UX-Testing von innovativen Devices – live erleben auf der eResult User Experience Area

1_ux-congressNeue Devices erfordern veränderte Testmethoden. Ein mobiles Device, welches Anwendungen für situationsabhängige Informationen und Interaktionen bereitstellt, ist nur sehr eingeschränkt für einen Test im Usability-Labor geeignet. Andere Devices funktionieren losgelöst von klassischen Screens. Auch hier sind die üblichen Bilschirmaufnahmen und Interviewsituationen kaum mehr möglich. Daher beschäftigen wir uns schon heute mit der Entwicklung von Testmethoden für neuartige Geräte wie Wearables, VR-Brillen oder Gestensteuerungs-Tools.
Im Moment beobachten wir jedoch, dass oft noch ein zaghaftes Annähern an solche Devices vorhanden ist. Fragen wie „Was kann man eigentlich damit machen?“ oder „Was bringt mir das?“ stehen im Vordergrund. Daher geben wir interessierten Besuchern auf dem diesjährigen ux-congress und der Research & Results die Möglichkeit, solche Devices einmal auszuprobieren.

Der ux-congress fand vom 19.-20.10.2015 in Frankfurt statt und bot spannende Vorträge rund um das Internet of Things, Eyetracking, ROI von UX, eHealth und vieles mehr. Als langjähriger Sponsor durften wir auch in dieses Mal dabei sein und einige spannende Geräte zum Anfassen ausstellen. Da viele Besucher das erste Mal mit den Geräten Kontakt hatten, führten wir fast nebenbei den einen oder anderen Usability-Test durch ;-).

Publikumsmagnet war die Samsung Gear VR-Brille. Die „virtuelle Realität“ in Form von Bildern und Videos, bei denen man scheinbar mittendrin ist, faszinierte unsere Gäste. Die Bedienung war denkbar einfach. Allerdings erforderten die testweise installierten Anwendungen noch nicht allzu viel Interaktion. Dafür waren die Versuchspersonen mit der Herausforderung konfrontiert das Gleichgewicht zu halten, da das Auge Bewegungen wahrnahm, die der restliche Körper ja nicht spürt. Das konnte den Spaß an der Sache aber nicht trüben. Das Erlebnis ist einfach genial. Ob sich solche Geräte allerdings einmal mit einem ernsthaften Anwendungszweck konfrontiert sehen, oder eher im Bereich Gaming ihren Platz finden, bleibt noch abzuwarten. Wir könnten uns sehr gut vorstellen, dass in Zukunft zum Beispiel Wegeleitsysteme, Regalanordnungen im Supermarkt oder Shopping-Center zunächst in virtueller Realität getestet werden, bevor es an die teure Umsetzung geht. Was hierbei hilfreich sein könnte und heute auch schon möglich ist, ist Eyetracking innerhalb von VR-Brillen.

Das Ausprobieren einer VR-Brille macht großen Spaß, im Sitzen ist es jedoch sicherer ;-)

Das Ausprobieren einer VR-Brille macht großen Spaß, im Sitzen ist es jedoch sicherer 😉

Ein weiteres spannendes Gerät ist das Myo Gesture Control-Armband. Hiermit lassen sich Präsentationen, Filme oder Musik steuern, und zwar völlig berührungslos. Das Armband wird angelegt, kalibiert und ermöglicht dann die Steuerung durch vordefinierte Gesten. Eine tolle Erfahrung, ohne Berührung mit Dingen zu kommunizieren. Allerdings erhielten wir auch oft die Rückmeldung, dass nicht alle einprogrammierten Gesten den zugeordneten Aktionen intuitiv entsprachen. So wird zum Beispiel erwartet, dass wenn ein Schwenk mit der Hand nach links einen Rückschritt auslöst, ein Schwenk nach rechts analog einen Schritt vorwärts bedeutet. Wenn jedoch bei der (Weiter-)Entwicklung in Zukunft auf solche Dinge geachtet wird, können derartge Tools durchaus ihre Einsatzgebiete haben.

Das Gesten-Steuerungs-Armband „Myo“ muss zunächst erklärt werden, ermöglicht aber das Erlebnis der berührungslosen Steuerung.

Etwas skeptisch waren viele Besucher noch bei den ausgestellten Smartwatches. Wirkliche Mehrwerte muss man ihrer Meinung nach noch suchen. Einzelne Anwendungen haben es geschafft, sinnvolle Einsatzbereiche für Smartwatch-Apps zu finden und entsprechend umzusetzen. Mein Kollege Jan Pohlmannn stellte in seinem Vortrag einige davon vor. Bei anderen stellen wir uns manchmal die Frage, ob denn in der Entwicklungsphase ausreichend Zeit auf die Überlegungen zum Mehrwert, passenden Situationen, der gewünschten Art von Informationen usw. verwendet wurde. Denn auch Anwendungen für Smartwatches können sehr frühzeitig getestet werden. Unsere Papierprototypen zeigen wie es gehen kann.

Papierprototypen wie diese sollten auch bei Anwendungen für Smartwatches zum Einsatz kommen.

Papierprototypen wie diese sollten auch bei Anwendungen für Smartwatches zum Einsatz kommen.

Nicht zu vergessen sind auch unsere Smarthome-Lights, die Philips Hue. Sie lassen unseren Stand auf Wunsch in Unternehmensfarben leuchten. Per App sind jedoch auch wechselnde Farben, geräuschabhängige Wechsel oder bestimmte Themen einstellbar. Kommen Sie vorbei und bestimmen Sie den Farbton unseren nächsten Messestands. Tauschen Sie sich zudem mit uns über aktuelle Trends und Entwicklungen rund um das Internet der Dinge aus. Und lernen Sie Neues über Testmethoden und gute User Experience.5_ux congress_MJ_EL

Erleben Sie unsere Geräte das nächste Mal auf der Research & Results vom 28.-29.10.2015 in München – Halle 1, Stand 136. Wir freuen uns auf Sie!

Portraitfoto: Elske Ludewig

Elske Ludewig

Principal UX-Consultant & Managing Partner

eresult GmbH

Bisher veröffentlichte Beiträge: 112

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