Expertenevaluation: Wie setze ich sie richtig ein?

Zu den beliebtesten Methoden der Usability-Evaluation gehört die Expertenevaluation. Sie ist eine der am häufigsten eingesetzten Methoden. Die Gründe dafür sind vielfältig, die Methode benötigt keine Forschungsinfrastruktur, Ergebnisse sind schnell verfügbar, sie ist unabhängig von Probanden und sie ist zudem im Budget in der Regel unterhalb eines Use-Labs anzusiedeln. Die Methode im eigenen Unternehmen durchzuführen hat allerdings auch ihre Tücken, so können Tester befangen sein und unterliegen schwerwiegenden Denkfehlern, die sich negativ auf die Qualität der Testergebnisse auswirken.

Die Durchführung der Methode kommt ohne Tools aus, braucht wenig Vorbereitung und ist in der Durchführung einfach. Eine unabhängige Person versetzt sich so gut es geht in die Lage des Nutzers und bewertet den Untersuchungsgegenstand. Dabei werden zwei unterschiedliche Herangehensweisen unterschieden. Weiterlesen

5 häufige Fehler bei agilem UX-Testing und wie sie vermieden werden können

Ineinandergreifende Zahnräder Agil ist „in“ – und das ist gar nicht abgedroschen gemeint. Wir beobachten, dass immer mehr Entwicklungsprozesse mit kürzeren Zyklen bzw. Sprints und unter Einbeziehung verschiedener Abteilungen und Zuständigkeiten durchgeführt werden. Zumindest gibt es den Wunsch, dies zu tun. Es funktioniert nicht immer nach dem gleichen Schema und manchmal ist es auch mehr Wunsch als Wirklichkeit. Aber immerhin wird im Zuge der Umstellung von Entwicklungsprozessen auch versucht, Usability und User Experience stärker in diese Prozesse zu integrieren. Nicht der eine große Test am Ende, sondern mehrere kleine, am besten in jeder Entwicklungsphase, sollen es sein. Doch auch hier gibt es neben zahlreichen Chancen auch einige Stolperfallen und Probleme. Weiterlesen

Leserbefragung des Blogs 2016 – Wir bleiben weiter am Ball

Auch die diesjährige Befragung unserer Blog-Leserschaft brachte spannende Erkenntnisse. Gerne möchten wir Ihnen einen Auszug der interessantesten Ergebnisse im Folgenden vorstellen:

  • Die Mehrheit der Blog-Leser ist berufstätig (87 %) und liest die Beiträge aus beruflichem Interesse.
  • Mehr als 40 % der Leser sind auf der Suche nach einem neuen Job, davon planen gut 80 % einen Jobwechsel und verfügen dementsprechend bereits über Berufserfahrung. Ihre hier platzierten Stellenangebote erreichen somit die Richtigen!
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Websites entwickeln mit Top-Task- & Core & Path-Analyse

Illustration Core & Path-AnalyseWas machen Sie als erstes, wenn Sie eine Website planen? Natürlich nachdem Sie sich ausführlich mit den Nutzern und deren Bedürfnissen beschäftigt haben?

Vielleicht entwerfen Sie die Startseite. Als Wireframe, wenn Sie UX-Designer/Konzepter sind, als Photoshop-Mockup, wenn Sie Grafiker sind.

Oder Sie entwickeln die Informations-Architektur, zeichnen die Sitemap.

Das sind die zwei Ansätze, die nach meiner Erfahrung am gebräuchlichsten sind. Und doch zäumen wir damit das Pferd von hinten auf.

Beginnen sollten wir statt dessen mit den Zielen. Einerseits mit dem, was die Site für ihre Betreiber erreichen soll. Und anderseits mit dem, was die Nutzer mit der Site erreichen wollen. Das sollten wir nicht einfach nur in einem Grobkonzept oder einem Wiki festhalten. Und hoffen, dass es die anderen Projektbeteiligten lesen.
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SKOPOS sucht: Junior Researcher & Project manager User Experience

Die SKOPOS Group ist seit 1995 in allen Fragen der Markt- und Kommunikationsforschung kompetenter Partner für Entscheidungsträger internationaler Unternehmen aus verschiedenen Branchen. Sie beschäftigen über 70 Mitarbeiter an den Standorten Hürth und Aachen. Und wachsen weiter: Daher sucht SKOPOS ab sofort Verstärkung für ihr Team.

