Top-Themen der UX-Welt in den letzten 30 Tagen

„Die digitale Generation tickt […] anders: In ihrer vernetzten Welt sind sie permanente Inspiration gewohnt. Online-Händler werden erst dann erfolgreich an diese Generation verkaufen können, wenn Sie den Lebensstil und das Kaufverhalten dieser Menschen verstehen und in ihrem Shop umsetzen.“

Diese Aussage traf Benjamin Otto (Otto Group, Projekt Collins) im Interview auf etailment auf die Frage: Wie werden sich Einkaufsverhalten und Kundenerwartungen in den kommenden Jahren verändern?

Benjamin Otto’s Aussage verdeutlicht sehr schön, dass sich Shop-Betreiber mehr Gedanken darüber machen sollten, wie sie verschiedene Zielgruppen (oder auch Personas) zufriedenstellen können. Es reicht einfach nicht aus zu glauben, dass Shop-Besucher immer genau wissen was sie wollen und nur beim Finden unterstützt werden wollen. Digital Natives, Frauen und auch Senioren, um nur einige Zielgruppen zu nehmen, erwarten mehr von Online-Shops. Und das zu Recht.

Meine heutigen Lesetipps liefern u.a. zahlreiche Erkenntnisse zur zielgruppengerechten Anwendungsgestaltung für Online-Shops, Geräte und mobile Anwendungen.

Viel Spaß beim „Dazulernen“.

Lesenswerte Beiträge aus UX-Blogs

Studien – Daten & Fakten

  • Sandra’s Signale: Female Commerce und der perfekte Einkauf
    Männer treffen gute Kaufentscheidungen, Frauen perfekte!
    Glauben Sie nicht? Dann schauen Sie sich die Erkenntnisse von Sandra Kröger unbedingt an. Sie werden weitere, spannende Daten finden, die Ihre Vorstellungen bereichern und vielleicht auch das ein oder andere (nicht zutreffende) Vorurteil abbauen.
    Sandra Kröger berichtet in Ihrem Beitrag aus verschiedenen Studien, die sich mit den Unterschieden im Informations-, Entscheidungs- und Kaufverhalten von Frauen und Männern intensiv beschäftigen.

  • Creating Outstanding Experiences for Digital Natives
    Sehr viele Daten für alle die sich auf die Zielgruppe der „Digital Natives“ vorbereiten oder sie bereits heute zufriedenstellen wollen, liefern Saskia Schippers & Meike Mak (User Intelligence). Ihre Erkenntnisse basieren auf einer Online-Umfrage von 200 Generationsrepräsentanten. Saskia Schippers & Meike Mak fanden zum Beispiel heraus, dass es für Digital Natives undenkbar ist einen Tag ohne Surfen im Web zu verbringen.
    Wenn sie im Web unterwegs sind, was oft der Fall ist, dann legen sie sehr viel Wert auf Geschwindigkeit: Anwendungen und Websites müssen schnell laden, sonst werden sie gemieden. Funktionale Schwächen oder solche in der Bedienung werden schnell wahrgenommen und tragen zu einem Vermeidungsverhalten bei. Digital Natives haben höchste Ansprüche an die Bedienbarkeit von Anwendungen und erwarten stets ein positives Nutzungserlebnis. Fun und „Joy of Use“ sind Digital Natives sehr wichtig.
    Haben Sie noch Lust auf weitere Daten zu dieser anspruchsvollen Zielgruppe? Dann schauen Sie unbedingt rein in den Beitrag.

Methoden – User Research & UX Testing

  • Low Findability and Discoverability: Four Testing Methods to Identify the Causes
    Wo liegen die Ursachen, wenn Inhalte nicht gut gefunden und erkundet werden können? Ist die Gestaltung der Navigation ursächlich oder liegt es an einer wenig nutzerfreundlichen Navigation?
    Die UX Forschung bietet zur Klärung dieser immer wieder aufkommenden Frage hervorragende Verfahren: Tree Testing, geschlossenes Card Sorting, Klick-Testing und der klassische Usability-Test. Qual die Wahl?
    Ja. Und daher sei Ihnen auch der gehaltvolle Artikel von Jennifer Cardello (Director at Nielsen Norman Group) wärmsten empfohlen. Neben einer Auswahlhilfe (Welche Methode Wann?) bietet Sie Ihnen hervorragende Anleitungen zum Aufsetzen und Konzipieren der 4 klassischen Methoden.

