Archiv der Kategorie: Methoden & Verfahren

Der Einsatz von Cognitive Crash Dummies in der formalen Evaluation mit GOMS (2. Teil)

Im ersten Teil des Beitrags stellte ich Ihnen die modellbasierte Evaluation mit Fokus auf GOMS vor (Goals, Operators, Methods and Selection Rules, Card et al. 1983), mit deren Hilfe es möglich ist, durch virtuelle Probanden, auch Cognitive Crash Dummys, die Effizienz von Schnittstellen bewerten zu lassen. Der zweite Teil gibt Ihnen nun ergänzend wertvolle Anwendungstipps. Weiterlesen

Reale Personendaten in Usability-Tests – das gilt es zu beachten!

Analyse von realen Personendaten

Quelle: robu_s/fotolia

Die Relevanz bestimmter Funktionen und Produkte erschließt sich häufig erst im Kontext – sozusagen im Test unter realen Bedingungen. Um auch während der Entwicklung schon eine valide und generalisierbare Aussage über die spätere Nutzung und den zu generierenden Wert treffen zu können, sollten die realen Bedingungen soweit wie möglich in einem UX-Test nachgestellt werden. Dies gelingt mit realen Personendaten. Wann dies sinnvoll ist und wann nicht – verraten wir Ihnen hier! Weiterlesen

Der Einsatz von Cognitive Crash Dummies in der formalen Evaluation mit GOMS

Cognitive Crash DummiesSeit jeher beschäftigt sich die Human-Computer Interaction (HCI) unter anderem mit der Frage, wie menschliches Verhalten analysiert und berechnet werden kann. Im Zeitalter der Digitalisierung wird die Frage zunehmend immanenter. Wäre es daher nicht schön, im stressigen Projektalltag eines Konzeptionsprojektes eine Methode parat zu haben, mit der sich ‚lean‘ und ohne Einsatz von Probanden Aussagen über die Effizienz von Use Cases und deren UI-Varianten treffen lassen? In diesem Artikel stelle ich Ihnen die modellbasierte Evaluation mit Fokus auf GOMS vor (Goals, Operators, Methods and Selection Rules, Card et al. 1983), mit deren Hilfe es möglich ist, durch virtuelle Probanden, auch Cognitive Crash Dummys, die Effizienz von Schnittstellen bewerten zu lassen. Weiterlesen

Produkttest: Warum Sie Usability-Tests mit jungen Müttern machen sollten

Junge Mütter gehören mit Sicherheit zu einer der anspruchsvollsten Nutzergruppen und zu den kritischsten Produkttestern:

  • Sie sind Experten im Surfen auf mobilen Endgeräten – laut einer Studie von Yahoo („The Shift to Smartphone Dominance“) gehören junge Mütter zwischen 18 und 34 Jahren zu den so genannten Smartphone-dominanten Usern, also jenen Nutzern, die den größten Teil ihrer digitalen Zeit mit dem mobilen Endgerät verbringen – nämlich 70 Prozent. Sie legen vor allem Wert auf die Aktualität der Daten und den einfachen Zugriff, die ihnen die mobile Nutzung von Online-Angeboten bietet. Nicht verwunderlich beim Gedanken an den Alltag zwischen Babytragen, Wickelkommode, Babybett und Stillecke. Es bleibt immer nur kurz Zeit, um etwas nachzuschauen oder zu recherchieren. Sie organisieren oft viele Dinge gleichzeitig und wollen flexibel auch von unterwegs auf Online-Dienste zugreifen können.
  • Neben diesem Nutzungsverhalten haben junge Mütter (Anmerkung der Autorin: das gilt im Übrigen auch für junge Väter – im Artikel spreche ich allerdings aus der Perspektive einer Mutter) auch höchste Anforderungen an Produkte des Alltags. Weiterlesen

Ein gutes Doppel: User Experience Design und Scrum

Scrum ist in der Softwareentwicklung inzwischen weit verbreitet – aber häufig werden andere Disziplinen noch nicht in den Prozess integriert.
Quelle: diva-e Digital Value Enterprise GmbH

In der Softwareentwicklung setzt sich Scrum als agile Projektmanagement-Methode zunehmend durch. Inzwischen gibt es zahlreiche Workshops, umfassende Literatur und eine große Anzahl erfahrener Scrum-Experten. Im Scrum-Kontext wurde es bisher jedoch vernachlässigt, andere Elemente und fachliche Disziplinen, die essenziell für ein starkes Produkt sind, zu integrieren – wie beispielsweise das User Experience Design. Eine gute User Experience (UX) führt dazu, dass Anwender ein Produkt bzw. eine Software gerne nutzen und ist damit ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Weiterlesen

Wie werden Usability-Tests mit Sprachsteuerungen/-assistenten durchgeführt?