SKOPOS Logo

  • Junior Researcher & Project manager User Experience (m/w)
  • Ort: Hürth
  • Start: ab sofort

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Validately – Die Alternative für synchrone Remote UX-Tests mobiler Systeme?

Aus unserem Forschungsbeitrag Usability-Testing nativer Apps – drei Erhebungsformen im empirischen Vergleich ging bereits hervor, dass für mobile Systeme besonders synchrone Remote UX-Tests eine vielversprechende Alternative zum klassischen UX-Testing im Labor darstellten. Einzig der hohe technische Aufwand für die Probanden und den Testleiter standen den durchaus positiven Ergebnissen dieser Evaluationsmethode kritisch gegenüber. Weiterhin gingen wir bereits im Artikel Mobile Remote-Usability-Tests – Eine kritische Beleuchtung der aktuellen UX-Tool-Landschaft näher auf die Herausforderungen der UX-Evaluation nativer Applikationen ein und bemängelten, dass bis dato keine Evaluationsmethode an die Standards des Desktop-Bereichs heranreicht. Ein neuartiges Tool namens Validately verspricht diesem Problem Abhilfe zu verschaffen und Remote-Testing besonders effektiv und effizient zu gestalten. Laut Aussage des Unternehmens ermöglicht Validately, neben dem Remote-Testing von Desktop-Websites, zusätzlich die Durchführung von synchronen uns asynchronen UX-Tests mobiler Systeme. Für uns war diese Argumentation ein Grund uns das Tool einmal näher anzusehen. Der folgende Beitrag spiegelt unsere Erfahrungen während der Implementierung und Durchführung eines synchronen Remote-Usability-Tests mit Validately wider. Weiterlesen

Im Interview: Peter Doppler von Naturkind-Kinderwagen über Usability und Prüfnormen von Kinderwagen

In der Kategorie “Usability von Geräten” wollen wir uns heute mit dem etwas spezielleren Thema Kinderwagen auseinandersetzen. Herr Doppler (Geschäftsführer von Naturkind-Kinderwagen) wird uns im kurzen Experteninterview Einblicke geben, wie Usability bei Kinderwagen realisiert werden kann. Ein spannendes Thema nicht nur für (angehende) Väter, sondern auch für UX-Experten, die sich für die Usability von Geräten interessieren. Weiterlesen

Kein Medienbruch mehr bei Online-Anträgen durch Legitimation per Videochat: Good Practices zur Umsetzung

Bequem von zu Hause außerhalb der Filial- und Postöffnungszeiten einen Vertrag oder eine Kontoeröffnung vollständig online abschließen. Das verspricht das Angebot der Videolegitimation. Dabei kann man sich über seinen PC, sein Tablet oder auch Smartphone per Videochat direkt mit seiner Identität ausweisen. Alles was man braucht, ist ein internetfähiges Endgerät mit Webcam und Mikrofon, einen Internetzugang und ein gültiges Ausweisdokument.

Im Internet ist das heutzutage bereits vielfach möglich. Insbesondere seit 2014 ist die Videolegitimation auch bei Banken weit verbreitet, nachdem die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht die Identitätsprüfung per Videoübertragung geprüft und genehmigt hatte. Weiterlesen

Wie die Wirtschaft Arbeitsgefühle erzeugt

In den neunziger Jahren lernten wir im BWL-Studium, Fach Personalmanagement, folgende Gesetzmäßigkeit kennen:

Löhne können niedrig gehalten werden, wenn für hervorragende Arbeitsbedingungen (Ausstattung, Räume), herausfordernde und abwechslungsreiche Aufgaben und attraktive Weiterbildungsangebote gesorgt wird!

Unsere Professoren wollten uns angehenden Manager/-innen beibringen, dass ein Job der Selbstverwirklichung und Bestätigung ermöglicht derart viel Belohnung bietet, dass die Bezahlung zweitrangig ist.

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