Design im Wandel: Bei Nachrichtenmagazinen ist Uniformität angesagt

Betrachtet man die Entwicklung der Websites verschiedener Nachrichtenmagazine wie z.B. Stern, Spiegel und Zeit der letzten Jahre, so hat sich auf den ersten Blick nicht viel verändert. Alle Seiten sind und waren geprägt durch eine regelmäßige Strukturierung durch Bild- und Textinhalte.

Schaut man genauer hin, sind aber dennoch einige Tendenzen erkennbar.

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Innovative Produktsuche mit richtig viel User Experience!

Der grobe Ablauf bei der Suche nach einem Produkt mit Hilfe einer Suchfunktion ist im Web meist relativ identisch:

  • Auf der Startseite gibt es neben Informationen und Teasern ein Sucheingabefeld, in das der Nutzer seine/n Suchbegriff/e eingeben und die Suche starten kann.
  • Auf der Trefferliste werden alle relevanten Produkte aufgelistet. Für gewöhnlich können diese nach Belieben weiter eingeschränkt bzw. sortiert werden.
  • Hat der Nutzer ein für ihn interessantes Produkt gefunden, kann er weitere Informationen auf der Detailseite einsehen.

Es kommt dabei nicht darauf an, nach welchem Produkt – z.B. Kleidung, Technik, Möbel, Reisen, Hotels, Wohnungen, Autos, usw. – der Nutzer sucht, der skizzierte Prozess wird immer durchlaufen. Egal ob Produkte sich anhand ihrer Eigenschaften eher einfach beschreiben lassen – z.B. Kleidung – oder eher schwieriger zu beschreiben sind – z.B. Wohnungen, Autos.

Insbesondere bei schwer beschreibbaren Produkten kann die gezielte Suche für den Nutzer schnell nervig und frustrierend werden, da er ggf. viele Parameter mit in die Suchmaske eingeben muss.

Die User Experience ist also nicht die beste, aber es geht auch anders!

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SEO steigert nicht alleine die Conversion, Marktforschungsergebnis trifft auf Kunde, der Erfolg von Produktvideos und erfolgreiches Email-Marketing – Linktipps von Martin Beschnitt

Wir starten mit einem Artikel zum Thema „SEO steigert doch die Conversion-Rate – oder etwa nicht?“ Gerrit van Look erklärt einleuchtend, was SEO leisten kann und was nicht? Ich ergänze: Wer lediglich in SEO und SEA investiert ohne sich dabei mit dem Customer Journey auf der Website selbst zu beschäftigen, verbrennt im wahrsten Sinne des Wortes eine Menge Geld. Was nützt es mir, wenn ich auf einmal doppelt so viel Traffic habe, davon aber nur einen Bruchteil länger als einen Pageview halten kann? Wichtig ist die ganzheitliche Optimierung…

…beispielsweise in Form von Produktvideos zur Steigerung des Abverkaufs. „Top Approaches for e-Commerce Product Videos“ liefert einen sehr schönen Überblick über verschiedene Möglichkeiten und best practices in diesem Bereich. Mehrere Studien und auch unsere eigenen Erfahrungen zeigen, dass der richtige Einsatz dieses Features die Conversion einzelner Produkte massiv steigern kann.

Dass der Kaufgedanke bzw. der Bedarf nicht erst auf der Website selbst entsteht, zeigt der Artikel von Linda Bustos: „Email Marketing: Don’t Waste Your Welcome“. Sie zeigt das Optimierungspotential einiger „Willkommen-Emails“ amerikanischer Shops auf. Definitiv etwas, dem auch hierzulande noch viel zu wenig Beachtung geschenkt wird.

Last but not least ein genialer Artikel für uns Usability Professionals bzw. Marktforscher: „Client Reactions to User Research Findings” von Jim Ross, der mir sogar beim dritten Mal Lesen immer noch ein Schmunzeln ins Gesicht zaubert. Habe mich direkt wiedergefunden in den Beispielen. Erst heute Nachmittag hatte ich eine Ergebnispräsentation (qualitativer Usability-Test) und es kam der Vorwurf seitens des Kunden, warum wir denn nur mit 12 Personen getestet haben und wie es sich nun hinsichtlich der Signifikanz verhält.

Viel Spaß beim Lesen.

Schlicht ist nicht gleich schlecht: Was hat hotel.de, was andere Hotelportale nicht haben?

Nachdem ich in meinem vorigen Artikel die beiden Hotelportale HRS.de und Booking.com ein wenig unter die Lupe genommen habe, widme ich mich nun einmal der (nutzerfreundlichen) Gestaltung von Hotel.de: dem Bronze-Gewinner der bereits zitierten DISQ-Studie. Mein Ziel: Herausfinden, was Hotel.de besser macht als andere Hotelportale am Markt.

Da eine umfassende, expertenbasierte Analyse bekanntermaßen einige Tage in Anspruch nimmt, habe ich mich auf die Suchanfrage und Trefferliste beschränkt, wie auch bei HRS.de und Booking.com.

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Personas anschaulich beschreiben – per Video dem Trend der Zeit gerecht werden

Movie clapper board

Personas als sinnvolles Instrument bei einem User-Centered-Design Prozess wurden bereits mehrfach beschrieben, z.B. im Beitrag von Katja Brand-Sassen im Zusammenhang mit der Internationalisierung von Websites.

