Magento EE 1.14 hilft Mobile auf die Füße: Mit Responsive Webdesign mobilefähige Onlineshops wirtschaftlich umsetzen

Mobile-fähige E-Commerce-Angebote werden nicht nur im Endkundengeschäft immer wichtiger – insbesondere in serviceorientierten B2B-Branchen entwickelt sich die Möglichkeit, über ein mobiles Gerät auf eine E-Commerce-Plattform zugreifen zu können, zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Magento trägt dieser Entwicklung mit der neuen Enterprise Edition 1.14 Rechnung: Responsive Design, HTML 5, CSS3 und viele weitere sinnvolle Features machen die Entwicklung von mobiloptimierten E-Commerce-Plattformen wesentlich einfacher.

Beim Responsive Design dreht sich alles um die Anpassung des Webseitenlayouts (inklusive des Inhalts) und der Navigationsführung an die jeweilige Auflösung des Endgerätes, um eine optimale Informationsdarstellung und Usability auf mobilen Endgeräten zu erreichen. Unabhängig davon, ob man nun einer Mobile First Strategie folgt oder sich dem Thema etwas konservativer nähert – mit einem Responsive Webdesign können Unternehmen es allen Nutzertypen recht machen.

In der Praxis ist es dann jedoch nicht ganz so einfach. Ein entsprechend konsistentes Design über alle Endgeräte zu entwickeln, mit sauberen und verständlichen Menüstrukturen sowie einer Navigation, die auf dem Desktop via Maussteuerung genauso funktioniert wie auf einem kleinen Touchscreen, ist schlicht Aufwand – und Aufwand bedeutet eben Kosten.

Komfortable Ausgangsbasis

Die neue Version 1.14 der Magento Enterprise Edition greift uns Entwicklern dabei ordentlich unter die Arme und ermöglicht eine wesentlich schnellere Umsetzung von E-Commerce-Projekten im Responsive Design. Eine wichtige Neuerung ist das mitgelieferte Standard-Theme: Zusätzlich zum bisherigen base- und enterprise-package gibt es nun das rwd-package (responsive webdesign).

Abb. 1: Die E-Commerce-Plattform www.partsrunner.de (online ab Ende Nov 2014) aus Basis von Magento Enterprise Edition 1.14 ist dank Responsive Design für alle Endgeräte mobiloptimiert.

Abb. 1: Die E-Commerce-Plattform www.partsrunner.de (online ab Ende Nov 2014) aus Basis von Magento Enterprise Edition 1.14 ist dank Responsive Design für alle Endgeräte mobiloptimiert.


Auf dieser Basis lassen sich schnell und unkompliziert zahlreiche Shop-Frontends individuell umsetzen. Dank CSS3 sind auch die klassischen Probleme wie abgerundete Ecken sowie eine zu große Anzahl an Hintergrundbildern und die damit verbundenen Performanceeinbußen Geschichte.

Ordnung ist das halbe Projekt

Außerdem wurde die Ordnerstruktur aufgeräumt, was den Überblick über veränderte Styles im Design verbessert. Das Standarddesign von Magento kommt nun wesentlich schlanker und moderner daher, was gerade für die Entwicklung von mobile-fähigen E-Commerce-Plattformen Vorteile bringt: Es muss in der Regel nicht mehr soviel in den Templates geändert werden. Außerdem sind beispielsweise Schriften und Buttons in der Größe bereits an mobile Formate angepasst. Auch das trägt dazu bei, den Projektaufwand für Responsive Shops zu reduzieren.

Abb. 2: Durch die veränderte Anordnung der Inhalte oder deren Anpassung und Reduktion auf Kernelemente (von der ausgeschriebenen Hotline zum ikonischen Hörer-Button) bleibt das Layout übersichtlich und intuitiv bedienbar.

Abb. 2: Durch die veränderte Anordnung der Inhalte oder deren Anpassung und Reduktion auf Kernelemente (von der ausgeschriebenen Hotline zum ikonischen Hörer-Button) bleibt das Layout übersichtlich und intuitiv bedienbar.

Entwicklungskompetenz bleibt gefragt

Dank Responsive Design sparen sich Unternehmen also den Aufwand für die Entwicklung einer eigenen mobilen Webseite. Allerdings bedeutet Responsive nicht aufwandfrei. Für eine gute User Experience muss die Informationsarchitektur entsprechend angepasst sein: Es gilt unter anderem, sinnvolle Bildvarianten bzw. Ausschnitte für die mobilen Auflösungen zu definieren. Dann muss die richtige Navigationsstruktur gefunden werden. Eine weitere Stolperfalle sind Textwüsten, die beim einspaltigen Raster auf einem Smartphone die Nutzer dazu zwingen, schier endlos durch ein Angebot zu scrollen. Konzeptionsstärke und die Fähigkeit, Inhalte plattformübergreifend zu denken, sind also weiterhin gefragt.

Fazit: Nicht mal ein Wermutstropfen

Zwar hat Magento in der neuen Version nicht alle Unterseiten der Themes für Responsive gestaltet, da dies aber nur eine kleine Zahl von eher unbedeutenden Funktionen betrifft – beispielsweise besondere Wunschlisten und Captchas – spielt es für die Entwicklungsarbeit und für einen schnellen Projektfortschritt keine große Rolle. Der positive Gesamteindruck und die Vorteile für eine gute User Experience von mobilen Web-Shops bleiben also ungetrübt.

Portraitfoto: Maria Kern

Maria Kern

Magento Certified Frontend Developer

netz98 new media GmbH

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