Web-Währung Besuchsdauer – eine Kennzahl mit steigender Bedeutung

Umständliche Nutzerführung führt zu vielen Klicks beim Suchen,
steigert die Anzahl an Seitenaufrufen, erhöht die Besuchsdauer pro Besuch und steigert den Umsatz?

Kurzfristig vielleicht, langfristig ganz sicher nicht, denn frustrierte Besucher kommen so schnell nicht wieder und betreiben negative Mund-Propaganda.

Dennoch: Die Besuchsdauer bekommt als eine unter vielen Kennzahlen immer mehr Gewicht.
Nutzer wollen immer häufiger „stöbern“, sich „inspirieren lassen“ und emotional positiv angesprochen werden. Das schafft Bindung, hohe Wiederkehrraten und dauerhaft mehr Umsatz.

Datengrundlage: In den Jahren 2007-2009 ermittelten wir im Rahmen unserer Onsite-Befragungen auf verschiedenen Online-Shops eine „Stöberintention“ bei jedem 5. Shop-Besucher (20%).
In 2010 lag diese Messgröße im Durchschnitt bereits bei 35%, d.h. jeder 3. Shop-Besucher gab auf die Frage nach seinen Besuchsgründe an, dass er sich auch inspirieren lassen möchte (stöbern, bummeln, umherschauen).

Grund genug sich die Frage zu stellen:
Wie können Online-Shops inspirieren und die Besuchsdauer erhöhen?

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Globetrotters neuer Katalog heiß diskutiert – Warum nicht schon früher?

Globetrotterkatalog

Unternehmen wollen ihre Kunden emotional ansprechen. Ein interessantes Beispiel dafür, dass das gelingen kann und von den Kunden wiederum mit emotionalen Verbundenheit und Wunsch nach Mitbestimmung erwidert wird liefert der Outdoor-Versand Globetrotter.

Das Unternehmen hat zur Sommersaison 2011 das Konzept seines Katalogs, in Outdoor-Kreisen auch „Die Bibel“ genannt, umgestellt. Im inneren des Katalogs finden sich jetzt nüchterne, freigestellte Produktabbildungen neben Reiseimpressionen, die im Wesentlichen ohne Produkte auskommen, wo vorher die Produkte von Models in typischen Outdoor-Situationen gezeigt wurden. Diese Änderung hat sicher gute Gründe und spielt hier nur am Rande eine Rolle. Viel interessanter ist das Titelbild. Diese Saison ersetzt eine Zeichnung die bisherigen, oft imposanten Fotos auf dem Cover.

Und das kommt bei einem großen Teil der Globetrotter-Kundschaft nicht gut an. Mehr noch: es löst in seiner Funktion als Titelbild Assoziationen zu Plakaten aus den 40er Jahren aus. Heftig darüber diskutiert wird unter anderem im Designtagebuch, aber auch im Globetrotter-eigenen Forum. Toll, mag der eine oder andere sagen, wenn darüber geredet wird ist der Zweck ja erfüllt. Und dass Globetrotter sich dem Austausch mit den Kunden in einem eigenen Forum stellt ist sicher ebenfalls positiv zu werten.

Was ist aber mit den ganzen negativen Emotionen und Assoziationen, die das Cover hervorgerufen hat. Hätte man die nicht vermeiden können? Ich denke schon.

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User Experience und Journalismus, Abgleich von Kundenmeinungen mit eigenen Erwartungen und der neue Online-Knigge – dazu die heutigen Linktipps von Anja Weitemeyer

Drei Themen heute von mir: Zum einen die Berücksichtigung der User Experience im journalistischen Umfeld, mit einer Quick-Analyse von Apps im Video festgehalten. Anschließend eine interessante Studie aus der Hotelerie, die es deutlich macht, dass es nicht ausreicht, auf seine eigene Meinung zu vertrauen, sondern die Kunden stets mit einzubeziehen. Und als letztes ein Beitrag, der für mehr Sorgfalt im Umgang miteinander im Internet und drum herum plädiert – in Anlehnung an Knigge.
Viel Spaß beim Lesen:
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Social Search kills SEO – Wie die Googles Social Search das Suchmaschinenmarketing verändert

Mitte Februar 2011 hat Google seine 2009 gestartete „Social Search“ Funktion erweitert. Doch was bedeutet „soziale Suche“ eigentlich und welche Auswirkungen hat sie auf das Suchmaschinenmarketing? Ich werde versuchen, Ihnen diese Fragen in meinem Beitrag zu beantworten.
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Usabilityblog.de genießt hohe Zufriedenheit bei seinen Lesern!