Dabei wird bei der Erstellung von Personas im Kern zunächst einmal daran gedacht, eine verbale Beschreibung zu erarbeiten. Anhand dieses Dokuments kann jeder aus dem Projektteam nachlesen, wer die Personas sind, wie sie sich unterscheiden, was die jeweiligen Besonderheiten sind etc.

Aber bleibt das geschriebene Wort tatsächlich gut haften? Ist dieses ausreichend, um Personas in den Köpfen zu verankern? Wir meinen nein, und haben daher noch weitere Möglichkeiten durchdacht, um dieses Ziel bzw. diese notwendige Bedingung für die zukünftige, effektive Arbeit mit Personas zu erreichen.

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Monatsrückblick – Top Themen im Juli: Google +, Social Media Usability, Sequenzanalysen

Bevor wir die Top-Themen des letzten Monats auflisten, möchten wir Ihnen Ron Warncke als neuen Autor auf Usabilityblog.de vorstellen:

Ron Warncke


Ron Warncke (CuBe Matrix GbR)
Leiter Consulting & Business Development

Ron beschätigt sich unter anderem mit der Analyse von komplexen Daten, versucht darin Sequenzen und Muster zu erkennen. Sehr interessant, sicherlich keine „leichte Kost“ – aber äußerst wertvoll, beispielsweise für die Analyse von Blick- und Klickdaten. Ich freue mich bereits heute auf weitere, spannende Beiträge von Ron.

Kommen wir nun zu den beliebtesten Beiträgen der letzten 30 Tage:

  1. The Google+ Project vs. Facebook: Ein erster Vergleich aus Anwendersicht
    Autor: Eric Horster (Universität Lüneburg)
  2. Teil dich (mit)! Wie refashion.de Facebook und Freundeslisten in den Online-Shop holt
    Autorin: Elske Ludewig (eResult GmbH)
  3. Die Komplexität von Nutzerdaten
    Autor: Ron Warncke (CuBe Matrix GbR)

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Mensch & Computer 2011: Diese Veranstaltung sollten Sie nicht verpassen! – Highlights zusammengestellt von Thorsten Wilhelm

Heute möchte ich Ihnen meine persönlichen Highlights der vom 11. bis 14. September 2011 stattfindenden Mensch & Computer vorstellen. Bereits heute freue ich mich auf inspirierende und interessante Veranstaltungstage in Chemnitz, und zahlreiche Gespräche mit Usability-Professionals.

Starten wir mit der Keynote von Rolf Molich (Inhaber der dänischen Agentur DialogDesign).
Titel seines Beitrags: The quest for usability in usability.

Einen derartigen Beitrag können sich sicherlich nicht viele Usability-Professionals zutrauen, Rolf Molich aber ganz sicher.
Rolf Molich gilt als seriöser, zugleich unterhaltender und sich auf das Publikum einstellender Redner. Seine zentralen Forschungs- und Beratungsfelder sind Usability Evaluierung, Qualitätsbeurteilung von Usability Professionals und “Usability hoch zwei”, also wie wir als Usability Professionals nicht nur über Usability reden sondern auch in der Usability unserer Produkte mit gutem Beispiel vorangehen sollten. Sie dürfen gespannt sein, ich bin es auf jeden Fall.

Weitere Highlights der Mensch & Computer 2011

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Rund um Content Usability: Intros von Verkaufstexten

Es ist so eine Art Gretchenfrage der kommerziell schreibenden Zunft und insofern auch Topthema für Texter von Onlinebeiträgen: Wie verpacke ich mein Hauptanliegen in möglichst wenigen, aber wirksamen Worten? Oder anders gesagt: Welches Targeting braucht die Formulierung, damit sie hilft den Kaufimpuls bei der Zielgruppe auszulösen?

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Usability bei Uhren

Als Nutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln bin ich darauf angewiesen eine verlässliche Quelle für die richtige Uhrzeit mit mir zu führen. Die Verlässlichkeit war bei meiner letzten Uhr, die ich vor ein paar Monaten gekauft hatte, leider nach kurzer Zeit nicht mehr gegeben, da sie ab und zu einfach für einige Minuten stehen blieb. So kurz nach dem Kauf war es zum Glück gar kein Problem die Uhr einzutauschen.

Da das gleiche Model nicht mehr vorrätig gewesen ist, habe ich mir ein anderes Model ausgewählt. Diese Uhr funktioniert nun einwandfrei, hat aber einige Mängel in Bezug auf die Usability. Bei schlechten Lichtverhältnissen ist das Ablesen der Uhrzeit dadurch etwas schwierig.

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Der Einsatz von Personas bei der Internationalisierung von Websites

In einem ersten Beitrag zu diesem Thema habe ich die Behauptung aufgestellt, dass Personas bei der Internationalisierung von Websites helfen können. Ich habe erläutert, worum es sich bei Personas handelt und wie man diese ermittelt. In diesem Beitrag werde ich an Beispielen aufzeigen, inwiefern Personas de facto bei der Internationalisierung behilflich sind.

Nehmen wir an, Sie haben in einer Onsite-Befragung ermittelt, dass die verschiedenen Länder-Websites eines Mode-Shops einen unterschiedlich hohen Männeranteil aufweisen (Land A weniger als 5%, Land B ca. 25%). Bereits diese Erkenntnis beeinflusst beispielsweise die Startseiten-Gestaltung. Daraus lässt sich jedoch noch wesentlich mehr ziehen.
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