Weiterbildung zum zertifizierten Usability Engineer

In den kommenden Monaten möchte ich Ihnen ausgewählte Weiterbildungsangebote aus den Bereichen Usability & Design vorstellen.

Ich möchte Sie damit ermutigen, sich stetig weiterzubilden und so auch ein wenig dazu beizutragen, dass die Qualität der Arbeit von User Experience-Designern, -Forschern und -Beratern auf hohem Niveau bleibt.

Fraunhofer_FIT

Beginnen möchte ich meine Blogbeitragsserie mit dem bereits mehrfach erfolgreich durchgeführten Seminar zum zertifizierten Usability Engineer am Fraunhofer Institut (FIT) .


Bereits Ende Juni findet das nächste Seminar statt, weitere Termine folgen turnusmäßig im Herbst und Winter.

Inhalte und Konzept der Weiterbildung

Eine Woche im Leben eines Usability Consultants – das ist der Ausbildungsrahmen dieses Seminars.

Als Teilnehmer/-in nehmen Sie die Aufgaben und Tätigkeiten eines Usability Consultants (und Botschafters!) in einem typischen IT-Unternehmen ein und lernen dessen Arbeit im Detail kennen.

Als Usability Consultant haben sie dort die Aufgabe, Ideen und Konzepte zu entwickeln, vorzustellen, während der Umsetzung zu begleiten und vorhandene Produkte (Fokus: Software) zu optimieren.

Die Ausbildung zum Usability Engineer am FIT vermittelt Ihnen wertvolles Wissen über ein sinnvolles Vorgehen im Rahmen eines Software-Entwicklungsprozesses und zeigt Ihnen auf, welche Usability-Methoden und -Verfahren Sie dort begleitend und zielführend etablieren können.

Gastvorträge von erfahrenen Praktikern tragen dazu bei, dass Erfahrungswerte und aktuelle Entwicklungen genügend Raum bekommen.

Fünf Lernmodule

Die einwöchige Weiterbildung gliedert sich in fünf Schwerpunktthemen:

  • Analyse des Nutzungskontextes
    Methoden zur Analyse von Nutzungskontexten und einschlägige Interviewtechniken stehen hier im Vordergrund.
    Usability-Definition und Zusammensetzung des Nutzungskontextes nach ISO 9241-11 stellen die Grundlagen in diesem Part dar.

  • Entwickeln von Nutzungsanforderungen
    In diesem Modul erfahren Sie, wie Anforderungen & Wünsche von Nutzern identifiziert, gewichtet und beschrieben werden sollten.

  • Prototypisches Design
    Nach einer Einführung und Erläuterung von Design-relevanten Normteilen der ISO 9241 und wahrnehmungspsychologischen Grundlagen (z. B. Gestaltgesetze), steht die Entwicklung und Umsetzung vom Prototypen auf dem Programm (vom Papier-Prototypen zum Klickdummy mit „Schminke“).

  • Testen
    Qualitative und quantitative Testverfahren kommen bei dieser Ausbildung nicht zu kurz. Sie werden ausführlich beschrieben und im Einsatz erprobt.
    Dazu gehören u. a.:

    • Critical Incident-Technik,
    • Cognitive Walkthrough,
    • Heuristische Evaluation durch Experten,
    • Software Usability Measurement Inventory (SUMI),
    • Website Analysis and Measurement Inventory (WAMMI).


  • Gestaltung des Usability Engineering-Prozess
    Im letzten Modul geht es um „das große Ganze“. Neben den Grundlagen zu den UE-Zyklus-Modellen (ISO 9241-210, ISO TR 18529) lernen Sie als Teilnehmer/-in wie Usability-/UE-Prozesse im Unternehmen verankert werden können. Sie bekommen gute Argumente für Usability mit auf den Weg, lernen Kosten-/Nutzen-Betrachtungen vorzunehmen und rechtliche Fragestellungen werden auch behandelt.

Interesse geweckt?

Dann schauen Sie sich die gut aufbereitete Website zum Seminar Zertifizierter Usability Engineer in Ruhe an. Sie erfahren dort auch die Termine & Kosten.

  • Haben Sie Erfahrungen mit diesem Seminar?
    Geben Sie diese gern an die Leser dieses Blogs weiter.
  • Haben Sie Vorschläge für Seminare & Workshops, die ich in meiner Blogserie unbedingt vorstellen sollte?
    Dann im Kommentarfeld zu diesem Artikel kurz beschreiben und verlinken.
Portraitfoto: Thorsten Wilhelm

Thorsten Wilhelm

Gründer & Geschäftsführender Gesellschafter

eresult GmbH

Bisher veröffentlichte Beiträge: 288

4 Kommentare

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