In 4 Tagen zum User Requirements Engineer – Erfahrungsbericht zum neusten CPUX Zertifikat (CPUX-UR)

Vor 3 Jahren wurde das User Experience Qualification Board (UXQB) mit dem Versprechen gegründet, einheitliche Zertifizierungen für die Berufsgruppe der User Experience Professionals ganz allgemein und sowie für die einzelnen Spezialisierungsgrade zu schaffen. Mit der Qualifikation „Certified Professional for Usability and User Experience – Foundational Level (kurz: CPUX-F) wurde 2014 der erste Teil des Versprechens eingelöst.

UXQB CPUX-F ist mittlerweile eine etablierte Zertifizierung, die dem Inhaber bescheinigt, den UX-Grundwortschatz und die grundlegenden UX-Prozesse zu kennen. Wir von eResult sind als lizensierte Trainingsanbieter natürlich besonders an der Weiterentwicklung des CPUX Formates interessiert. 2015 folgte das erste Advanced-Level, die Qualifikation CPUX- Usability Testing und Evaluation, die von den Stimmen, die ich dazu gehört hatte, auch durchweg positiv bewertet wurde. Dieses Jahr im Februar fand dann das Pilotseminar des Bausteins statt, den ich mit Spannung erwartet hatte: die Qualifikation „Certified Professional for Usability and User Experience – User Requirements Engineering“ – kurz CPUX-UR. Für alle Leser, die wenig Zeit haben und sich nun fragen, ob sich die Qualifikation lohnt, hier die kurze Antwort: Ja. Für alle anderen werde ich im Folgenden die Inhalte der Qualifikation skizzieren und meinen Eindruck zu den Stärken und Schwächen schildern. Weiterlesen

Im Interview: Arne Sextro (EWE AG) über die Herausforderungen und Chancen des „Smart Home“

Arne_Sextro Der EWE Konzern mit Hauptsitz in Oldenburg ist fest im norddeutschen Raum verwurzelt und gehört mehrheitlich Kommunen und Landkreisen der Region. Die EWE-Unternehmen zählen zu den Pionieren bei den Erneuerbaren Energien, betreiben hochzuverlässige Energie- und Breitbandnetze und bieten intelligente Lösungen weit über eine grundlegende Versorgung hinaus. Der Konzern sichert in seinen Regionen 25.000 Arbeitsplätze und schafft über 1,9 Milliarden Euro Wertschöpfung vor Ort.

Herr Sextro verantwortet bei der Telekommunikations-Tochter EWE TEL das konvergente Produkt EWE Smart Living, welches sowohl Bestandteile aus der Energie wie der Telekommunikation / IT in sich vereinigt. Zuvor steuerte er Produkte im Bereich Managed Security, Data Center sowie WLAN-Hotspots bei EWE TEL. Weiterlesen

Bitkom lädt ein: UX of Things 4.0, 02.06.2016, Deutsche Post DHL

Call_for_Speakers Bei der Diskussion von Industrie 4.0 und dem Internet of Things (IoT) wird häufig die Frage nach der Usability und User Experience der neuen Technologien vernachlässigt. Daher lädt der Bitkom Fachausschuss Usability & User Experience (UUX) ein, um gemeinsam Erfahrungen aus der Praxis zu diskutieren:

  • Wann? – 02. Juni 2016
  • Wo? – Deutsche Post DHL, Bonn

Eine Welt des Internet of Things stellt besondere Herausforderungen an die Mensch-Technik-Interaktion (MTI) und hält damit spannende Fragestellungen nach der Usability und der User Experience bereit.

Wir suchen sowohl Referenten als auch Zuhörer für diese tolle Veranstaltungsreihe! Weiterlesen

Car Remote Apps: Mein Auto auf dem Smartphone. Ein Vergleich der Apps von BMW, Audi und Daimler

phone_with_car_alarm_interface Dank ein paar Wildschweinen durften wir uns privat vor kurzem ein neues Auto kaufen. Unsere Wahl fiel auf einen dreijährigen gebrauchten BMW. Da dieser kompatibel mit der „My BMW Remote App“ ist, haben wir das bei eResult direkt ausgenutzt und uns den Service genauer angesehen. Dabei ist es gar nicht allzu einfach, die App nutzen zu können. Vorher müssen ein paar Dinge erledigt werden. Weiterlesen

Die Qual der Methodenwahl – Helfen Methodenmatrizen?

In jedem Projekt stellt sich unseren Kunden und uns die Frage, welche Methode die Fragen an den Untersuchungsgegenstand am besten beantworten kann. Es exisitieren zahlreiche Versuche User Experience und Usability Methoden zu klassifizieren, so dass die Auswahl einer passenden Methode zumindest eingegrenzt wird. Doch wie hilfreich sind diese Methodenmatrizen in der Praxis?

Feedback einholen – Aber wie?