Die Entwicklungen in letzter Zeit zeigen, dass sich die Interaktion mit technischen Geräten über Sprache weiterverbreiten wird. Der Veranstalter der CES spricht davon, dass die Sprachsteuerung langfristig grafische Benutzeroberflächen ablösen wird.
Je weiter sich die Sprachsteuerung bzw. die Sprachassistenten wie z. B. Amazon’s Echo verbreiten, desto mehr muss über die Usability und Benutzerfreundlichkeit von sprachlichen Interfaces nachgedacht werden.
Tipps und Verbesserungsvorschläge zur Usability/UX geben wir bei eresult nicht „aus dem Bauch heraus“, sondern evidenzbasiert. Eine dazu anwendbare Methode ist der klassische Usability-Test. Aber lässt sich diese Methode auch auf ein sprachliches Interface anwenden? Weiterlesen

Arbeiten mit Personas – Teil 1: Wie führt man Personas erfolgreich in Unternehmen ein?

Beispiel für eine Sedcard

Eine typische moderne Sedcard: großes Bild, wenig Text, viele Diagramme.

In den meisten Unternehmen, mit denen wir zusammenarbeiten, ist es mittlerweile unstrittig, dass man Personas braucht. Jedes Unternehmen, das erfolgreiche Produktentwicklung und zielgerichtetes Marketing betreiben will, sollte über Personas verfügen. Soweit die allgemeine Meinung. Taucht man dann weiter ab und fragt wer genau im Unternehmen die Personas zukünftig nutzen wird und auf welche Weise, wird es allerdings oft wenig konkret. Einmal kam auf diese Nachfrage die ehrliche aber auch desillusionierende Antwort: wir wollen Personas, weil unser Wettbewerber auch welche hat.
Personas können ein sehr mächtiges Instrument sein, um Nutzerbedürfnisse gut im Blick zu behalten und nicht Geld in Entwicklungen oder Kampagnen zu stecken, mit denen man niemanden erreicht. Aber sie müssen im Unternehmen auch „gelebt“ werden. Niemandem ist geholfen, wenn sie nach einem erfolgreichen Personaprojekt in einer Schublade verschwinden. Daher sollte unbedingt Budget und Zeit für die Kommunikation im Unternehmen eingeplant werden. Wie könnte die Kommunikation aussehen? In ersten Teil von „Arbeit mit Personas“ stelle ich Wege für die erfolgreiche Einführung von Personas im Unternehmen vor. Weiterlesen

Psychologie für bessere Personas

Wer gute Anwendungen erstellen will, muss seine Nutzer kennen. Zunächst steht man vor der Herausforderung, die Informationen über die Nutzer zusammenzutragen. Als Nächstes muss man die gefundenen Informationen aufbereiten und so verdichten, dass alle im Team verstehen, für wen sie arbeiten und wobei es darauf ankommt. Um die Nutzer zu beschreiben, haben sich die Personas bewährt (zur Umsetzung siehe z.B. hier im Blog Kenne deinen Kunden – Ablauf eines Persona-Projektes mit Tipps und Tricks aus der Praxis)

Doch wie kann ich meine Personas noch greifbarer machen? Gibt es dazu Ansätze aus anderen Disziplinen, die uns helfen, unsere Personas noch besser zu machen? Dazu gehen wir in die Psychologie, in die Literatur und in die Sozialforschung.

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Tipps für schnelle und einfache Usability-Tests

Funktioniert gemeinsam: Agile Medthoden und UX-Design

Agile Methoden und UX-Design

Als Gründe gegen das Usability-Testing hört man immer wieder, dass es zu teuer ist und es zu lange dauert. Dass es so nicht sein muss, damit möchte ich mich heute beschäftigen.
In meinem letzten Artikel habe ich schon einmal kurz einen von Nielsen in den 80er Jahren veröffentlichten Ansatz angeschnitten. In diesem Ansatz geht es darum, wie UX-Projekte möglichst kurz und kostengünstig gestaltet werden können. Diesen Ansatz nennt Nielsen Discount Usability Testing, immer wieder begegnet einem allerdings auch der Name Lean UX Testing. Weiterlesen

5 gute Gründe warum Design Workshops Ihre Produktentwicklung erfolgreicher machen

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Agile! Lean! Wir brauchen einen Workshop. Kommt lasst uns Design Thinking und Ideation machen, noch heute. Creation & Innovation ist immer gut. Und Google Design Sprints! Lasst uns Spaß haben und Post-Its an die Wände kleben. Kaffee dazu?

All die Buzzwords sind kein Vorwand, um diesen Artikel suchmaschinenoptimiert zu machen (okay ein bisschen schon). Es ist einfach harte Realität, dass mit den Begriffen häufig um sich geworfen wird, ohne so ganz genau zu wissen, wie sie sich unterscheiden. Und oftmals werden Design Sprints oder Design Thinking Workshops als „coole, verrückte Brainstorming Sessions“ abgestempelt. Weiterlesen