eresult läuft! Konzeption und Entwicklung eines CUI Prototypen zum Laufsport

Heuristische Evaluationen, UX-Tests, Online-Umfragen, Prototyping, Konzeption und so weiter … damit beschäftigen sich meine KollegInnen von eresult eigentlich täglich – und das geht fast alles vom Schreibtisch aus.

Dass da die Ausführung von ausgleichenden sportlichen Aktivtäten gut täte ist offensichtlich – doch wahrscheinlich kennen Sie das Problem – es muss der innere Schweinehund überwunden werden.

Und um das etwas einfacher zu machen, haben wir einen Prototypen eines Conversational User Interfaces (CUI) entwickelt, der es ermöglicht (ermöglichen soll) Daten von vergangenen (Lauf-) Trainingseinheiten abzufragen. In diesem Beitrag berichte ich kurz über unsere Vorgehensweise und das Resultat – eine detaillierte Beschreibung der Vorgehensweise finden Sie hier.

Design Thinking und Conversational User Interfaces (CUI)

Wir haben in vergangenen Beiträgen bereits zur Konzeption, zum Prototyping und zum Testing von Conversational User Interfaces berichtet.

Doch wie werden die einzelnen Methoden und Vorgehensweisen im Rahmen eines Projekts eingesetzt? Welche Hürden treten dabei auf?

Wir haben uns vorgenommen, ein „eigenes“ CUI zu entwickeln – und zwar zum Thema Sport bzw. Laufsport. Basierend auf dem Design Thinking Prozess haben wir ein CUI entwickelt, über das sich Laufsportler über vergangene Laufeinheiten informieren können.

Abb. 1: Anwendung eines Design Thinking Prozesses zur Entwicklung eines Conversational User Interfaces.



Wie wir aus unserer Studie zum Nutzungskontext von Amazon Echo Usern gelernt haben, ist das Beobachten und Verstehen der jeweiligen Ziel- /Anwendergruppe entscheidend für die weitere Konzeption und letztlich auch für den Erfolg des Produkts.

Bis zur Definition eines MVPs (Minimum Viable Product – engl. ein „minimal überlebensfähiges Produkt“) haben wir Nutzerinterviews durchgeführt und die Erkenntnisse mit denen aus der Grundlangenstudie sowie inhaltlicher und technischer Vor- und Nachteile einzelner Usecases verglichen. Das Ergebnis war dann der eng umrissene, klar definierte Anwendungsfall eines CUIs, über das man Daten von vergangenen Trainingseinheiten abfragen kann.

Anschließend wurde eine detaillierte Analyse möglicher Dialogabläufe erstellt, die schließlich in einer Flowmap endete. Diese diente als Basis für die Erstellung des Prototyps.

Abb. 2: Flowmap zur schematischen Darstellung des Ablaufs einer Interaktion mit dem CUI.



Wie der Prototyp erstellt wurde, wird in diesem Video beschrieben.

Und was er jetzt kann, probieren Sie am besten selbst aus. Fragen Sie ihn z. B.

  • „Was kannst du?“
  • „Wie lange war ich gestern unterwegs?“
  • „Wie schnell war ich?“
  • „Wie weit bin ich letzte Woche gelaufen?“

Wundern Sie sich bitte nicht, wenn der Bot mit „Testwert“ antwortet – wie gesagt, es ist nur ein Prototyp.
Und ob der Bot tatsächlich die Motivation zum Laufen steigert? Dazu gibt es eines Tages vielleicht eine Follow Up Studie.

Viel Spaß beim Ausprobieren!



Interessieren Sie sich für die Details der Vorgehensweise?
Oder alle daraus ableitbaren Tipps und Tricks zur Konzeption von CUIs?
Dann melden Sie sich gerne und wir schicken Ihnen den vollständigen Ergebnisband kostenlos zu.

Portraitfoto: Xaver Bodendörfer

Xaver Bodendörfer

User Experience Consultant

eresult GmbH - Standort München

Bisher veröffentlichte Beiträge: 17

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