E-Commerce: Neues Jahr – neue Trends

Das Jahr 2019 hat begonnen und viele spekulieren bereits über die Trends des Jahres. Wo geht die Reise hin? Was wird uns erwarten? Ich habe in diesem Beitrag meine persönlichen Top 3 Trends im E-Commerce zusammengefasst. Diese Trends, so gehe ich davon aus, werden uns definitiv dieses Jahr begleiten.



1. Trend: Social Shopping

Online Shopping ist in der heutigen Welt nicht mehr wegzudenken und nimmt einen großen Stellenwert ein. Das Einkaufen in Onlineshops ist zwar ausgesprochen praktisch, befriedigt das Bedürfnis der Kunden nach sozialer Interaktion aber nicht. Die menschliche Natur hat sich nicht grundlegend verändert, weshalb das Einkaufen auch in der digitalen Welt ein soziales und gemeinschaftliches Erlebnis sein sollte.
Das Einkaufen ohne soziale Interaktion macht nur halb so viel Spaß, weshalb Kunden auch im Web nach dem gemeinschaftlichen Fun-Faktor suchen. Soziale Netzwerke wie Instagram oder Pinterest werden nach Ideen durchstöbert und durch teilen, bewerten und „gefällt mir“-Angaben wird der Einkaufsbummel erfolgreich in die digitale Welt verlegt.

Abb. 1: Instagram-Seite von Kapten and Son.

Wer also von Social Shopping profitieren möchte, der sollte das digitale Einkaufen zum Erlebnis machen, das Spaß macht und Interaktion ermöglicht. Bei erfolgreichen Social Shopping Portalen geht es um die Kunden und deren Empfehlungen und nicht um die Unternehmen selbst.

Die Nase vorn beim Social Shopping hat aktuell Pinterest. Anfang Juni 2015 gab das Netzwerk bereits bekannt, dass es nun möglich sei, verkäufliche Pins zu erstellen – einen Monat später gab es davon schon 30 Millionen. Momentan gibt es den blauen „Kaufen“-Button aber nur für den US-amerikanischen Markt. Instagram hat seine Werbe-API für alle Unternehmen auch in Deutschland bereits geöffnet, welche durch die Mutterfirma Facebook sehr attraktiv wirkt.
Gefällt einem das Produkt auf einem Foto auf Instagram, reicht ein Antippen, um Preise und Produktinfos zu erhalten. Ein Link führt den Nutzer schließlich in den Onlineshop des Unternehmens, wo dann die Kasse klingelt. Fotos, bei denen der Kauf möglich ist, sind mit einem Einkaufstaschen-Symbol gekennzeichnet.



Völlig verschwinden werden die Grenzen zwischen Social Media und Social Shopping in nächster Zeit nicht, jedoch wird das Einkaufen in einigen Netzwerken zu einem festen Feature für die Nutzer werden.

2. Trend: Neuerfindung der physischen Stores

Auch wenn es so scheint, als würde sich heute alles um den Online-Handel und Social Media drehen, so ist doch ein Gegentrend zum schnellen und praktischen Online-Kauf zu erkennen. Amazon hat es bereits vorgemacht und mit seinem Offline-Geschäft „Amazon GO“ einen Trend gesetzt. Amazon GO ist ein revolutionäres Lebensmittelgeschäft, welches den Nutzern ermöglicht, die Produkte auszuwählen und das Geschäft ohne Zahlung an einer realen Kasse zu verlassen. Die Zahlungen werden automatisch vom Konto abgebucht. Ende letzten Jahres wurde zur Weihnachtszeit sogar ein Pop-up Store von Amazon in Berlin eröffnet.

Dass der stationäre Handel eine Wiedergeburt erlebt, zeigt sich jedoch auch in der Eröffnung eines H&M-Home Stores in Hamburg. Die einst reine Online-Kategorie für Wohnaccessoires im E-Commerce wurde nun in den stationären Handel geholt.

Dies werden nicht die einzigen Produkte dieser Art bleiben. Es sind bereits weitere Firmen an dem Konzept dran.

3. Trend: Voice & Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz (KI) ist in den Trendvorhersagen bereits seit ein paar Jahren Dauerbrenner. Auch in diesem Jahr ist KI wieder Teil davon. Intelligente Algorithmen analysieren bereits sämtliche vorhandene Kundendaten und verknüpfen sie mit weiteren Datenquellen. Durch detaillierte kundenspezifische Informationen werden dann personalisierte, zielgenaue Marketing-Kampagnen ermöglicht.

Des Weiteren gibt es Webshops, die dem Nutzer automatisiert weitere Produkte auf Grundlage der bisherigen Aktivitäten des Nutzers empfehlen.

Der Trend von KI ist aus gutem Grund ein bestehender Dauerbrenner, da intelligente Systeme einen immensen Vorteil gegenüber allen bisherigen IT-Anwendungen haben: Sie sind lernfähig.
Mithilfe des maschinellen Lernens erkennen sie auf Basis vorhandener Daten Muster und Zusammenhänge und bauen so selbst ihre Fertigkeiten aus.

Auch bei Sprachassistenten stecken intelligente Algorithmen dahinter. Die Antworten auf die Sprachbefehle der Nutzer orientieren sich an deren Vorlieben, die in Form von Daten und Mustern abgespeichert sind. Betreiber von Online-Shops, Webangeboten und Unternehmenspräsenzen sind daher gut beraten, sich best- und schnellstmöglich auf den neuen Trend einzustellen.

Bleiben Sie am Ball

Der Fokus der E-Commerce-Trends 2019 liegt vor allem auf der Weiterentwicklung von bereits bekannten Technologien, deren Potential noch lange nicht ausgeschöpft ist. Was heute gut funktioniert, kann morgen schon ganz anders aussehen. Bleiben Sie auf dem neusten Stand, um nichts zu verpassen. Die digitale Welt ist schnelllebig und Online-Händler müssen sich damit auseinandersetzen, sich ständig zu verbessern.

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