Mapping Experiences: A Complete Guide to creating Value through Journeys, Blueprints & Diagrams

Jim Kalbachs Buch „Mapping Experiences” kann vermutlich, obwohl erst 2016 erschienen, schon jetzt als Standardwerk im Bereich von UX Mapping angesehen werden. Der Autor beschreibt in seinem Buch anschaulich und detailliert die verschiedenen Formen und Möglichkeiten von (UX) Mapping und garniert dies mit vielen Tipps aus der Praxis, Case Studies und vielseitigem Bildmaterial.




Customer Journey, Blueprint und Co.

Ist heute von Mapping Experiences die Rede, ist zumeist Customer Journey Mapping gemeint. Diese Methode, die in den letzten 10 Jahren im UX Bereich immer mehr an Bedeutung gewonnen hat, ist aber nur ein Ausschnitt aus der Bandbreite der Ansätze und Möglichkeiten die Erfahrungen der Nutzer in Diagrammen darzustellen. Neben den Customer Journey Maps beschreibt Kalbach Service Blue Prints, Experience Maps und Mental Model Diagrams, sowie viele Weiterentwicklungen und verwandte Arten von Maps. Er sieht die gesamte Methodik und den Einsatz von Maps unter dem Aspekt des „Aligning for Value“. Damit ist gemeint, dass es einer gemeinsamen Basis über das Wissen und Verständnis der Customer/User Experience innerhalb einer Unternehmung bedarf. Nur so, ist Kalbach überzeugt, kann eine hervorragende User Experience kreiert werden. Maps (je nach Zweck oder Ziel) sind dabei zentrale Werkzeuge, die genau diese gemeinsame Basis, insbesondere zwischen Abteilungen, schaffen können.
Genau darum geht es in „Mapping Experiences“: Wie schafft man ein gemeinsames Verständnis für die Erfahrungen der Nutzer? Kalbach spannt dabei den Bogen zwischen den Anfängen des Mappings und dem aktuellen Stand. Das Buch umfasst viele Erklärungen und detaillierte Beschreibungen der einzelnen Methoden und deren Einsatzmöglichkeiten.
Was ich persönlich, in meiner Funktion als UX Consultant bei eresult insbesondere, sehr spannend fand, waren neben den gut dargestellten fachlichen Ausführungen, die Kapitel über die erfolgreiche Durchführung von Workshops und wie man Überzeugungsarbeit für den Einsatz von Mapping-Methoden leisten kann.

Wer sollte das Buch lesen?

Das Buch richtet sich eigentlich an alle, die mit dem Thema Mapping in Kontakt stehen. Als Anfänger kann man einen guten Einstieg in die Thematik finden, aber auch für Leute mit Erfahrungen und Vorwissen ist das Buch zu empfehlen. Kalbach bietet eine Fülle von Details und Anregungen zur Durchführung und Umsetzung von Mapping Projekten, so dass jeder, unabhängig vom Vorwissen, etwas Neues lernen kann. Durch die gute Gliederung und die (vor allem zu Beginn) prägnanten Definitionen der Arten von Mapping eignet sich das Buch auch sehr gut als Nachschlagewerk.

Fazit

„Mapping Experiences“ von Jim Kalbach ist absolut lesenswert und empfehlenswert. Kalbach bietet einen umfassenden Blick auf das Thema Mapping und schafft es die Themen gut verständlich, aber auch detailliert zu beschreiben. Nach der Lektüre ist man nicht nur bestens informiert, man bekommt auch immer mehr Lust selbst rauszugehen und sinnvolle, hilfreiche und zielführende Maps & Diagramme zu erstellen. Mapping Experiences kann gut und gerne als modernes Standardwerk verstanden werden und gehört definitiv in jede gute UX-Bibliothek.

(Hinweis: Das Buch ist auf Englisch, allerdings ist es auch als Nicht-Native Speaker gut zu verstehen, vielleicht muss man mal ein Wort nachschlagen, aber alles in allem lässt es sich sehr flüssig lesen und kommt ohne unverständlicher Fachbegriffe aus.)

Portraitfoto: Joanna Oeding

Joanna Oeding

Senior User Experience Consultant

eresult GmbH

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