Andere Länder andere Sitten? Mental Maps von Online-Shops in Deutschland und UK (UPA 2014, München)

Für alldiejenigen, die Anfang der Woche nicht auf der Mensch & Computer bzw. UPA 2014 in München sein konnten, anbei die Folien meines spannenden Vortrags zum Thema Intercultural UX, den ich dort am 03.09.2014 hielt.
Die Folien enthalten ausgewählte Studienergebnisse unserer Mental Maps 2014-Studie bei der wir 1.200 Internetnutzer in Deutschland und Großbritannien nach Ihren Anforderungen & Erwartungen an die Gestaltung von Online-Shops befragt haben – im Vergleich zueinander.

Anbei ein kurzer Abstract meines Vortrags zur Mental Maps 2014-Studie:

Wir haben die Studie gemacht, da Sie eine sinnvolle Fortführung der Imagery-Studienreihe ist, die nun schon seit 2003 existiert (für nähere Infos siehe hier). Ziel der Längsschnitt-Studie war es bislang in Deutschland zu beobachten, ob und wie sich die Erwartungen der Internetnutzer an die Shopgestaltung verändern.

Den Vergleich zwischen Deutschland und UK fanden wir äußerst interessant. Zum einen, weil Deutschland und UK in Europa mitunter die umsatzstärksten E-Commerce-Länder sind. Zum anderen, weil sich die Kulturdimensionen nach Hofstede doch deutlich auf einigen Dimensionen unterscheiden.

Somit bestand die Thesen: wenn wir in Deutschland und UK einen Online-Shop erfolgreich betreiben möchten, gilt es die länderspezifischen Anforderungen & Erwartungen zu kennen. Ansonsten kann ein reines Multiplizieren des deutschen Online-Shops in Großbritannien in die Hose gehen.

Gesagt, getan, 2x 600 Online-Shopper repräsentativ für die jeweilige Internetnutzerschaft des Landes per Online-Befragung befragt – über unser eigenes 60.000 Mitglieder-starkes Panel bonopolis.de sowie ein Partner-Panel.

Die Befragung dauerte ca. 15min. (LOI) und erfolge zweistufig: zuerst wurde die Wichtigkeit/Relevanz der 14 Online-Shop Elemente abgefragt: Bezahloptionen, Warenkorb, Home-Link, Hotline-Nummer, Kontakt, Kundenkonto, Logo, Merkzettel, Menü, Newsletter, Suchfunktion, Versandkosten, Hilfe & FAQ und Zertifizierungen. Hierzu verwendeten wir die Kano-Analyse aus der Zufriedenheitsforschung.

Im Anschluss daran erfolgte die Abfrage der Positionierung über ein interaktives Analyseschema – mehr dazu in den Folien selbst – bei dem die Befragungsteilnehmer auf einem 8×5 Raster, die Verortung der einzelnen Elemente selber per Drag&Drop auswählen konnten. Über die Zuordnungshäufigkeiten konnten wir somit für beide Länder ein Positionierungsschema für einen mustergültigen bzw. für deutsche und britische Internetnutzer erwartungskonformen Online-Shop erstellen.

Die Überlegung, die dahinter steht: je erwartungskonformer der Shop gestaltet ist (also der sog. Mental Map), desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit der Unzufriedenheit, auftretender Nutzungsprobleme durch Nicht-Auffinden von Funktionen und dem letztendlichen Seitenabbruch.

Und hier kommen die Folien meines Vortrags zur Mental Maps 2014-Studie:

Die ausführlichen Studienergebnisse über alle 14 untersuchten Online-Shop-Elemente erhalten Sie auf unserer Website unter: Studienband Mental Maps 2014

Bei Fragen stehe ich Ihnen gerne jederzeit zu Verfügung.

Weiterführende Informationen:

Portraitfoto: Martin Beschnitt

Martin Beschnitt

Geschäftsführender Gesellschafter

eresult GmbH

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