Wer sich mit der Entwicklung von komplexen Systemen auseinandersetzt, sollte Feedback von Nutzern des Systems einholen. Häufig wird hierzu ein klassischer Usability-Test im Lab als optimale Lösung erachtet – Oft auch weil es die bekannteste Methode ist. Dabei gibt es so viele Methoden mit völlig unterschiedlichen Stärken – und natürlich Schwächen. Doch welche Methode liefert die passenden Antworten für die nutzerzentrierte Weiterentwicklung? Weiterlesen

Small Data – Nutzerwünsche mit Beobachtung & Spürsinn entdecken statt mit Big Data

Big Data verspricht, die (potenziellen) Kunden besser kennen zu lernen als deren engste Freunde, ja besser als sie selbst. Durch die statistische Analyse von Kauf- und Klickverhalten von hunderttausenden Personen wollen Data Scientists herausbekommen, wie Produkte und Dienste aussehen müssen, die Menschen wirklich wollen.

Symbolbild Big Data

Das Versprechen von Big Data: Dank statistischer Verfahren herausfinden, was Menschen wollen.


Und manche Erfolge sind beeindruckend. Schon 2012 machte die Geschichte des US-Supermarkts die Runde, nach der die Marketer durch das Kaufverhalten einer jungen Frau wussten, dass sie schwanger ist – noch vor ihren Eltern, bei denen sie lebte. (How Target Figured Out A Teen Girl Was Pregnant Before Her Father Did)

Doch die Begeisterung für Big Data hat sich in den letzten zwei Jahren etwas gelegt. Vor allem aus zwei Gründen:

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User Centered Design von Remote-Apps für das Auto (Teil 1: Anforderungsanalyse)

Die Digitalisierung und zunehmende Vernetzung schreitet voran. „Connected Cars“ sind im Kommen und ermöglichen unter anderem die drahtlose Kommunikation zwischen Smartphone und Automobil. Über sogenannte Remote-Apps ist es für den Nutzer möglich, Funktionen des Autos mit dem Smartphone fernzusteuern.

Bei eResult haben wir uns mit der Usability von Remote-Apps beschäftigt. Die Herausforderung bei einer benutzerfreundlichen Gestaltung einer Remote-App liegt darin, dass die gesteuerte Funktion, also z.B. die Klimatisierung des Autos oder die Verriegelung der Türen, bisher über andere Mensch-Maschine-Schnittstellen bedient wurde: über das Anzeige-Bedien-Konzept im Interieur des Fahrzeugs, das bereits etabliert und weit entwickelt ist, oder auch den Fahrzeugschlüssel.

Wie kann man für die neue Interaktionsmöglichkeit mit dem Auto über ein mobiles Endgerät, bei dem teilweise andere Interaktionsprinzipien greifen als bei den oben genannten Interfaces, eine angenehme Nutzungserfahrung ermöglichen? Weiterlesen

Moritz Keck – Was wurde aus dem Gewinner des eResult Usability-Contest 2009?

Wir freuen uns Ihnen heute Moritz Keck vorstellen zu dürfen. Moritz gewann im Jahr 2009 den eResult Usability-Contest mit seiner Abschlussarbeit zum Thema:

„Die Generation Plus und das iPhone – Nutzungsverhalten und neue Möglichkeiten.“

Die Arbeit entstand im Diplomstudiengang Media System Design an der Hochschule Darmstadt.

Profilbild Moritz Keck

Moritz Keck (flinc GmbH)

Nach dem Studium wirkte Moritz als Gründer, UX Designer und UX Berater & Forscher mit großen Erfolgen und entwickelte dabei seine Kompetenzen stetig weiter. Seit Mitte 2012 ist Moritz im Business Development bei der flinc GmbH beratend für Unternehmen & Regionen tätig, die die Mobilität ihrer Mitarbeiter, Bürger und Kunden verbessern wollen.

Auch wenn sein Fokus heute auf Vertrieb und Kundenbetreuung liegt – User Experience Design und die Nähe zu Produkt und Nutzer liegt Moritz nach wie vor sehr am Herzen. Nicht nur als gern gesehener Gast und Unterstützer des erfolgreichen Eventkonzeptes „Usability-Testessen“.

Prämierung-eResult-Contest-2009

Preisgeldverleihung Frankfurt am Main

In unserem Interview wollten wir mehr von Moritz erfahren; mehr zu seinem beruflichen Werdegang und welche Bedeutung dabei der Gewinn des eResult Usability-Contest im Jahr 2009 hatte. Weiterlesen

Context is everything: Mit Hilfe von Contextual Inquiry Nutzer besser verstehen

Stellen Sie sich vor jemanden das Autofahren in einem Konferenzraum und nicht in einem Auto beizubringen. Das dürfte schwierig werden und dafür gibt es gute Gründe: Sie müssen sich ohne Lenkrad, Pedale oder Schaltknüppel an die korrekte Verwendung dieser Bedienelemente erinnern und anschließend nur mit Worten beschreiben. Sie müssen teils komplexe Bewegungsabläufe abrufen ohne die dafür nötigen Handgriffe tatsächlich durchführen zu können. Viel leichter würde es Ihnen vermutlich fallen diese Fähigkeiten zu vermitteln während sie in einem Auto sitzen. Ähnlich geht es Ihren Nutzern in Usability-Tests.

Contextual Inquiry: Beobachten im Kontext

Dieses kleine Beispiel verdeutlicht sehr gut die großen Vorteile der Methode Contextual Inquiry. In der Anthropologie werden Handlungen immer im Kontext beobachtet. Ich möchte hier die Vorteile dieser Herangehensweise einmal genauer beschreiben, da Contextual Inquiry im Bereich der User Experience und Usability viel zu selten eingesetzt wird. Weiterlesen