Sprachassistenten – typische Fehler in der Konzeption & wie man sie vermeidet

Was brauchen Nutzer? Um diese Frage dreht sich die ganze Produktentwicklung. Und mit ganz, ganz wenigen Ausnahmen steht diese Frage am Anfang jeder erfolgreichen Anwendung.

Und doch scheint mir, wird diese Frage aktuell sträflich vernachlässigt bei der aktuellen Konzeption von Sprachassistenten. Nach meinem Eindruck haben viele Unternehmen das Gefühl, dass auf diesem Gebiet etwas passiert, was ganz wichtig wird. Es ist die Rede davon, dass grafische Nutzeroberflächen nach und nach verschwinden. Wer jetzt mit dabei ist, der hat die Chance, langfristig relevant zu bleiben, wenn Nutzer in Zukunft Anwendungen nur noch mit Sprachbefehlen steuern. Ob das so kommt, sei mal dahingestellt.

Anknüpfend an den Beitrag meines Kollegen Xaver Bodendörfer (Usability-Tests mit Sprachsteuerungen/-assistenten) meine Eindrücke aus der Praxis, nachdem ich in den letzten Wochen knapp 200 Aufzeichnungen der Interaktion von Probanden mit Amazon Echo gehört habe.

Mein Fazit: Vielfach werden offenbar Systeme entwickelt, die irgendwie zum eigenen Angebot passen. Es steht die Frage am Anfang: Was können wir anbieten? Welche Daten haben wir, für welche Aufgaben nutzen die Menschen unsere Anwendungen derzeit, was erwarten sie sonst von uns?
Das hat wenig mit nutzerzentrierter Entwicklung zu tun, selbst wenn man dann in den nächsten Schritten vorbildlich Nutzertests durchführt.

Ist die Grundidee nichts, helfen auch Nutzertests nur wenig – sofern man nicht bereit ist, auch die Grundidee auf den Prüfstand zu stellen und sie nochmal zu hinterfragen. Und im schlimmsten Fall nochmal ganz von vorn anzufangen. Also bei der Ideenfindung, der Ideation.

Schema Design-Thinking-Prozess

Beim Design Thinking kommt es darauf an, zu iterieren.

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UX Design = Ein Kessel voll Buntes?

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„Ich bin doch nicht hier, um nur noch alles am Ende anzupinseln!“ erboste sich meine UX Design Kollegin neulich… und Recht hat sie!
UX Design ist so viel mehr, als dem entwickelten Produkt am Ende kosmetisch zu Leibe zu rücken. Nur ist es so, dass viele denken „Design“ wäre etwas „anmalen“ und nachher „schön machen“- allerdings ist das (wenn) nur ein kleiner Teil von dem, was UX Design eigentlich ausmacht, letztlich umfasst es den gesamten Entwicklungsprozess. Weiterlesen

Prototyping Talk #1 – Gute UX beginnt beim Marketing (Gast: Louis Grenier)

Wenn UXler über Prototyping sprechen, geht es meistens um Tools und Technik. Ich möchte über Vorgehensweisen und Mindsets sprechen. Was wird geprototyped? Wie wir geprototyped? Wann im Projekt wird geprototyped? (Ich behandle aber nicht die Frage, ob „geprototyped“ überhaupt richtig geschriebeben ist). Für die heutige Folge habe ich mit Louis Grenier, dem Gründer des Podcasts Everyone Hates Marketers gesprochen. Französischer Akzent auf der einen Seite, Deutscher Akzent auf der anderen. Das muss gut werden. Viel Spaß! Weiterlesen

dotSource GmbH sucht: Senior User Experience (UX) Designer (m/w)

dotSource, das sind über 150 sympathische und motivierte Digital Natives, die gemeinsam an den Standorten Jena und Berlin an einer Vision arbeiten: Unternehmen den Weg in die digitale Zukunft von Marketing und Vertrieb zu ebnen. Mit unseren innovativen und richtungsweisenden Lösungen konnten wir uns als eine der führenden Digitalagenturen im deutschen Sprachraum etablieren und gehören inzwischen zu den Top 20 der größten Unternehmen der Branche.

Logo der Firma dotSource

  • Senior User Experience (UX) Designer (m/w)
  • Ort: Jena
  • Start: ab sofort

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Herausforderungen und Lösungen beim Zusammenspiel zwischen Usability und Scrum

In der Vergangenheit habe ich mich oft mit der Frage nach dem Zusammenspiel von User Experience und agilem Arbeiten beschäftigt. Ich habe über die Integration von Usability-Testing in agilen Projekten geschrieben oder darüber wie man Usability-Testing schneller und effizienter machen kann.
Heute möchte ich mich mit den bereits vorhandenen Frameworks beschäftigen, die sich mit der Frage nach der Integration von UX in Scrum & Co. beschäftigen. Weiterlesen

Einsatzbereiche und Grenzen von VR in der Marktforschung: Zwischenstand und Ausblick

© HTC

Virtual Reality (VR) wurde zu Beginn vor allem für Spiele und zur Unterhaltung eingesetzt und hier wurde der Technik auch großes Potenzial zugesprochen. Inzwischen haben sich einige Marktforschungsinstitute, die Industrie und die Software-Branche jedoch intensiver mit dem Potenzial von virtuellen Realitäten beschäftigt.

Aus Sicht einer UX-Agentur stellen sich in diesem Zusammenhang zwei wichtige Fragen: Wie gut ist eigentlich die Usability der Anwendungen und wie können wir sie in VR sinnvoll testen?

Dazu schauen wir uns im Folgenden auch an, wozu VR heute schon eingesetzt wird und wohin die Entwicklung gehen könnte. Weiterlesen

Case Study: First-Click-Testing mit Douglas

Nutzerfeedback ist im Entwicklungsprozess ein entscheidender Faktor für den späteren Erfolg eines Produktes. Um UX-Research in die komplexen Prozesse der Produktentwicklung zu integrieren, suchen viele Unternehmen nach einer effizienten Möglichkeit, ihre Produkte schnell und mit einer validen Stichprobe zu testen. Eine Methode, die sich dieser Herausforderung stellt, ist das sogenannte Remote Usability-Testing. Bei dieser Methode nehmen die Probanden von ihrem eigenen Rechner zu Hause oder am Arbeitsplatz aus am Test teil, befinden sich also in ihrer gewohnten Umgebung. Weiterlesen

Alexa … ALEXA? Nutzungskontext von Sprachassistenten (2/2)

Kürzlich haben wir in diesem Artikel einige typische Nutzungsszenarien von Amazon Echo Nutzern dargestellt. Die Ergebnisse stammen aus einer ethnografischen Kontextanalyse, im Rahmen derer wir 5 Nutzer zu Hause besucht haben, und die Nutzung des Sprachassistenten live miterleben konnten.
Die Durchführung der Usecases gelingt in einem sterilen Setting, z. B. im Büro noch recht problemlos. Doch welche Probleme ergeben sich bei der Nutzung im im teilweise hektischen und nicht planbaren Alltag? Weiterlesen