Das ist das Ergebnis der aktuellen Nutzerbefragung zum Usabilityblog.
Die Meinung unserer Leser zum Blog und dessen Inhalten ist uns enorm wichtig, da diese für den Erfolg des Blogs entscheidend ist. Daher führen wir in regelmäßigen Abständen Nutzerbefragungen durch, um den Blog anhand der Aussagen unserer Leser weiterzuentwickeln.

Kommen wir nun zu einigen zentralen Ergebnissen:

  • Die Leserschaft des Blogs ist zu über 80% berufstätig. Unter den Berufstätigen befinden sich viele Führungskräfte, wodurch der große Anteil an Entscheidern unter den Lesern nicht verwunderlich ist.
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„Sie haben also Pickel…“ – Was einen gut gestalteten Online-Kosmetikberater ausmacht

Es war furchtbar. Da hatte sich Frau T. nun endlich durchgerungen, wegen ihrer Hautprobleme in die Parfümerie zu gehen und sich beraten zu lassen. Gut – vielleicht war der Samstag nicht unbedingt der beste Tag – die Parfümerie war voller Menschen. Aber wer hätte denn auch ahnen können, dass die Verkäuferin mit einem beherzten „Ja dann wollen wir mal gucken, was wir gegen ihre riesigen Poren tun können“ den ganzen Laden über Frau T.s Anliegen in Kenntnis setzen würde. Der Umstehenden amüsierten sich prächtig. Und Frau T. beschloss, das nächste Mal einfach online zu bestellen.

Wie man Frau T. bei der Produktauswahl im Netz optimal beraten kann und was eine gute Beratungsfunktion ganz allgemein ausmacht, zeigt der folgende Beitrag.
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Horizontales Scrollen erwünscht

FAZ Startseite der App

Was auf Internetseiten überhaupt nicht geht – das horizontale Scrollen – ist in Apps nicht nur erwünscht, sondern bereits ein Muss. Jeder iPhone-Nutzer lernt im App-Store, wenn er sich Vorschaubilder einer App ansieht, dass die Verknüpfung von vertikalem Scrollen (um den Beschreibungstext zu lesen) und horizontalem Scrollen (für die Screenshots) möglich und sinnvoll ist. Diese technischen Möglichkeiten werden immer mehr auch in Apps eingesetzt.
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Reduzierte Webseiten für iPad unsinnig!

Seit einigen Monaten benutze ich ein IPad zur Recherche und vielfältigen anderen Aktivitäten im Internet. Das ist eigentlich ziemlich unkompliziert und die meisten Apps sind recht bedienerfreundlich, auch wenn es da große Unterschiede gibt.

Neben anderen Kleinigkeiten, gibt es aber eine Eigenart, die mich immer wieder ärgert und für mich, von der Nutzerseite aus gesehen, keinen Sinn macht. Vielfach wird auch für das IPad eine für mobile Endgeräte optimierte (reduzierte) Webseite ausgeliefert. Es werden so einfach nicht alle Inhalte der Seite zur Verfügung gestellt.
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„Was zeichnet eine gute App aus?“

Kennen Sie diese Frage auch?
Ich werde mit ihr immer öfter konfrontiert: Von Journalisten, Kunden und potenziellen Kunden. Und jedes Mal freue ich mich. Stellt der Fragende doch eine der zentralen Fragen, die auf dem Weg zu einer „guten App“ unbedingt zu beantworten ist.

Meine erste Antwort lautet immer:

„Eine App muss nützlich sein. Sie muss Bedarfe der Zielgruppe(n) befriedigen. Beispielsweise das Bedürfnis nach Informationen, Unterhaltung oder Bequemlichkeit.“
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