laufbahn, dem sicherlich spannenden, zugleich aber auch herausfordernden Tätigkeitsfeld.

Und Grund genug, finde ich, Sie auf Usabilityblog.de an den Erfahrungen und dem reichhaltigen Wissen von Frau Petersen teilhaben zu lassen.

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Fragen an Moritz Keck zu agilen Usability-Methoden

Das Ziel agiler (Software-)Entwicklung ist, den Entwicklungsprozess schlanker und flexibler als bei klassischen Vorgehensmodellen – wie beispielsweise dem Wasserfallmodell – zu machen. Dabei gilt folgende Philosophie:

  • Individuen und Interaktionen gelten mehr als Prozesse und Tools.
  • Funktionierende Programme gelten mehr als ausführliche Dokumentation.
  • Die stetige Zusammenarbeit mit dem Kunden steht über Verträgen.
  • Der Mut und die Offenheit für Änderungen stehen über dem Befolgen eines festgelegten Plans.

Bereits usabilityblog-Autor Dr. Thomas Memmel hat in seinem zweiteiligen Blogbeitrag zum Thema „Agile + Usability“ auf das enorme Potential hingewiesen, das eine Verbindung von agilen Prinzipien mit den Methoden des Usability Engineering birgt.

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Agile + Usability: Produkte mit hoher Bedienqualität agil entwickeln (Teil 2)

Usability in Scrum – Glückliche Ehe oder garantierter Scheidungsfall?

Wie in meinen ersten Beitrag zum Thema „Agile + Usability“ besprochen, bietet die Hochzeit von Agilisten und Usability Spezialisten eine attraktive Perspektive bei der Entwicklung gebrauchstauglicher und erlebnisreicher Softwareprodukte.

Für die Integration der beiden Disziplinen ist es wichtig, dass nicht nur eine einfache Lösung effizient und effektiv entwickelt wird (Agile), sondern auch definierte Usability und User Experience Ziele erreicht werden. Beides lässt sich miteinander vereinen, wenn eine gemeinsame Produktvision vorhanden ist. Wenn die Vision eine hohe User Experience beschreibt, dann muss auch die einfachste funktionierende Lösung das Erreichen eines positiven Nutzerlebnisses ermöglichen. Mit der Vision einigen sich Agilisten und User Experience Spezialisten auf das Erreichen einer hohen Bedien- und Erlebnisqualität. Die Vision fungiert wie der Ehevertrag zwischen den Disziplinen. Der Erfolg des agilen Vorgehensmodells Scrum (Schwaber & Beedle 2001; Pichler 2008), das seinen Ursprung in der Produktentwicklung hat (Takeuchi & Nonaka 1986), basiert massgeblich auf der Definition von Visionen und Entwicklungszielen zu Beginn eines Projekts. Scrum bietet daher eine ideale Grundlage für eine glückliche Ehe zwischen Agilisten und Usability bzw. User Experience Experten. Einige ausgewählte Gründe für diese erfolgreiche Liaison möchte ich im Folgenden anhand des Entwicklungsprozess und der Rollen innerhalb des Scrum Teams näher erläutern.
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Agile + Usability: Produkte mit hoher Bedienqualität agil entwickeln (Teil 1)

User Interface Usability unter Zeit- und Kostendruck.
Geht das überhaupt?

Bei der Entwicklung moderner interaktiver Softwaresysteme wachsen Form und Funktion immer weiter zusammen. Viele Softwareanwendungen werden heute daher nicht mehr nur benutzt, sie werden erlebt. In diesem Zusammenhang hat sich die User Experience als wichtiger Qualitätsfaktor etabliert. Gleichzeitig herrscht jedoch in vielen Projekten ein enormer Zeit- und Kostendruck vor, weshalb viele Organisationen sich agilen Vorgehensweisen bei der Produkt- und Softwareentwicklung zugewendet haben.

Beginnend mit diesem Beitrag möchte anhand einer Serie von Beiträgen am Beispiel des agilen Entwicklungsframeworks Scrum erläutern, wie gebrauchstaugliche interaktive Systeme durch den Brückenschlag zwischen Agile und Usability auch unter schwierigen Rahmenbedingungen erfolgreich entwickelt werden können.
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