  • Customer Feedback Tools
    Nutzer befragen und UX Tests durchführen – das sollte fester Bestandteil eines jeden User Centered Design- und Entwicklungsprozesses sein.
    Rainer Gibbert (Senior Product Manager bei der Fielmann Ventures GmbH) stellt in seinem umfangreichen und informativen Beitrag gleich mal eben 30 Tools vor. Tools mit denen Sie Ihre Nutzer und Kunden befragen (z.B. FluidSurveys) und in ihrem Verhalten beobachten können (z.B. userzoom). Er klassifiziert diese sinnvoll und gibt konkrete Hinweise zu den Vor- und Nachteilen der Tools. Kostenangaben fehlen ebenso wenig, wie persönliche Bewertungen aus praktischer Erfahrung. Hilfreich!

Good Practices – Gestaltung & Nützlichkeit

  • 10 Tipps für eine buchungsstarke Hotelwebsite
    Sandra Steiner & Joe Dreixler (Gründer von Direct-Booking-Experts.de) warten in diesem Beitrag mit zahlreichen „guten Beispielen“ von erfolgreichen Hotelwebsites auf. Sie stellen deren Erfolgsfaktoren in Word und Bild vor und erläutern was diese Sites warum gut machen.
    Der Beitrag richtet sich an alle, die solche Sites gestalten „dürfen“. Dürfen vor dem Hintergrund des Produkts (Urlaub, Auszeit, Erholung, Entspannung) und auch vor dem Hintergrund der Tatsache, dass es derzeit noch zahlreiche Hotelwebsites gibt, die leider alles andere als gut bedienbar und nützlich sind.
    Viel Potenzial also für UX Designer, Agenturen und UX Professionals.

  • In drei Schritten zum Second Screen Erfolg
    Wer kennt das nicht: Werbung läuft, das Programm ist grad nicht so interessant (aber der Frau scheint’s zu gefallen) oder es gibt eine Motivation Gesehenes weiter zu verfolgen. In solchen Situationen ist der Griff zum Smartphone oder Tablet schnell mal gemacht und der Fernseher wird zum „Nebenbei-Medium“. Ist so, vor allem in der Zielgruppe der Digital Livings, und kann nicht verhindert werden. Folglich ist es nötig sich auf diesen veränderten TV-Konsum einzustellen und bestenfalls nützliche und gut bedienbare Kampagnen zu erstellen. Dafür ist dann aber ein Umdenken zwingend nötig. Dennis Herzberger (Berater bei Web Arts) bietet hierfür eine tolle Starthilfe und beschreibt zahlreiche, gelungene Second Screen Kampagnen. Ganz nebenbei bietet er auch wertvolle Daten & Fakten zum Phänomen „Second Screen“.

Das wurde im Juli im Usabilityblog am häufigsten gelesen:

1. User Centered Design zur Verbesserung der Nutzung von Geräten

Anja Weitemeyer

Anja Weitemeyer

Autor: Anja Weitemeyer (eResult GmbH (Standort: Hamburg))

„Digital Natives werden immer gesünder!“
So lesen wir vielleicht bald in der BILD, ausgelöst vom Boom bei Fitness- Armbändern und mHealth-Anwendungen. Wäre doch schön.

Anja Weitemeyer geht mit gutem Vorbild voran: Sie nutzt schon seit Wochen ein Gesundheitsband, motiviert durch zahlreiche Analysen von Wearables in ihren Kundenprojekten.

In dem spannenden und lehreichen Beitrag beschreibt Anja Weitemeyer wie solche Anwendungen und Geräte nutzergerecht konzipiert, entwickelt und optimiert werden können. Sie bietet damit einen wertvollen Einblick in ihre tägliche Praxis als UX Consultant.

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2. Second Screen Studie: Welche Apps werden parallel zum Fernsehen verwendet?

Jan Schultze

Jan Schultze

Autor: Jan Schultze (eResult GmbH (Standort: Göttingen))

Wann wird das TV-Programm zum „Nebenbei-Event“?
Wenn’s nicht so spannend ist, Werbung läuft und immer öfter, wenn Apps einen Mehrwert zum Programm bieten.

Welche Arten von Mehrwerten es gibt und welche Apps oft parallel zum Fernsehen genutzt werden, darüber berichtet Jan Schultze. Er begleitet schon seit 2 Monaten 20 Digital Natives und Early Adopter und schaut ihnen ab und an beim Fernsehen über die Schulter.

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3. Mental Maps 2014: Wo erwarten Nutzer die Suche in Onlineshops?

Jan Schultze

Jan Schultze

Autor: Jan Schultze (eResult GmbH (Standort: Göttingen))

„Eine Produktsuche auf einem Online-Shop gehört nach oben rechts. Weiß doch inzwischen jeder. Basta, machen wir also auch so!“

So kann man das machen und sehen. Ist diese Position aber (noch immer) erwartungskonform und im Interesse von Nutzern?

Jan Schultze liefert die Antwort und berichtet über die Mental Maps Studie 2014 der eResult GmbH bei der mehrere 1.000 Online-Shopper in Deutschland und Großbritannien zu ihren Platzierungserwartung an 14 Shop-Elemente befragt wurden, unter anderem eben auch zur (Produkt-)Suche.

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Wir begrüßen neu in den Reihen der Blogautorinnen & -autoren:

Stephan Schillerwein ist ein international anerkannter Intranet-Experte und seit mehr als 15 Jahren in den Bereichen Informationsmanagement und digitale Medien tätig.
In dieser Zeit hat er mehr als 100 Projekte in über 50 Unternehmen aller Größen und Branchen als Berater begleitet, kennt die Unternehmenspraxis, aber auch aus eigener Tätigkeit als Intranet- und Online-Manager in mehreren Unternehmen.
Als Geschäftsführer der Schillerwein Net Consulting ist er heute insbesondere in den Bereichen Intranets, Social Collaboration, Digital Workplace und Knowledge Work beratend tätig.
In seinem ersten Blogartikel bei uns beschäftigte Stephan Schillerwein die Frage: Wieso wird bei Intranet-Projekten eigentlich wenig Wert auf eine gute „Mitarbeiterführung“ gelegt?

Johannes Dörr hat Physik in Göttingen studiert und arbeitet seit drei Jahren als Entwickler und Entrepreneur.
Sein Unternehmen „All Buttons Pressed UG (haftungsbeschränkt)“ ist vor allem auf Softwareentwicklung im Bereich Web/Mobile und Datenauswertung spezialisiert und bietet darüber hinaus die Wireframing-Software „pentotype“ an.
In seinem ersten Blogartikel bietet er uns Einblicke in die Möglichkeiten und Einsatzbereiche von pentotype.

Stellenangebote im Juli 2014:

Falls Sie auf der Suche nach neuen Mitarbeitern aus den Bereichen: Usability, User Experience, Konzeption, Design, Marketing usw. sind, können Sie Ihr Stellenangebot gerne bei uns veröffentlichen. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Seite: Informationen zur Schaltung eines Stellenangebots

Kommen wir noch zu den Zahlen und Fakten aus dem Juli 2014:

  • 502.989 Seitenaufrufe (- 1,5 % gegenüber Juni 2014)
  • 255.094 Besucher (+ 5,3 %)
  • 1.815 Twitter Follower (+ 0,9 %)
  • 255 Facebook Fanpage Follower (+ 25 %)
Besten Dank an alle Autoren und Leser. Bleiben Sie uns treu und empfehlen Sie uns weiter.
Portraitfoto: Thorsten Wilhelm

Thorsten Wilhelm

Gründer & Geschäftsführender Gesellschafter

eresult GmbH

Bisher veröffentlichte Beiträge: 288

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